The User Experience of Good Content

UX, UI, UCD — User Design ist in aller Munde, doch für uns ist es mehr als nur ein Buzzword. Das WAS IST WAS mit unserer UX Designerin erklärt warum.

Wir freuen uns über die Verstärkung unseres Design-Teams durch die Senior UX Conceptioner Phillip Schiedel und Melanie de Jong. Und wir suchen noch weitere 5 neue Kollegen im UX-Bereich. Doch warum bauen wir unsere UX Abteilung so stark aus? Warum ist die User Experience so wichtig für Marken? Und macht nutzerfreundliches Design wirklich einen messbaren Unterschied?

Unser Geschäftsführer, Lukas Kircher ist der festen Überzeugung, dass User Experience der Schlüssel zum Erfolg von Content Marketing- Kampagnen ist. “Die Qualität der Schnittstellen zum Konsumenten entscheidet über die Wirksamkeit von Conversational Marketing. Es geht eben nicht nur darum, dass Marken in den digitalen und sozialen Medien mit den Usern in Kontakt treten, sondern vielmehr darum, wirklich hoch attraktiven Gesprächsstoff an die permanent laufenden Konversationen zu liefern, die die User ohnehin bereits untereinander führen. Das verändert die Aufgabenstellung von Agenturen fundamental: Wir planen und gestalten digitale Markenerlebnisse, Produkt- und Service-Ideen und entwickeln smarte Anwendungen, die Kommunikationsanforderungen intelligent lösen und einfach zu bedienen sind.“

Das Design des Nutzungserlebnisses war für digitale Plattformen schon immer die größte Herausforderung. Deshalb haben wir in einem Gespräch mit unserer Senior UX Designer Frederike Manthey versucht, den wichtigsten Fragen rund um das Thema UX auf den Grund zu gehen.

Wie relevant ist UX bei der Markenbildung? Welche Rolle Spielt Content Strategy dabei?

Die zentrale Aufgabe des UX-Designs ist, es dem Nutzer ein möglichst positives interaktives Markenerlebnis zu schaffen, da die erste interaktive Berührung eines Konsumenten mit einer Marke oft über den zugehörigen digitalen Markenauftritt geschieht. Damit hat die Gestaltung des digitalen Gesichts einer Marke eine enorme Verantwortung, und eine gute User-Experience bildet die Basis für die Kundenbindung, Markenbildung und das zukünftige Verhalten des Nutzers, wie Empfehlungen und Wiederkehr — und ist somit sehr bedeutend für den nachhaltigen Erfolg der Marke.

Content und das damit einhergehende Markenversprechen sind die Substanz einer Marke. Nutzwert (Utility), Benutzbarkeit (Usability), Erreichbarkeit (Accessibilty) und Ästhetik sind die Mittler. Für das UX-Design bedeutet dies: Ohne gute und strategisch zielführend eingesetzte Inhalte ist es nur eine schöne — aber leere — Hülle …das Orchester ist formiert, jeder spielt ein Instrument, aber keiner kennt die Melodie.

Somit ergeben Content und Design eine Einheit, die in erlebbarer Schönheit aufgehen soll. Ist die Melodie mitreißend und das Design-Orchester fehlerfrei, entsteht die positive Erfahrung, die wir uns für unsere Nutzer wünschen. Dann wird die UX zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ist damit auch die Symbiose von Content Markting und UX erklärt?

Noch längst nicht, denn Content Marketing hat das Storytelling und damit die Content Strategy in die Welt der Markenkommunikation gebracht. Marken haben erkannt, dass die Vermittlung ihrer Botschaft eine erzählerische ist — eine Botschaft, die sich am Konsumenten orientiert und seine Bedürfnisse in den Vordergrund stellt. Genau dies ist auch der Kern des sogenannten User-Centred-Design, ein wichtiger Fokus des UX-Design, der sich mit der Entwicklung eines Nutzererlebnisses auf Basis individueller Bedürfnisse, Ziele und auch Limitierungen auseinandersetzt.

Für das Content Marketing ist eine schlüssige Anordnung von Inhalten, ihrer Erreichbarkeit und Inszenierung im UX-Design essenziell. Dabei stehen Service und Relevanz im Vordergrund. So werden die entscheidenden Ziele des Content Marketings durch eine positive Nutzererfahrung unterstützt und die User-Experience Teil des Markenerlebnisses.

Aber was ist gutes UX-Design und wie ist es messbar?

Es gibt keinen heiligen UX Gral. Jedoch ist gutes UX-Design weder ein Overload an Transitions und Effekten noch ein visueller und struktureller Standard. Gutes UX-Design ist organisch. Es ist abhängig von den zu transportierenden Inhalten, der Architektur des Projektes und dessen Zielen — es unterliegt der stetigen Veränderung durch digitale Weiterentwicklung und den spannenden Möglichkeiten, die sich daraus für die Komfortbildung ergeben.

Eine individuelle Erfahrung zu „messen“, ist ohne unmittelbare Resonanz des Nutzers sehr schwer. Technisch-basierte Verfahren wie die Messung von Verweildauer, Page Impressions oder Conversion Rates können das Verhalten eines Nutzers innerhalb eines digitalen Mediums zwar abbilden, können aber keine verlässliche Vorhersage über die Beweggründe und Resonanz des Nutzers außerhalb dieses Mediums treffen. Daher ist es entscheidend, regelmäßige Nutzerbefragungen durchzuführen. Um außerhalb dieses persönlichen Kontaktes mit einem Probanden ein Bild zur Resonanz der Nutzer auf das digitale Produkt zu erhalten, erheben wir zusätzlich Daten aus der Social-Media-Analyse. Hier wird evaluiert, was und wie über das Produkt und seine Bedienbarkeit im Netz gesprochen wird.

Gibt es absehbare Trends? Wo geht die UX Reise hin?

1) Die Mobilmachung schreitet voran
 Die Entwicklung und Optimierung eines mobil fokussierten UX-Designs ist essentiell. Nutzer erwarten einen mobilen Auftritt einer Marke, der gerätespezifisch optimal bedienbar ist und performed.

2) Personalisierung — erst aktiv, dann passiv, jetzt responsiv
 
Neben einem responsiven Design wird eine responsive, d.h. Geräte-übergreifende Personalisierung immer zentraler für die UX. Personalisierte Erfahrungen ermöglichen eine individuelle Ansprache und die Präsentation des richtigen Contents zur richtigen Zeit an jedem digitalen Berührungspunkt.

3) Innovativer Content im extrovertierten Gewand
 UX-Design muss sich um einen inhaltlichen Fokus herum entwickeln. Design, das die Funktion erfüllt, einen Content in Szene zu setzen, ist aus dem Content heraus geboren — nicht umgekehrt. Inhalte entstehen demnach zuerst und werden damit Tonangebend für das Design.

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