Weil sich zwei Jahre nicht krasser unterscheiden können

Hach was war 2015 für ein krasses Jahr. Es gab mir all die Saat die ich 2014 gestreut hatte. Irgendwann da fing ich gegen Mitte des Jahres quasi durch einen Zufall an auf AllAboutSamsung.de zu ‚bloggen‘. 2016 hingegen hat mir jetzt schon die Faust ins Gesicht gebohrt.

2014 säte ich zusammen mit dem heute „nur“ noch IT-Guy Chris und Beelzebub aka Lars eine Menge News und durfte, trotz mangelnder Messe-Erfahrung, auf deren Kosten direkt mit auf die IFA. Meine Arbeit bestand trotzdem quasi in dem was ich sonst auch tat: News aus dem Netz (ggf. auch von vor Ort) fischen und online bringen. Zwischendurch auch mal Liveticker halten die mich auch heute gerne noch mal überfordern.

Chris bastelte währenddessen immer mal wieder am Server, Lars produzierte etwa 892347 Videos. Aber die Arbeit macht auch nur 70 Prozent der IFA aus, die restlichen 30 Prozent gehen dann für sowas wie „Networking“ drauf. Wer den Begriff nicht kennt: Man unterhält sich mit einer Gruppe von gleichgesinnten und betrinkt sich dabei, siehe @BlognBurger.

Anscheinend war mein Eindruck bei Lars aber so gut (vielleicht hatte er auch keine Alternative?), dass er mich aufgrund eines besetzten Termins nach Vegas schickte. Das Gespräch (am 22.12.14) lief telefonisch, klang in etwa so:

Lars: Na, was machst du gerade so?
Dustin: Anstrengendes Zeug, Geschirr spülen.
Lars: Alles klar. Du fliegst nächste Woche übrigens nach Vegas.

Joa, ein nettes „Guten Montag Morgen!“ hätte ich eher erwartet. Also schnell mit Samsung die neuen Flüge buchen und Zeugs erledigen, zum Beispiel einen Reisepass besorgen. Am 22. Dezember. Gut, dass der Kollege mich so früh angerufen hat, gegen 13 Uhr hätte das Amt nämlich für mehrere Tage zu gemacht. Also ab in die Stadt: Einmal Reisepass im Expressverfahren, bitte. Über 100 Euro. Am 1. Januar konnte er dann abgeholt werden, am 3. ging der Flug. Für die CES selbst nur eine kleine Anekdote: Du bist mir zu unübersichtlich, trotzdem aber aufregend. Anekdote zu den Leuten: Casi, Caschy und Julian F. sind die geilsten!

Es folgte eine lange Ruhe. Zwischendurch erwarb ich mir mein Abitur an der Gesamtschule. Während der Showstoppers auf der IFA 2015 gab es dann eine Mail für zwischendurch: „Einladung zur SSD Summit 2015, Seoul“. Alles klar, my body ist ready. Zusammen mit einer Gruppe die aus gut 10 deutschen Leuten bestand ging es dann von Frankfurt aus nach Incheon und anschließend mit dem Bus nach Seoul ins „The Shilla“. Fucking fünf Sterne. Die Leute haben die Wünsche von den Lippen abgelesen, da habe ich noch nicht mal angefangen diese zu bewegen. Die allgemein verkackte Planung war aber ok, dafür waren wir betrunken genug. Anekdote zur Summit: Unfassbar viel Reisezeit für unfassbar wenig Arbeit. Anekdote zu den Leuten: Marcel, Volker, Wallner und Anja sind die besten!

Später ging es im Rahmen der 1&1 Hardwareloung dann noch mal nach Montabaur zur Firmenzentrale und dem Verpackungs- und Versandkomplex. Mit am Start waren unter anderem der altbekannte @GillyBerlin, @Mobitigger sowie @Jo_Ke und @NiklasJutzler. Also halb Mobiflip und noch mehr. Nach Montabaur folgte Frankfurt, Hi! Spencer, Alkohol und eine super geile Party.

Zum Jahresabschluss ging es dann noch mal kurz nach Berlin und München. Einblicke in die Abläufe der Reparation von Smartphones — sehr interessant! In München wartete dann eine Jahresabschlussfeier mit Samsung und viel Glühwein. Am nächsten Tag dann eine einmalige und exklusive Sightseeing Tour mit Christopher von PcMax und dem einmaligen Fuchsphones (der heißt mit Nachnamen wirklich Fuchs!).

Zu guter Letzt trat auch noch ein nettes Mädel in mein Leben das mir mittlerweile seit 7 Monaten auf die Nerven geht — natürlich auch eine liebevolle Art und Weise :-) . Im Grunde also ein Jahr das unschlagbar war. Seit Jahren habe ich das Land nicht wirklich verlassen, plötzlich dieser Segen namens Samsung bzw. AllAboutSamsung. Dann kam 2016.

2016

Es kommt also zum unangenehmen Teil. Wie erzählt man sowas am besten? Liebe Herren: Ihr kennt es. Abends auf der Couch, schöner Film, vielleicht ein Bierchen und was zu Knabbern. Unumgänglich kommt da das kraulen der Eier mit ins Spiel. Doof ist, wenn man dann einen Knubbel findet. Unauffällig, schmerzfrei — für Männer also sofort uninteressant. ‚Ist doch eh nur eine kack Entzündung oder irrelevante Anschwellung, vielleicht habe ich mich ja gestoßen‘. Irgendwann nervt das Ding dann aber doch, besonders wenn es wächst. Nach zwei Wochen hatte ich dann genug, „morgen gehst du zum Urologen“ sagte ich mir. Gedacht, getan. Hingefahren, um einen Check gebeten und gewartet.

Dann ist Behandlungszimmer — Ultraschall. Werdegang erzählen und dann die Diagnose hören: Hodenkrebs. Alles klar, und das im Alter von 20 Jahren. Fick dich 2016. Danach folgten Urinproben und zwecks weiterer Untersuchungen ein Gang ins Krankenhaus. „Eine Operation ist unumgänglich, ich trage sie für morgen ein“. Was beim frühen Hodenkrebs operiert wird? Ihr wollt es nicht hören, aber der betroffene Hoden wird gänzlich entfernt. Zusammen mit allem was da dran hängt. Parallel wird eine Probe des augenscheinlich gesunden Hodens entnommen (bei mir war er gesund). Sehr wahrscheinlich habe ich den Krebs damit auch schon besiegt, aber ein paar Tests werden zur Sicherheit noch durchgeführt.

Jetzt sitze ich hier postoperativ und eineiig im Krankenbett und verbringe meine Zeit damit euch einen großen Tipp zu schreiben. Letztes Jahr lag ich zu dieser Zeit wohl angetrunken in meinem Hotelzimmer in Las Vegas. Also liebe Herren der Schöpfung: Spielt mehr, vor allem genauer, mit euren Eiern. Merkt ihr einen unscheinbaren Knubbel der sehr hart und berührungsunempfindlich ist, der nach kurzer Zeit auch gut wächst, habt ihr vielleicht Krebs. Wer aus Scham nicht zum Arzt geht ist ein absoluter Vollidiot und hat wohl tatsächlich weniger Eier in der Hose als ich.

Beste Grüße,

der Zyklop.

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