“Ich bin was ich bin was ich erinnere” Rede von Nina George auf dem brasilianischen Literaturfestival FLIP in Paraty

Frankfurter Buchmesse
Jul 22 · 10 min read

Ich bin was ich bin was ich erinnere

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Trans-, Queer-und non-binary-Persönlicheiten; ich bedanke mich bei den bei der Frankfurter Buchmesse International und dem Auswärtigem Amt für die Einladung, sowie den National Institutes der European Union for Culture EUNIC und dem Goethe-Institut Rio de Janeiro, dass ich heute hier sprechen darf.

Als Schriftstellerin habe ich mich in meinem Roman The Book of Dreams, das dieser Tage bei Record erschienen ist, auf 400 Seiten mit Identität und Erinnerung beschäftigt. Ich stelle darin die Frage: wie wahr sind die eigenen Erinnerungen? Können wir uns Erinnerungen aussuchen, und hat jeder von uns eigentlich mehr als nur ein Leben bereits erlebt?

Was macht einen Menschen zu dem, der er ist? Können wir uns Erinnerungen aussuchen? Sind Erinnerungen wie Wölfe, die über uns herfallen, wenn wir sie nicht zähmen? Wieso kann uns ein Parfümduft, der uns an jemanden erinnert, der uns verließ, auch Jahrzehnte später noch einmal das Herz brechen?

Was ist mit verschwiegenen Erinnerungen, die ein Tabu sind, in der Familie, in der Gesellschaft — was ist, wenn Erinnerungen von politischen, wirtschaftlichen oder auch nur famililären Überkräften kuratiert werden, verändert, verdrängt, unterdrückt, wenn man das kulturelle und emotionale Gedächtnis eines Landes in Schweigen, in Asche, in Vergessen zwingt?

Ich möchte diese Fragen heute an Sie alle weiter geben, und Ihnen dazu drei kurze Geschichten erzählen.

Geschichte Eins: Die Geheimnisse unserer Mutter

Bis zu ihrem Tod hasste unsere Mutter das Geräusch von Silvester­feuerwerken. Sie hasste die 12-Uhr-Sirene am Sonntag. Sie traute der Polizei nicht. Niemanden in Uniform. Sie traute Ärzten nicht. Sie hatte keine Freundinnen, und wenn sie in Gesellschaft fremder Menschen war, dann log sie, mit entschiedener Begeisterung. Unsere Mutter war eine fantastische Geschichtenerzählerin, sie ersponn erstaunliche Erinnerungen über ihre Herkunft, über ihr Leben, über das Leben und Wirken ihrer Töchter — wie peinlich uns das war, und immer mussten wir uns entscheiden: decken wir ihre überaus vielfarbige Erinnerung, oder korrigieren sie?

Beide entschieden wir uns, ihr die Ausbesserung ihrer Erinnerungen zu gewähren. Es musste einen Grund haben. Nur: welchen?

Es war jedenfalls erstaunlich, wie viele scheinbare Erinnerungen auf Lager sie hatte und wie diese sich beständig veränderten, je nach dem, mit wem sie sprach. Unsere Mutter besaß offenbar ein erstaunliches Gedächtnis, denn sie merkte sich genau, wem sie welche ausgedachte Erinnerung auftischte.

Viele liebten unsere Mutter. Gekannt hat sie niemand.

Für mich begann sie, zu lügen in den Siebziger Jahren, da fragte ich diesen netten Mann, der mein Opa war, warum er denn nicht mal aus seinem Stuhl mit Rollen aufstehen könnte, denn ich wollte jetzt endlich auch mal fahren. Und wo bittesehr er sein zweites Bein gelassen hatte?

Die Blicke der Erwachsenen.

Wo war das Bein? Dann die erste Lüge. „Der Opa hat sein Bein jemandem gegeben, der es dringender brauchte.“ Ich sah das ein, bedauerte trotzdem, nicht in dem tollen Rollstuhl fahren zu dürfen.

