Kein Thema ist Tabu: die Y Spezialausgabe

Es geht um den höchsten Einsatz eines Soldaten — das eigene Leben. Die neue Spezialausgabe des Bundeswehrmagazins Y setzt sich intensiv mit den Themen Tod und Verwundung auseinander.

Für die Soldaten im Einsatz gehören Tod und Verwundung unausweichlich zu ihrem Berufsalltag. Die Auseinandersetzung mit dem Sterben ist nicht einfach, aber notwendig. Ohne Scheu widmet sich die aktuelle Sonderausgabe der Y diesen Themen in vier Kapiteln und nähert sich ihnen von verschiedenen Seiten: medizinisch, psychologisch, militärisch, rechtlich, historisch und spirituell.

Y ist das Leitmedium der internen Kommunikation der Bundeswehr und dient dabei hauptsächlich der Vermittlung von Wissen, Hintergründen und Zusammenhängen. Mit dem Magazin haben die Bundeswehr und C3 ein Medium geschaffen, welches eine Plattform zur ausführlichen Diskussion schwieriger, jedoch bedeutender Themen bietet. Alle Inhalte sind gewissenhaft recherchiert, werden hochwertig präsentiert und bieten somit eine gehaltvolle Wissensgrundlage, welche über bloße Informationen für Soldaten hinausgeht. Das Magazin bringt einmal im Jahr eine Spezialausgabe heraus, welche sich intensiv mit einem Oberthema auseinandersetzt.


Ich töte

Was bedeutet es, einen Menschen zu töten? Wie kann ich das mit mir selbst vereinbaren? Fragen, die Bundeswehrsoldaten in ihrem Berufsalltag beschäftigen. Y hat bei ihnen nach Antworten gesucht. Zudem gibt es eine moralische Diskrepanz in der Gesellschaft, wenn die Soldaten nach Bestätigung suchen, dass ihr Töten richtig und notwendig war, so der Militärpsychologe Dave Grossman:

„Wenn die Gesellschaft Soldaten dazu bringt, ihre Tötungshemmungen zu überwinden und sie in ein Umfeld schickt, wo sie töten werden, dann hat diese Gesellschaft auch die Pflicht, offen und intelligent mit dem Ergebnis umzugehen.”

Ich sterbe

Seit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr gehört der Tod auf dem Gefechtsfeld wieder zum Berufsrisiko deutscher Soldaten. Wer sich in einen Auslandseinsatz begibt, muss auf alles vorbereitet sein. Das heißt auch: ein Testament aufsetzen, mit den Familienangehörigen über alle Eventualitäten sprechen, eine Patientenverfügung schreiben, Vollmachten ausstellen oder gar einen Abschiedsbrief verfassen.

Ich bin verwundet

Früher starben mehr Soldaten im Feld an Seuchen aufgrund von unhygienischen Lebensumständen, als durch Kampfhandlungen. Heute bedeutet der medizinische Fortschritt für die Soldaten auf dem Gefechtsfeld eine deutlich höhere Überlebenswahrscheinlichkeit. Im Ernstfall zählt jedoch trotzdem jede Sekunde.

„Die Rettungskette war noch nie so effizient wie heute.”

Ich lebe

Das Überleben eines Einsatzes hinterlässt oft Spuren — sichtbare und unsichtbare. Wunden physicher und psychischer Natur nehmen oft Einfluss auf den Alltag der Soldaten, auch wenn sie schon nicht mehr im Einsatz, sondern bereits wieder zuhause sind. Die Posttraumatische Belastungsstörung ist häufig eine Folge des Erlebten.


Das Magazin

Y wird an allen Standorten der Bundeswehr im In- und Ausland kostenlos verteilt; an Parlamentarier und Journalisten sowie Zivilangestellte und Angehörige der Reserve geschickt. Die interessierte Öffentlichkeit kann das Magazin kostenpflichtig abonnieren.

Konzept, Sprache, Gestaltung und Produktion des Magazins kommen von C3 und entstehen in Zusammenarbeit mit der bundeswehrinternen Y-Redaktion. Besonders bei der Spezialausgabe wird wert auf eine einheitliche Bildsprache, Gestaltung und Stimmung gelegt, da sich diese entlang eines einzelnen Oberthemas orientiert.

Die Bildsprache der Sonderausgabe arbeitet anlässlich des Themas viel mit Symboliken und stellt explizitere Szenen mit Illustrationen dar, um nicht vom tiefer gehenden Inhalt der Artikel abzulenken.

Das Magazin der Bundeswehr kann hier abonniert werden.