Medium — So funktioniert die neue Plattform

Kleine Einführung und gleichzeitig ein Test für mich


Medium ist eine neue Plattform, die es dem Nutzer besonders leicht macht. Kein kompliziertes Back-End (Was ist das? Bitte rechts auf die kleine “1” klicken), die Konzentration auf die wichtigsten Funktionen und gleichzeitig Feed-Reader und Blog in einem. Ich habe mir Medium angesehen, einen Account angelegt und das Wichtigste notiert, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Die Anmeldung erfolgt dabei mit dem eigenen Twitter- oder Facebook-Account. Dass es sich lohnt, beide Konten mit Medium zu verknüpfen, zeigt sich später in den Einstellungen. Denn hier dann wird deutlich, dass so alle Artikel von Personen, denen man auf Twitter folgt und mit denen man auf Facebook befreundet ist, automatisch im Newsfeed landen. So füllt sich die Startseite bereits von Anfang an mit Content. Interessantem Content höchstwahrscheinlich, schließlich folgt man sich auf Twitter und Facebook.

Überblick der wichtigsten Funktionen

Das sind die wichtigsten Funktionen, nachdem die Anmeldung durch ist:

  • Formatierung: Die ist spielend einfach. Text markieren, Formatierung anpassen, fertig! Zur Verfügung stehen fett, kursiv, als Überschrift formatieren, als Zitat zu markieren, einen Link hinterlegen und die Auswahl kommentieren
  • Kommentare: Diese können im fertigen Artikel dann von allen Lesern direkt am Text gemacht werden. Jeder Absatz kann per mouseover kommentiert werden. Es erscheint ein kleines Icon und es kann losgehen.
  • Außerdem können einzelne Wörter, Wortgruppen oder Passagen beim Schreiben kommentiert werden. Zum Beispiel um die Erklärung für Back-End und mouseover zu hinterlegen. Beim Lesen funktioniert das genauso: Hier steht dann zur Auswahl, den betreffenden Text zu kommentieren oder zu Twittern.
  • Absatz: Mit einem doppelten Zeilenumbruch erzeugt man eine leichte Trennlinie (siehe unten).
  • Bilder: Diese lassen sich in einem einfachen Absatz einfügen. Am Linken Rand erscheint ein +. So lassen sich auch Tweets und ähnliches einbinden.
  • Lesezeichen: Artikel, die Ihnen gefallen, können Sie mit einem Lesezeichen versehen und später lesen anlegen
  • Listen (“Collections”) kann man selbst anlegen und folgen
Update zum Einstellen von einem Titelbild: Medium hat ein paar Möglichkeiten hinzugefügt — Dadurch wird das Ganze aber auch komplexer. So funktioniert es jetzt:
- ganz links am Rand mit der Maus auf die 3 Punkte gehen
- auf das Symbol, das darunter erscheint, klicken
- jetzt das entsprechende Bild auswählen
- zunächst wird das Bild als Hintergrundbild verwendet
- ganz oben ins Bild klicken und im Menü die Position fürs Bild wählen
- großes Rechteck mit einem kleinen Strich darunter steht für das Titelbild

Was an Medium auffällt

Medium überzeugt vor allem mit seinem schlichten Design. Alles ist auf das Wichtigste reduziert und bloggen macht richtig Spaß. Leider ist der Großteil des Contents (noch) auf Englisch. Es gibt allerdings schon Listen, die deutschsprachige Artikel sammeln — in-deutsch zum Beispiel. Was fällt beim ersten Test noch auf? In der rechten oberen Ecke wird die Lesezeit angezeigt. Wie diese ermittelt wird (Wörterzahl oder durchschnittliche Zeit aller Leser bisher) ist nicht klar. Sie vermittelt aber einen Eindruck über den Umfang des Textes.

Update: Laut Netzpiloten berechnet sich die Lesezeit aus der durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit von 275 Wörtern pro Minute. Für ein Bild werden 12 Sekunden eingerechnet.

Es lohnt sich noch ein Blick in die Einstellungen. Denn hier kann man sein konnte noch mit Google+ verbinden. Dadurch wird das Google Authorship für die eigenen Artikel auf Medium ermöglicht. Das heißt, dass die Suchergebnisse von Google mit dem Profilbild und dem Link zum Google+-Profil erscheinen. Also: Unbedingt machen, wenn Sie ein Profil haben!

Dieser Text ist natürlich auch auf meinem eigenen Blog erschienen — als kleiner Test.

Wie sieht es mit Ihnen aus? Haben Sie schon Erfahrung mit Medium gemacht oder wollen Sie es ausprobieren?