Für uns Töchter, meine Schwester Catrin, und mich, war das Finden der wahren Erinnerung, eine lange Reise, in zahllosen Nächten über dreißig Jahre lang, mitunter mit Zuhilfenahmer starker Alkoholika. Erst dann hörte unsere Mutter auf mit den Geheimnissen und begann mit den wahren Erinnerungen. Sie beginnen mit Liebe.

In Mulhouse war meine französische Großmutter Marianne geboren worden, als Tochter einer Familie von Elsässer Kunsttischlern, als Nachfahren von verfolgten Hugenotten. Mein Großvater Helmut, ein deutscher Metzgergeselle auf der Walz, der in Frankreich lernen wollte, wie man Fleisch zuschneidet, traf auf seiner Walz gen Süden Marianne, und verbrachte einige Nächte unter einem freundlichen Sternenhimmel mit ihr. Erst auf dem Rückweg, drei Jahre später, schaute er wieder in Mulhouse vorbei; da öffnete ihm ein kleines blondes Mädchen, eine petite fille, die Tür und sagte: „Papa ist wieder da!“ Da nahm Helmut Marianne mit nach Deutschland, in eine Region, die Jahrzehnte später „der Osten“ genannt werden sollte. Zehn Kinder hatten sie miteinander, oder vielleicht auch nicht unbedingt nur miteinander; unsere Mutter war das Kleinste, 1939 geboren, im Mai, es roch nach Flieder und Angst. Drei Monate später wurde der Himmel erst schwarz, dann rot, dann kamen die Bomben.

Mein Großvater hatte früh begonnen, den jüdischen Nachbarn zu helfen, zu fliehen. Er lieh ihnen Geld, er versteckte sie, er brachte sie in die Schweiz.

Dann wurde er verraten, an die SS, an die Gestapo, von seiner eigenen Frau: Marianne beschwerte sich bei einem Nachmittag mit Kaffee und Kuchen bei ihren deutschen Nachbarinnen, dass ihr Mann Geld, Zeit und Aufmerksamkeit lieber den Goldenbergs und Rosenzweigs zukommen ließe, anstatt ihr und den Kindern. Sie verriet ein Geheimnis. Ein so großes Geheimnis dieser Zeit, das man für sich behalten sollte, um zu überleben.

Unsere Mutter war dabei, als das Geheimnis verraten wurde, ein kleines Kind, der Verrat, von der eigenen Mutter. Unsere Mutter war auch dabei bei dem, was danach geschah.

Krieg. Sirenen. Stiefelschritte, Klopfen an der Tür, ihr Vater wurde verhaftet und in das Konzentrationslager nach Buchenwald überführt.

Er kehrte mit nur einem Bein nach Hause zurück und heiratete ein zweites Mal, diesmal das Kindermädchen. Er schärfte den Kindern ein, für immer zu schweigen.

Uniformen, Sirenen. Geheimnisse. Verbotene Erinnerungen.

Mein Großvater, jetzt auf einmal im Osten, der DDR gefangen, hörte nicht auf, Geheimnisse zu haben. Der einen Wagen panzern ließ, heimlich, auch die Reifenkästen, und dann mit fünf von zehn Kindern über die Grenze floh, die Deutschland teilen sollte, mit einer langen Mauer; nur fünf, für mehr reichte der Platz im Wagen nicht. Fünf blieben zurück, fünf, und die Mutter unserer Mutter.

Geheimnisse wahren, schweigen.

An der deutsch-deutschen Grenze schossen sie auf den Wagen, bis die Magazine leer waren.

Silvesterfeuerwerke hören sich genauso an wie Gewehrschüsse.

Erinnerungen.

Geheimnisse.

Die Mauer. Dahinter weggesperrt: die eigene Geschichte.

