Dich hört ja keiner, deine Meinung zählt nicht

Mir wurde in den letzten sieben Tagen zwei Mal mitgeteilt, dass meine Meinung (bzw. meine Person) keine Bedeutung hätte, weil ich ja “nur” 52 Follower hätte (derzeit sind es grad 51, immer noch mehr als ich jemals erwartet hätte, als ich mit diesem Twitterwahnsinn angefangen habe).

Abgesehen davon, dass dies beide Male Argumentation auf Kindergartenniveau war, finde ich den dahinter steckenden Grundgedanken sehr problematisch.

Zählt eine Meinung nur, wenn sie auch gehört wird?

Natürlich nicht. Die Reichweite einer Meinung hat nichts mit deren Validität zu tun. Jede Stimme verdient es gehört zu werden, sollte gehört werden. Und ist Twitter nicht gerade ein wunderes Instrument, um die Reichweite von Jedermann zu potenzieren. Immerhin “hören” mit jetzt 51 mehr Leute (Bots noch nicht rausgerechnet), als wenn ich mich jetzt gerade vor dem PC auf eine Seifenkiste stellen würde.

Wer die Meinung/Argumente/Kritik von anderen deswegen ablehnt, weil die Person nicht genügend Follower hat, der oder die hat Twitter in meinen Augen nur bedingt verstanden.