Woran du erkennst, dass du den falschen Job hast

Ich bin 31 und hatte noch nie einen echten Job.

Ich war noch nie angestellt.

Nach dem abgebrochenen Jura-Referendariat habe ich mich sofort selbstständig gemacht.

Trotzdem habe ich es geschafft, ein paar “Jobs” zu machen, die ich gehasst habe.

Es waren Jobs, in denen du öfter auf die Uhr geguckt hast als der Kuckuck überhaupt zählen kann.

Nach einer Weile nimmst du die Uhr von der Wand und untersuchst sie.

“Vielleicht ist sie ja kaputt. Wieso vergeht die Zeit so langsam?”

Einer dieser Jobs war direkt nach meinem Abitur: der berühmte Bademeister. Genauer gesagt war ich Rettungsschwimmer.

Bei diesem Job verging die Zeit im Schneckentempo.

Ich schaute zu, wie alte Damen ihre Bahnen schwommen. Ihre grauen Frisuren sahen aus wie Pusteblumen auf dem Wasser.

Nach 3 Stunden schaute ich auf die Uhr und es waren erst 15 Minuten vergangen. Reich wurde man durch die Bezahlung auch nicht.

Das Anstrengendste an diesem Job war nicht die physische Arbeit — ich freute mich sogar, wenn ich mich bewegen konnte.

Das Anstrengende war das Nichtstun. Die Unterforderung. Die Langeweile.

Und das ist es, was Menschen auf ihrer Arbeit müde macht: Langeweile.

Ein “harter” Job ist nicht so ermüdend wie ein langweiliger Job. Wenn dieser langweilige Job auch noch “hart” ist, dann arbeitet man direkt in der Hölle.

Woran erkennt man also, dass man den falschen Job hat?

Du bist im falschen Job, wenn du ständig auf die Uhr schaust.

Wenn du dich auf die Mittagspause schon um 9 Uhr morgens freust.

Wenn du Freitag zujubelst, als wäre es Weihnachten, Ostern und Geburtstag in einem.

Und das passiert meist aus Langeweile. Weil du unterfordert bist. Weil du unter deinem Potenzial lebst.

Die Lösung?

Noah baute seine Arche 100 Jahre lang, weil er wusste, dass er sie eines Tages brauchen würde.

Genauso solltest du neben deinem jetzigen Job eine “Arche” bauen, die dich später aus diesem Job retten kann.

Bau etwas auf: ein Business, einen Blog, eine Erfindung. Wenn nichts geht, dann “baue” wenigstens deine Erfahrung auf und bilde dich fort. Damit du einen besseren Job bekommst.

Denn wenn nichts baust, dann wirst du für immer in diesem Job bleiben.

Ohne Arche bist du verdammt für immer den Montagsregen zu ertragen, bis nichts mehr von dir zu sehen ist.

Meine Arche war mein Blog, den ich mir neben dem Studium aufgebaut hatte. Dank meines Blogs hatte ich von Tag 1 Kunden und musste nie ins Hamsterrad. Ich durfte meinen Traum leben.

Hier eine Lebensweisheit von Steve Jobs zum Thema Berufswahl:

„Der einzige Weg, um großartige Arbeit zu vollbringen, ist zu lieben, was du tust. Wenn du es noch nicht gefunden hast, dann suche weiter — gib dich nicht vorher zufrieden.“

Tue, was du liebst. Liebe, was du tust.

Sei großartig,

Dein Walter

PS

Als Angestellter kannst du rein rechnerisch nie wirklich reich werden. Deshalb wozu dran klammern? Baue deine Arche so früh wie möglich und los geht die Reise. Das Leben ist zu kurz für einen Job, den man nicht liebt.