Im Westen, nach zehn Jahren in den „Nissenhütten“ des Flüchtlingslagers, da traf unsere Mutter unseren Vater; ein weiterer Flüchtling. Unser Vater, 1938 geboren, über Berlin geflohen, blaue Augen, Muskeln aus Stahl, deutsch-polnisch-russische Wörter und Lieder im Blut, den Willen, als freier Mann über den Atlantik zu fahren, im Herz, das wollte er, in einem Containerfrachter, bis nach Rio, bis nach Brasilien.

Er kam bis Dortmund.

Sie heirateten. Sie bekamen zwei Töchter. Zwei Schriftstellerinnen, und man weiß nicht, ob das für eine Familie wie diese Segen oder Katastrophe ist.

Wir wurden in Bekenntnis zur Menschlichkeit erzogen. Oft fragten wir uns, was ihr Antrieb ist, so vehement einzutreten, für Pluralismus, für Weltoffenheit, und entschieden gegen alle nationalistischen Tendenzen; Aber die Eltern verschwiegen uns ihre Erinnerungen, bis wir genügend eigene hatten; erst dann erzählten sie, aus welchen sie gemacht worden waren.

Der Riss der deutschen Geschichte, die das kulturelle, das jüngere deutsche Gedächtnis für immer zwingt, sich zu schämen, ging quer durch unsere Familie. Wir halfen Juden. Wir verrieten einander. Wir hatten Soldaten in unserer Ahnenreihe, wir hatten Hugenotten, jüdische Großmütter, wir sind Geflüchtete und Fluchthelfer. Wir sind Täterinnen, wir sind Opfer.

Unsere familiäre wie deutsche Erinnerung lässt mir heute die Wahl: an was will ich mich erinnern? Aus welcher Erinnerung will ich schöpfen, um Stolz oder Scham zu empfinden?

Ja, man kann sich entscheiden. In Frankreich trafen wir einmal einen alten Bretonen, auf einem Fußballplatz. Er sagte: „Das ist das erste Mal seit dem Krieg, dass ich jemandem von nördlich des Rheins die Hand gebe.“ Wir baten um Verzeihung. Wir trafen einen anderen alten Bretonen. Er sagte: „Ich liebe die Deutschen!“ — „Aber, warum denn das?“ — „Na, 1456 habt ihr die Bretagne gegen die Franken mit uns verteidigt.“ — „Tja, ähm. Gern geschehen.“

Wir haben die Wahl, an was wir uns erinnern.

Ich verstand es in dem Augenblick, als ich die Stichworte für diese heutige Rede hier schrieb, zwei Jahre nach dem Tod, die Geheimnisse unserer Mutter. Zu lügen, rettet Leben. Doch sie selbst war entsetzlich allein mit ihren ungeteilten, lange unausgesprochenen Erinnerungen.

Es lautet eine jüdische Weisheit: Das Vergessenwollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung.

Erst, wer sich an seine unrühmliche, womöglich schuldige Geschichte erinnert, der kann die Identitätswende schaffen: in dem er sich zu Werten bekennt, die der Vergangenheit diametral gegenüber stehen, und sie verteidigt.

Geschichte Zwei: Die Maschine steht still.

Der Schriftsteller Edward Morgan Forster, bekannt durch seinen Roman „Howard’s End“, erzählt in seiner Kurzgeschichte „The Machine stops“ von einer Welt, in der Menschen nach einer Klimakatastrophe unter der Erde leben, in bequem eingerichteten, voll klimatisierten Wohnungen für jeweils eine Person, und über Monitore, Kameras und Tastaturen kommunizieren. Sie „sharen“ angelesenes Wissen, und die perfekt automatisierten Appartements spielen auf Knopfdruck Musik ab, lassen ein Schaumbad ein und versorgen ihre Bewohner medizinisch; Transportmittel fahren autonom. „The Machine“, die auswählt, welche Erinnerungen es wert sind, in ein Archiv zu wandern, welche Geschichtsschreibung sie lesen, welche Bücher es wert sind, zu lesen und welche nicht, nimmt einen göttlichen Status ein.

