Dieser banale Trick hilft mir, meine Schreibblockade zu überwinden

Es gibt solche Tage.

Schreiben, löschen, schreiben, löschen.

Schimpfen, jammern, ablenken.

Und dann wieder von vorne.

An solchen Tagen will der Artikel einfach nicht fertig werden.

Egal.

Ich fange dann einfach einen anderen Artikel an.

Doch halt!

Das ist ein Fehler.

Damit zerstörst du deine Schreibroutine. Schreiben wird sehr frustrierend.

Es ist als ob du 3 Stunden lang gekocht hast, es am Ende aber trotzdem nichts zu essen gibt. Denkst du, du wirst das nächste Mal noch Lust haben zu kochen?

Wohl kaum.

Wenn du einen Artikel nicht beendest, dann beendest du den nächsten auch nicht. Das Anfangen und “Nicht-Beenden” wird zur Gewohnheit.

Aufgeben wird zur Gewohnheit — schneller als du es merkst.

Schneller als du willst wirst du ein Autor mit 1.000 Entwürfen — und null fertigen Artikeln.

Von Büchern ganz zu schweigen.

Die unfertigen Artikel drücken dann auf deine Seele und dein Selbstbewusstsein — und die Spirale geht abwärts.

Das Ende: Eine Schreibblockade.

Was kann man dagegen tun?

Was kann man tun, um nicht 36 Stunden an einem lausigen Artikel zu sitzen, den dann am Ende niemand liest?

Es gibt da einen einfachen Trick.

Dieser Trick ist so banal, dass ihn viele übersehen.

Es ist der Timer.

Benutze einen Timer beim Schreiben.

Stelle den Timer zum Beispiel auf 30 Minuten.

In diesen 30 Minuten musst du einen 500-Wörter-Artikel komplett zu Ende schreiben.

Wenn der Timer klingelt, dann wird nicht mehr geschrieben. Es ist Abgabetermin.

Warum hilft dir diese Technik, Schreibblockaden zu überwinden?

1. Der Timer zwingt dich abzuschließen

Ohne Timer können wir ewig schreiben, löschen, schreiben, löschen.

Mit Timer weißt du, dass du etwas produzieren musst — egal wie schlecht es ist.

Du darfst kein leeres Blatt abgeben.

2. Du lieferst einen ersten Entwurf

Schreibblockaden entstehen, wenn wir von Anfang an perfekt sein wollen. Wir redigieren dann schon während des Schreibprozesses.

Das ist ein Fehler.

Erst schreiben.

Morgen redigieren.

Noch ein Schreibtipp: Trenne immer das Schreiben und Recherchieren voneinander.

3. Gewinnen wird zur Gewohnheit

Wenn du regelmäßig deine Artikel abschließt und publizierst, dann erlebst du einen kleinen Sieg.

Dieser Sieg sorgt für Endorphine in deinem Körper — ein Glücksgefühl.

Du fühlst dich erfolgreich und motiviert.

So wirst du Lust haben, dich wieder hinzusetzen.

Es ist als ob du gekocht hast und am Ende dein eigenes Essen genießen darfst.

In diesem Fall wirst du immer wieder kochen.

Wenn du mit deinem Schreibprozess unzufrieden bist und das Bloggen manchmal frustrierend ist, dann probiere es mal aus.

Benutze einen Timer.

Dieser kleine Coach wird deiner Schreibe in den Hintern treten.

Schreib großartig, sei großartig.

Dein Walter

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