Snap it: Eignet sich Snapchat als Marketinginstrument?

Die Social-Experten unserer Partneragentur rethink bringen Licht ins Dunkel rund um das Thema wie Unternehmen Snapchat erfolgreich für sich nutzen können.

Snapchat — Was ist das eigentlich?

Geofilter, Faceswaps, Live Stories — für die Neulinge im Snapchat-Kosmos bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Begriffe. Doch Hilfe nahte bei der dritten Beer & Brainfood-Veranstaltung von unseren Kollegen bei rethink. Jasmin berichtet in diesem Gastbeitrag von der Veranstaltung, die sich um das Thema Snapchat als Kommunikations- und Marketingkanal drehte:

Jasmin Elliot — rethink Volontärin Content Marketing

Zu Gast waren die Snapchat-Experten Mat Richter und Maike Penzec von der Multi-Channel-Plattform Studio 71. Schnapp-schüsse aus dem Publikum wurden mit Hilfe weniger Swipes zu digitalen Kunstwerken veredelt und in die Welt hinausgeschickt — so wie es laut Studien die jungen Snapchat-User zwischen 16 und 24 Jahren tagein und tagaus machen. In Deutschland sind das immerhin 9 Millionen aktive User die täglich Snaps per App versenden. Womit wir zur zentralen Diskussion des Abends kommen: Wie können Unternehmen eben diese User mit ihren Stories erreichen?

Snapchat als erfolgreiches Marketing-Instrument

Die wichtigste — und zugleich ernüchternste — Erkenntnis zuerst: Snapchat besitzt unglaublich viel Potenzial, ist jedoch bislang noch verhältnismäßig eingeschränkt nutzbar für Unternehmen in Deutschland. Und: Snapchat lässt sich nicht gern in die Karten schauen, ließen uns die Experten wissen. Jedoch hoffe man, dass sich das Unternehmen bald für europäische Kunden öffnen würde.

Das bislang am besten für Marketing-Maßnahmen nutzbare Tool sei die Funktion der Live Storys. Darin können sich Marken mit Anzeigen zu bestimmten Ereignissen platzieren, eigene Live Storys mit ihrem Kanal starten oder individualisierte Filter und Lenses erstellen. Diese sind dann für alle Nutzer innerhalb einer bestimmten Reichweite sichtbar. Stars wie die amerikanische Schauspielern und Sängerin Ariana Grande oder die australische Sängerin Sia haben das bereits mit eigenen Lenses vorgemacht, die sogar weltweit ausgespielt wurden. Aber das kostet. Wie hoch das nötige Budget für solche Werbemaßnahmen ist, ist bislang nicht offiziell bekannt.

Eine weitere Möglichkeit für Firmen ist das Influencer-Marketing auf Snapchat. YouTuber, Vine-Stars und andere prominente Personen haben sich bereits Follower-starke Snapchat-Kanäle aufgebaut. Wie viele Nutzer einem Account folgen, kann jedoch bislang nur der Kanalinhaber oder Snapchat selbst sagen. Der Grund: Snapchat-Profile sind privat. Das macht es zwar schwer, Snapchat zu analysieren, die Beziehung zwischen User und Influencer ist aber wesentlich persönlicher als beispielsweise auf Facebook, so die Experten. Schließlich entscheiden sich Nutzer aktiv dafür, einen empfangenen Snap zu öffnen oder eine Story durchzusehen. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass Markenbotschaften wirklich bei der Zielgruppe ankommen und nicht — wie zum Beispiel bei Facebook — nur darüber hinweg gescrollt wird.

Die Zukunftsaussichten

Services wie Anzeigen und Influencer-Marketing werden bisher vor allem in den USA genutzt. Für deutsche Unternehmen gestaltet sich die Nutzung noch als schwierig, da das Unternehmen bis jetzt keinen Ansprechpartner für den deutschen Markt besitzt. Viel Hoffnung wird in das geplante Londoner Office gesetzt, das eine stärkere Fokussierung auf den europäischen Markt und einen Blick auf Deutschland ermöglicht.

Man darf gespannt sein…