Manchmal möchten auch Nicht-Blogger einen Blogbeitrag posten.

Bloggen für Nicht-Blogger, z.B. bei Medium

“Ich würde gerne bei dieser Blogparade #KindUNDKarriere mitmachen. Aber dafür braucht man ein Blog. Die Zeit hab ich nicht. Was nun?”

Diese Frage stellte mir kürzlich eine Bekannte bei Twitter.

Was also tun?

Medium als Gelegenheitsblog

Es gibt sie häufiger: Menschen, die gerne mal einen Text im Web veröffentlichen würden, aber selbst kein Blog betreiben möchten. Weil’s zu viel Aufwand sei, weil die Kontinuität nicht gewährleistet werden könne, weil’s zu viel Technik erfordere…

Gründe für das “nur” gelegentliche Schreiben, die sie anführen, sind zum Beispiel:

Der Drang zur Stellungnahme zu einem speziellen Thema
Der Aufbau von Reputation ohne die Pflicht zum Dauerbloggen
Die Teilnahme an einer Blogparade
Das Berichten über oder Zeigen von Fotos zu einer Veranstaltung

Genau für diesen Zweck bieten sich Plattformen wie Medium oder Tumblr an. Hier haben Sie Ihr Konto und schreiben drauf los.

Medium finde ich persönlich sehr geeignet und schön. Ist es doch im Vergleich zu anderen Plattformen übersichtlich, strukturiert und “seriös”.

Es ist überdies sehr einfach zu bedienen. Formatierungsregeln gibt es nur wenige. Eigentlich schreibt es sich wie in Word oder Pages — nur eben direkt online in der Cloud. Wichtig ist: Sie entscheiden über den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Solange Sie nicht auf “Publish” klicken, ist Ihr Beitrag für andere nicht zu sehen.

Bilder und Links können bei Medium auch sehr einfach eingebunden werden. Das kann eigentlich fast jeder.

Und das Beste ist: Ihr Beitrag kann geliked werden und auch in anderen Plattformen wie Twitter, Facebook, Google Plus oder gar XING oder LinkedIn geteilt werden und erreicht so auch eine ordentliche Reichweite.

Wer also nur selten etwas bloggen will, ist mit einer Plattform wie Medium ganz gut bedient.

UPDATE: Mittlerweile gibt es bei LinkedIn die Möglichkeit des Veröffentlichens von Beiträgen für alle Mitglieder: LinkedIn Pulse. Allerdings innerhalb der LinkedIn-Community.

Bloggen für Nicht-Blogger: Alternativen sind Gastbeiträge

Besser sind Gastbeiträge in etablierten Blogs. Wenn Sie zu Ihnen und Ihrem Thema passen.

Blöd nur: Gastbeiträge bieten Blogger lieber anderen Bloggern. Und genau dann, wenn Sie dieses wichtige Thema schreiben wollen, finden Sie natürlich niemanden, der Sie einen Gastbeitrag schreiben lässt.

Also doch wieder: Medium.

ACHTUNG: Bloggen auswärts kann gefährlich sein

Es gab mal eine Blogplattform, die hieß Posterous. So manche setzen drauf und wurden kalt erwischt. Posterous wurde nämlich einfach abgewickelt. Und die Nutzer sicherten hektisch ihre Inhalte. Was aber weg war: Kommentare, Likes, Verlinkungen von auswärts. Die ganze Social-Komponente.

Gleiches geschah mit der XING-eigenen Blog-Plattform “XING-Themen”, das ich selbst sehr schätzte. Seinerzeit gab es Menschen, die dort tatsächlich ihre gesamte Reputation als Schreiber Ihrer Branche aufbauten.

Und dann schaltete XING die Themen innerhalb von zwei Wochen ab. Weg waren auch dort alle Verlinkungen, Kommentare etc.

Die Moral von der Geschicht’:

Auswärts zu schreiben ist besser, als nichts zu tun. Es erhöht die Sichtbarkeit und bietet die Chance, sich in Debatten und Diskussionen der Fachwelt einzumischen.

Auswärtes zu bloggen ist aber immer die zweitbeste Möglichkeit. Und wer daran wirklich Spaß findet, wird früher oder später dann doch ein eigenes Blog betreiben.

Aber fangen Sie doch einfach mal bei Medium an …

P.S. Für die Blogger unter den Lesern: Medium lohnt sich durchaus als “Klein-Lummerland” Eures eigentlichen Blogs.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‘Systematisch Kaffeetrinken’ und Social Media Enthusiast. Als Geschäftsführer der “LVQ Weiterbildung gGmbH” beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.