Ihre Nutzerinnen vergessen, dass die Maschine menschengemacht war. Als die Maschine eines Tages still steht, bricht Panik aus. Niemand kann sich mehr erinnern, wie man ohne Maschine atmet, denkt, Bücher schreibt, Musik macht, kocht, sät, erntet, tanzt, sich an den Sternen orientiert — wie man lebt.

Die Menschheit kriecht verzweifelt ans Licht: und stirbt.

Das Erstaunliche an Forsters Geschichte ist nicht die unangenehme Abwesenheit eines Happy Ends — sondern dass er sie 1909 schrieb.

1909.

110 Jahre vor einer Zeit, in der wir mit selbstfahrenden U-Bahnen reisen, Alexa und Siri nach dem Wetter fragen oder nach einem Geschenk für die Schwiegermutter, Bank­überweisungen per Fingerabdruck legitimieren und mehr damit beschäftigt sind, unser Essen zu fotografien als es zu genießen.

Eine Zeit, in der eine gigantische, weltweite digitale Suchmaschine kuratiert, an was sich die Menschheit erinnern soll, was es zu wissen wert sei — Google verzeichnet 30 Billionen Seiten, auf denen Wissen, Bildung, Fakenews und Katzenvideos zu finden sind. Es gibt Videotutorials, wie man eine Bierflasche öffnet, ein Kind wickelt, es gibt Anleitungen, wie man den Kopierschutz von elektronischen Büchern knackt, es gibt manipulierte Nachrichten, jeder schreibt seine eigene geschichte permanent bei Facebook weiter (natürlich nur fotogene Erinnerungen), und Online-Enzyklopädien, deren Einträge über berühmte Personen zu 90 % über Männer berichten; Frauen werden aus der digitalen Erinnerung gelöscht.

Nach welcher Informationsethik entscheidet ein monopolistischer Welt-Konzern, was es wert ist, prominent archiviert zu werden, und was nicht?

Algorithmen entscheiden, was wir finden und sehen, wir nennen das Echokammer oder Informationsblase. Die Fragementierung von Information heißt auch immer: Fragmentierung der Erinnerung, und so kann es sein, dass in ein under selben Gruppe, Gesellschaft, sogar Familie, Erinnerungen nicht mehr kollektiv, sondern fragmentiert wahrgenommen werden.

Das führt nicht nur zu einer digitalen Spaltung, sondern auch zu einer analogen, wenn immer weniger Erinnerungen und kulturelles Erbe als individuell, nicht mehr als gemeinsam wahrgenommen wird.: The ‚intangible cultural heritage‘ means the practices, representations, expressions, knowledge, skills — as well as the instruments, objects, artefacts and cultural spaces associated therewith — that communities, groups and, in some cases, individuals recognize as part of their cultural heritage.

So entsprechen diese 30 Billionen heutigen Seiten nur 5 % des Wissens, der Erinnerung, der Historie, des Wissens der gesamten Menschheit.

Wie verändert sich das Gedächtnis einer Kultur, wenn sie sich auf ein neues Medium umstellt? Kann sie ersetzen, was wir in Gebäuden sehen, in Museen, kann sie die Geschichte neu und anders erzählen, auf das sie weniger schmerzt?

Ich bin mir sicher: Nein. Aus Tradition kann durch die Medialisierung der Inhalte leicht Folklore werden, und am Ende ist die Mona Lisa auf zahllose Tassen gedruckt, aber bedeutet nichts mehr. Digitale Bilder kommunizieren, analoge Bilder erinnern, und Computergestützte Digitalität ist bisher eine Technik des Vergessens, des Loslösens aus Kontext und Erlebnis.

