Master Proposal

Dokumentation von
dynamischen / interaktiven
Elementen

Die Möglichkeiten wie Developer und Designer die Geschichten ihrer digitalen Produkte erzählen entwickelt sich stetig weiter. Spätestens mit dem Aufkommen von gestenbasierter Hardware und einfach zu handhabenden Animationslibraries sind dynamische und interaktive Elemente aus dem Storytelling nicht mehr wegzudenken. Seit einigen Monaten poppen deshalb immer wieder neue Tools auf welche Designer in ihrem interaktiven Gestaltungsprozess unterstützen.

Tools wie Origami, Pixate oder Principle helfen dabei dynamische Systeme zu explorieren und zu gestalten, doch wenn es darum geht Ergebnisse für das Team, die Developer oder den Kunden festzuhalten, kränkeln alle.
Die Meisten dieser Tools bieten es zwar an die Prototypen in Videoform, als Code oder (eventuell) interaktiv abzuspeichern, dennoch fehlt es an der Möglichkeit Verhaltens- und Bewegungsregeln abzuleiten und diese nachhaltig zu sichern und erlebbar zu machen. Dies ist vor allem dann spannend, wenn das Produkt oder die Marke für die gearbeitet wird sich über branded Animations oder branded Interactions definiert.

Wie solch eine Dokumentation für dynamische/interaktive Elemente aussehen kann zeigt Google mit seinem Material Design Guidelines.
Auch wenn nur ganz grundsätzliche und sehr offen gehaltene Interaktionsregeln in diesen Guidelines eingeführt werden, wird klar, dass es unverzichtbar ist diese in einem interaktiven Format darzulegen.
Ganz im Gegensatz dazu und deshalb auch total ungeignet dafür, stehen die klassischen Styleguides die für Print oder zumindest in dem für Print vorgesehenen PDF Format erstellt werden.

Bisher gibt es noch kein perfektes Tool welches Designer dabei unterstützt ihre dynamischen und interaktiven Systeme zu dokumentieren. Aus eigener Erfahrung kann ich deshalb sagen, dass solch ein Vorhaben meist nicht umgesetzt oder stiefmütterlich behandelt wird, da es einfach zu teuer/aufwendig ist eine eigenes Dokumentationsframework dafür aufzubauen. In Zukunft könnte sich dies aber ändern, da Angebote wie Frontify oder Pattern Lab auf eine digitale und interaktive Art der Dokumentation setzten.

tl;dr:
Die aktuelle Art Styleguides zu erstellen eignet sich nicht um animierte oder interaktive Elemente zu beschreiben. Diese wird aber in Zukunft immer wichtiger werden.


Ziel der Arbeit — /* In Arbeit */

Da es noch keine genau definierten Anforderungen an eine Dokumentation von dynamischen/interaktiven Systemen gibt, gilt es zunächst einmal diese zu definieren. Dazu werden die aktuellen Design- und Dokumentationsprozesse untersucht [1.1 | 1.2] und mit Hilfe von (u.a.) Tiefeninterviews die Bedürfnisse der verschiednen Stakeholder festgestellt [1].

Diese Bedürfnisse sollen dann in einem zweiten Schritt in ein Anforderungensprofil [2] übersetzt werden, um dann daraus interaktive und dynamische Designpatterns zu entwickeln [2.1] die dann wiederum in ein Tool eingebettet werden können [3].

Im dritten Schritt wird das Tool dann (prototypisch) umgesetzt [4], getestet [5] und ausgewertet werden .

Dieser Artikel ist Teil des Master Proposals im Master Studiengang Interaction Design an der HS Magdeburg-Stendal. Mit ❤ im Entstehen. SoSe 2015.