14 untrügliche Anzeichen dafür, dass du als Blogger am Ende bist

Du musst nicht bloggen. Wenn es dir zum Hals heraushängt, Druck auf dich ausübt oder gar Unwohlsein verursacht, dann gibt auf! Du must das nicht machen. Die Welt dreht sich auch so weiter.

Es gibt andere, befriedigende Tätigkeiten, mit denen man ein Leben ausfüllen kann. Das Bloggen muss es doch nun wirklich nicht sein. Überlasse das den Wahnsinnigen, die nichts anderes gelernt haben und einfach nicht davon loskommen.

Hast du es über? Hängt es dir schon vorne raus? Bloggst du, obwohl du längst keinen Bock mehr drauf hast? Das Ende ist vielleicht schon da, aber du magst es dir nicht eingestehen. Schau dir die 14 Punkte an.

Die Onlinewelt baut Druck auf. Auf Blogger. Ständig muss man etwas machen; wenigstens sich etwas vormachen. Man muss posten, aktiv sein und anschließend noch Joggen gehen. Immer ansprechbar soll man sein, egal von wem und bei was. Ist doch klar, dass das nicht jeder packt. Aber ist das schlimm?

Nö!

Der Verlust ist der Lauf der Dinge. Es kommt am Ende immer so, garantiert. Was also ist schon dabei, ein Blog aufzugeben? Klar, du hast Arbeit und Zeit reingesteckt, eine Menge vielleicht sogar. Hast dich daran abgearbeitet, dich gequält. Aber hatte all das nicht auch sein Gutes? Du hast gelernt, dich weiterentwickelt. Möglicherweise ja eben gerade bis hierhin. Jetzt hast du dich darüber hinaus entwickelt. Bist größer als das Blog geworden. Wenn das kein guter Anlass ist, damit aufzuhören, dann weiß ich auch nicht. OK, es könnte auch einfach Scheitern sein. Es war zu viel für dich. Kommt auch vor.

Wenn sogar Slow Blogging auf dich wie ein Stressfaktor wirkt, dann ist es an der Zeit, den finalen Schritt zu gehen. Sei konsequent. Hab ein Einsehen. Mach einen Punkt. Schmeiß den Scheiß einfach hin!

14 ziemlich sichere Anzeichen dafür, dass du als Blogger am Ende bist

  1. Du wirst schlampig, wo du es vorher nicht warst.
  2. Du kannst dich nur noch zum Bloggen aufraffen, wenn dir etwas ganz gehörig auf den Zeiger geht.
  3. Du bloggst über Wochen gar nichts, um dann förmlich zu explodieren. Es sei denn, das war auch vorher schon dein Stil.
  4. Du probierst ständig neue Themes und bastelst am Design herum, aber schreibst nichts mehr.
  5. Deine Pläne für die Zukunft werden zunehmend größer als deine Taten.
  6. Du schreibst nur noch Entwürfe. Aber viele!
  7. Du schreibst nur noch selten, weil deine Gedanken längst woanders sind.
  8. Es lohnt nicht, weil dir kein Thema mehr wichtig genug, kein Gedanke originell genug erscheint.
  9. Du hast bereits alles aufgeschrieben. Mehr ist einfach nicht drin.
  10. Du versprichst deinen Lesern, häufiger zu bloggen.
  11. Du hältst nur noch die Hand auf und postest fast ausschließlich Kooperationen und Werbung.
  12. Du lieferst nur noch Kurzbeiträge, obwohl dir lange Stücke besser liegen.
  13. Der Blick aufs Blog macht dich traurig.
  14. Der Gedanke ans Bloggen, erzeugt ein schlechtes Gewissen.

Erkennst du etwas wieder? Mehrere Punkte vielleicht sogar? Dann zieh die Reißleine. Und lass es doch endlich sein!

Keine Zeit zu haben, ist übrigens kein Grund. Das Problem kennt wohl jeder. Ist eine Sache des Zeitmanagements. Eine man eine Sache wirklich liebt, und Blogger lieben ihre Blogs, dann kriegt man das hin.

Hier ist ein unterhaltsames 5-Minuten-Video von Ronja über das Aufgeben. Leider konnte ich es nicht direkt einbinden.

Was wird dann aus dem Blog?

Du musst dein Blog auch nicht gleich löschen. Kannst es ja als eine Art Museum früherer Taten im Netz lassen. Denke daran, die Kommentare zu deaktivieren, die Pingbacks abzuschalten und das Ganze ein bisschen mit schützender Plane zu bedecken. Deaktiviere und lösche möglichst viele Plugins.

Vergiß nicht deine E-Mail-Liste einzumotten, indem du die Adressen löschst und sage das auch in deinem Abschiedspost. Genau, ein letzter Gruß an deine Leser sollte drin sein. Muss aber nicht, wenn die Energien nicht mehr ausreichen.

Möglicherweise ist es eine gute Idee aus einem WordPress eine Sammlung statischer Seiten zu machen. Dann musst du dich nicht mehr um Updates kümmern. Die statischen Seiten kannst du auch gut auf einem Computer speichern. Musst sie nicht im Netz lassen. Statische Seiten erzeugst du, logisch, mit einem Plugin. Am gefragtesten ist Simply Static. Übrigens auch eine gute Lösung für Portfolios und ähnliche selten aktualisierte Seiten. Denn es macht das Blog schneller und sicherer.

Du kannst dein Blog auch auf eine andere Weise konservieren, indem du ein Buch daraus machst. Einen echten, gedruckten Schmöker für die Erinnerung. Mit Digitaldruck ist das heutzutage kein Problem und finanziell locker leistbar — ein Exemplar reicht ja. So kannst du deine bloggerischen Heldentaten eines Tages sogar noch deinen Enkeln zeigen — und heimlich immer mal wieder selbst drin blättern.


Originally published at conterest.de.