Google Chrome: Geräteübergreifendes Arbeiten

Wer kennt es nicht, nochmal eben etwas am heimischen PC nachsehen, etwas hochladen oder ähnliches und dann kommt etwas dazwischen und die Arbeit zu Hause muss unterbrochen werden. Doch eigentlich wäre es doch sehr praktisch, an bereits angefangener Internet-Arbeit weiter zu arbeiten, auch unterwegs im Zug oder als Beifahrer im Auto. Einen sehr einfachen Weg, diese Arbeitsweise komfortabel zu gestalten, hat Google Chrome geschaffen. Der Browser ist der beliebteste auf dem Markt und ist für alle Plattformen verfügbar, in der Desktop-Version für Windows oder Mac oder als App für Apple oder Android.

1. Anmelden

Durch das vereinheitlichen der Internet Aktivitäten bei allen Geräten auf den gleichen Browser ist das Wechseln der Geräte während der Arbeit im Internet überhaupt kein Problem mehr. Dazu muss zunächst ein Google-Konto erstellt werden, viele Internet-Nutzer besitzen bereits eins. Alle Aktivitäten werden nun im jeweiligen Google-Konto gespeichert. Nachfolgend ist eine Anmeldung im Browser auf allen Geräten erforderlich- dann sind auch schon alle Verläufe, Lesezeichen, Passwörter und ähnliche Informationen auf allen Geräten verfügbar. Die Möglichkeit sich im Browser anzumelden ist auf allen Plattformen intuitiv in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Anmelden“ oder „Synchronisieren“ zu finden.

2. Synchronisierungseinstellungen

Sowohl in der Desktop-Version des Browsers als auch in der App können die Inhalte der Synchronisierung beliebig variiert werden. Im Bereich „Erweiterte Synchronisierungseinstellungen“ kann abgehackt werden, welche Informationen in die Synchronisierung aufgenommen werden sollen. Dabei stehen beispielsweise Apps, Lesezeichen, Designs, Geöffnete Tabs und noch viele weitere Optionen zur Verfügung. Zudem sind auch unterschiedliche Einstellungen je nach Gerät möglich, so können zum Bespiel der Verlauf des Desktop-Browsers übernommen werden, aber nicht der des Smartphones. Zusätzlich gibt es noch verschieden Verschlüsselungsmöglichkeiten für übernommene Passwörter.

3. Tabs und Verlauf

Die wohl wichtigste Funktion beim Synchronisieren des Browsers auf verschiedenen Geräten ist das Öffnen von gleichen Tabs und somit auch der Verlauf dieser. Dies ermöglicht Google Chrome mit einem sehr einfachen Weg. So muss die Google Chrome App beispielsweise auf dem Smartphone geöffnet werden, durch den Menüpunkt der drei Punkte in der rechten oberen Ecke klappt sich das Menü des Browsers auf. Hier gibt es die Option „Zuletzt geöffnete Tabs“, es öffnet sich die Seite der kürzlich geschlossenen Tabs, hier ist eine Unterteilung je nach Gerät zu finden. Mit einem Klick auf den jeweiligen Eintrag öffnet sich das gewünschte Tab.

Und schon kann an den Tabs der anderen Geräte weitergearbeitet werden. Jedoch sind auch ältere Einträge auf allen Geräten verfügbar, vorausgesetzt die Option „Verlauf“ ist in den Synchronisierungseistellungen freigegeben. Die Möglichkeit den Verlauf aller synchronisierten Geräte einzusehen wird erneut unter den drei Punkten am oberen Rand freigegeben. Unter der Option „Verlauf“ findet eine Weiterleitung zu einem Tab mit dem gesamten Verlauf statt. Hierbei wird der vollständige Verlauf des genutzten Google-Kontos angezeigt, also der Browser-Verlauf auf allen Geräten. Ein schnelles Navigieren zu Aktivitäten auf anderen Geräten ist hierbei erneut möglich.

Die Option der Synchronisierung kann jederzeit in den Einstellungen deaktiviert werden, jedoch gibt es eine bessere Möglichkeit, um nicht gleich jede Aktivität zu speichern.

4. Inkognito-Tabs

Manchmal kann es vorkommen, dass etwas im Internet nachgeschaut werden muss, ohne dass eventuell der Partner oder die Familie etwas davon mitbekommen. Dies ist sehr häufig bei der Geschenksuche der Fall oder vielleicht bei einem spontanen Urlaubstrip. Sind dann die Browser auf verschiedenen Geräten vernetzt, welche auch verschiedene Personen nutzen, wird da Geheim halten schnell schwierig. Doch auch dafür hat sich Google Chrome eine Lösung ausgedacht, den sogenannten Inkognito-Tab. Dabei ist es möglich relativ anonym zu surfen.

Im Inkognito-Modus hinterlässt der Nutzer immer noch Spuren bei Surfen, wie beispielsweise welche Seite, wie lange aufgerufen wird, über welchen Browser und mit welcher IP-Adresse, jedoch nur für die Websitestatistiken. Das Wichtige dabei ist, dass der Browser- und Suchverlauf nicht auf dem Google-Konto gespeichert wird. Die Aktivitäten im Inkognito-Modus sind nicht durch den Verlauf oder die Option der geschlossenen Tabs einsehbar. Komplett Anonym ist der Nutzer für die Websitenbetreiber jedoch keineswegs, trotzdem steht dem unentdeckten Stöbern für den nächsten Geburtstag somit nichts im Wege und die geräteübergreifende Synchronisierung muss nicht unterbrochen werden.

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