Jede Regierung, die sich weigert, das kollektive kulturelle Gedächtnis eines Landes in instruments, objects, artefacts and cultural spaces und the practices, representations, expressions, knowledge, skills zu erhalten, die verübt ein Verbrechen am Menschsein, denn, und damit kommen wir zur dritten kurzen Geschichte:

Geschichte Drei: »I am what I am because of who we all are.«

Ich bin das erste Mal in Ihrem Land, das mir fremd ist und doch durch seine Musik, durch seine Literatur, durch seine Speisen, seine Gerüche, den Rhythmus der Straßen, die Melodien der Nacht, die Gesichter der Gebäude, die Form der Friedhöfe und die Art, sich Guten Tag zu sagen, bereits vertraut. In mich eingedrungen. Es beginnt schon, mich von innen zu verwandeln, Brasilien ist ein Bildhauer meines Ichs unter meiner Haut. Während ich spreche, verändere ich auch Sie. Wir werden zu einer gemeinsamen Erinnerung werden, eine, die mich an die afrikanische Philosophie ubuntu erinnert: »I am what I am because of who we all are.«

Oder auch: Ich bin, weil wir sind.

Ubuntu, aus den Bantusprachen der Zulu, bedeutet „Menschlichkeit“, die Erfahrung und auch das Bewusstsein, dass man selbst Teil eines Ganzen ist. Das Ich und die Gemeinschaft stehen in der Ubuntu-Philosophie in direkter Beziehung zueinander. Auch die Gegenwart ist „ubuntu“, ist Teil des Ganzen, das Jetzt ein Teil der Vergangenheit, ein Teil der Zukunft. Jeder einzelne ist die Geschichte der Menschheit, und jeder einzelne ist ihre Zukunft.

Der Sozialwissenschaftler und Autor Johann Broodryk aus Pretoria definiert den Begriff Unbuntu in Polarität zum europäischen Denken: »Wo der französische Philosoph Descartes sagt ›Ich denke, also bin ich‹, sagt Ubuntu: ›Ich fühle, ich bin in Beziehung, also bin ich.‹

Kulturelle Vielfalt als weltanschauliche Grundlage — Ubuntu steht für alles, wo das »Ich« zurücktritt und das »Wir« sich zeigt.

Als 1994 die brutale Rassenpolitik der südafrikanischen Apartheid abgeschafft wurde, fürchtete die Welt ein Blutbad der Rache. Niemand konnte verstehen, warum die schwarze Mehrheit nach Jahrzehnten der Erniedrigung, Folter und Rechtlosigkeit der weißen Minderheit meist mit offenen Armen entgegentrat. Historiker sind davon überzeugt, dass die Philosophie des Ubuntu die Grundlage dieser friedlichen Transformation war, denn Ubuntu bedeutet auch: Vergebung. Täter und Opfer oder deren Hinterbliebene trafen aufeinander, hörten ihre Geschichten, gestanden ihre Schuld und fanden nach schmerzhafter gemeinsamer Erinnerung nicht selten zur Vergebung. Wunden wurden geheilt, und ein Leben ohne Rache wurde möglich gemacht.

All das geht nur im Dialog, der die Individualität des Einzelnen, seine Geschichte und Kultur respektiert und jedem Raum gibt, ganz man selbst zu sein.

Ich bin, was ich bin, was meine Eltern waren, ich bin, was ich bin, was meine Gesellschaft ist, ich bin, was ich bin, was Sie sind.

Und so endet auch mein Leben als Schriftstellerin nicht nach dem letzten Punkt einer Geschichte. Um Arbeitsbedingungen, Autorenrechte, um den Erhalt von unabhängiger Kultur zu kämpfen, ist für mich gleichsam ein Dienst an Demokratie und integrer Gesellschaft, an Erinnerungskultur und an Gemeinschaft. Ich sehe Literatur, Kultur und ihre Schöpferinnen als dringend nötige Opposition zu destruktiven politischen, wirtschaftlichen und monopolistischen Tendenzen.

Wir vermitteln Werte, Diversität, Variationen von Leben, wir stellen den Gegenentwurf zum Totalitären, zum Populistischen dar.

Ohne Künstler, keine Kultur. Ohne Kultur, kein Leben. Ohne Vergangenheit, keine Zukunft.

Obrigada.

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