Buchreview: Steven Pressfield — The War of Art

Was für ein gequirlter, möchtegern Selbsthilfe Sch%&§.

Das ist das erste Mal, dass ich ein Kindle Buch wegen Nicht Gefallen zurück an Amazon gegeben habe. Hätte ich in einer Buchhandlung die Möglichkeit gehabt weiter als über das Vorwort von Robert McKee, der mit Story ein Referenzwerk über’s Erzählen geschrieben hat, zu lesen, hätte ich es nicht gekauft.

Bereits das erste Drittel, weiter bin ich nicht gekommen, ist voll mit fragwürdigen Rückschlüssen zwischen, was der Autor Widerstand/Resistance nennt sowie körperlichen und geistigen Krankheiten, die eine Folge dessen sein sollen.

Besser noch: Würden wir alle unsere inneren Widerstände überwinden und das können nur die “coolen” Profis, wie der Autor selbst, dann gäbe es keine Verbrechen mehr. Alkoholismus würde verschwinden, kosmetische Chirurgie würde überflüssig werden, Pharmakonzerne würden pleite gehen. Niemand mehr würde Panikattacken, ADHS, Depressionen oder eine sonstwie geartete affektive Störung haben, denn diese sind alle eine Erfindung der Marketingabteilungen der Pharmakonzerne.

Richtig gut und somit die Krönung der Argumentation ist ein Hitlervergleich. Der Hitler hat nämlich auch rumprokrastiniert und ist lieber Diktator geworden als seinen Widerstand zu überwinden und zu Malen.

Ich wollte Tipps zum Umgang mit Kreativität und nicht die Welt erklärt bekommen.