Aus FB — die Monopolangst geht um
Bezug: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/amazon-kommentar-zum-autorenprotest-a-986179.html
Ein problematischer SPON-Artikel von Thomas Andre zum aktuellen Thema. Ich vermute mal, dass es ein Versuch um Ausgewogenheit ist. Darin erinnert es mich an meine Kochkunst. Die ist dann fast immer als “Versuch” zu werten und selten wirklich genießbar.
MEIN EINWAND. Es ist erstaunlich, wie in der Diskussion die Verlagslandschaft zu keinem Zeitpunkt als Teil des Problems angesprochen wird. Wie man es nun schafft, durch Stillschweigen Bertelsmann und Random als waschechte Unschuldslämmer zu “spinnen”, erfüllt mich ein wenig mit Erstaunen.
Die rhetorische Frage lautet: ist das ein unter der Hand bezahlter PR-Artikel?
An die Verlagsprofis um mich herum würde mich die keineswegs rhetorische Frage interessieren: Ist der aktuelle Monopolisten-Vorwurf gegen AMAZON nicht scheinheilig? Litt und leidet die hiesige Buchwelt nicht bereits seit Jahrzehnten unter einem Barsortiment-Monopol mit dem Namen “Libri GmbH”?
Ich kann mich noch gut an eine Zeit erinnern, als kleine Verlage sich in jene teilten, die irgendwie den Barsortiment-Anschluss hatten und jene, die ihn nicht hatten und ein idealistisches Dasein am Rande des Geschehens fristeten. Die Autoren bei diesen Verlagen werden garantiert keine Petionen gegen Amazon unterzeichnen.