Bitte bezeichne dich nicht als “Kreativ” — und auch nicht als “Experten”

Walter Epp
Aug 9, 2017 · 2 min read

Ich habe vor kurzem einen Artikel über das Kreative Schreiben veröffentlicht.

Das habe ich getan, weil viele Menschen danach fragen und einfach von diesem Wort “kreativ” besessen sind.

Ich persönlich kann dieses Wort nicht leiden.

Es ist so unkreativ.

Kennst du solche Bewerbungen?

“Ich arbeite selbständig, zielorientiert und kreativ…”

Ich habe viele Bewerbungen Korrektur gelesen, deshalb kommt mir dieser Satz schon zum Halse raus.

Mein Tipp: Wenn du wirklich kreativ bist, dann bezeichne dich nicht als kreativ.

Das ist so einfallslos.

Und:

Wenn du wirklich ein Experte bist, dann bezeichne dich nicht als Experten — es zeigt nur, dass du keine Ahnung hast.

Ich muss immer lachen, wenn sich andere als “Text-Experten” bezeichnen. (Geh mal auf Linkedin oder Xing, da gibt es genug).

Warum?

Weil selbst die großen Schreiber unserer Zeit (wie z.B. auch Stephen King, der Meister des Storytelling) sich niemals als Experten bezeichnen würden, weil sie wissen, welche Verantwortung mit diesem Wort einhergeht.

Henry Ford sagte es auch schon:

„Niemand, der seine Arbeit tatsächlich versteht würde sich einen Experten nennen.“

Und obwohl ich Ahnung vom Bloggen habe und damit auch mein Geld verdiene, bezeichne ich mich niemals selbst als Experten.

Ich lasse andere für mich sprechen.

Und meine Taten.

Es gibt also die absolute schlimmste Selbstbezeichnung:

“Kreativer Experte”.

Wenn dir jemand mit solch eine Visitenkarte begegnet, dann lauf weg.

Oder ruf die Ghost-Busters.

Dein Walter

Walter Epp
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