Marrakesch - Ziel erreicht!

Ich bin angekommen. Die letzten Tage meiner Reise erhole ich mich in Marrakesch, dann geht’s wieder nach Hause.

Mein Fahrrad ist schon in einem Karton verpackt und wartet auf den Flug am Freitag.

Sonntag 10.9.

An die Aussicht auf das Meer beim Frühstück könnte ich mich gewöhnen. In Kenitra geniße ich außergewöhnliche Gastfreundschaft in einer Villa direkt am Meer.

Beim Durchqueren der Hauptstadt Rabat muss ich mich wieder durchs Verkerschaos kämpfen. Dafür fahre ich danach wieder auf rennradfreundlichen Straßen mit bester Aussicht.

Die Kaffeepause lege ich dann aber ohne Meerblick vor einem Trafohäuschen ein. Ich finde sonst einfach kein schattiges Plätzchen.

Mit 430hm auf 130km gehört die Etappe nach Casablanca zu den flachsten.

Montag 11.9.

Hier in Casablanca ist passiert, was ich in Larache befürchtet habe. Dächer sind eigestürzt! Die größte Stadt Marokkos ist zum Teil verfallen, es ist dreckig, die Luft ist sehr schlecht. Auf einem Gehsteig finde ich sogar die Reste einens ausgenommenen Schafes. Die Leute wirken nicht freundlich und ich habe ein ungutes Gefühl an meinem Ruhetag.

Wirklich imposant ist aber die Hassan 2 Moschee. Das 210m hohe Minarett macht sie zum höchsten religiösen Bauwerk der Welt.

Die Moschee und ihr Vorplatz sehen sehr sauber und aufgeräumt aus. Direkt danach folgt aber eine riesige Baustelle am Strand entlang, die nicht so aussieht, als ob noch an ihr gearbeitet wird. In die andere Richtung gehe ich an leerstehenden Hochhäusern und Slums vorbei. Ich verbringe den Abend im Hotel und bin froh, die Stadt am nächsten Morgen wieder zu verlassen.

Dienstag 12.9.

Heute breche ich meiner letzten Gewalt-Etappe dieser Reise auf. Ich will die Strecke Casablanca-Marrakesch an einem Tag zurücklegen. Auf über 200km gibt es praktisch keine Möglichkeit zu übernachten.

Die ersten 100km sind sehr flach und ich habe leichten Rückenwind. Noch keine Spur von den Bergen, von denen ich in Tanger gewarnt wurde.

Danach geht die Landschaft in sanfte Hügel über. Es wird immer trockener und heißer. Nur noch das Atlas Gebirge trennt mich noch von der Sahara.

Mein Termometer zeigt mir über lange Zeit konstant 43°C an. Heute trinke ich über 8 Liter Wasser.

Auf den letzten paar Kilometern muss ich noch über eine Hügelkette. Richtig steil wird es aber nicht.

So sehen meine Hände nach 241km und 1304hm aus (Ich musste heute keine Reifen flicken, der Dreck kommt einfach aus der Luft). Auch meine Arme und Beine sehen nicht besser aus. Der Lenker war am Anfang der Reise noch weiß.

Ich bin heute schnell unterwegs und komme nach 9,5 Stunden Fahrzeit im Hostel in Marrakesch an.

Zusammenfassung

  • 28 Tage (23 Etappen, 1 Rundfahrt, 4 Ruhetage) + 2 Tage in Marrakesch + 1 Tag Rückflug = 31 Tage
  • Gesamtdistanz: 3325km
  • Gesamthöhenmeter: 27.027hm (ca. 3x Mount Everest)
  • Max. Tagesdistanz: 241km
  • Max. Tageshöhenmeter: 3012m
  • Höchster Punkt: Pico del Veleta 3396m
  • Maximale Temperatur: 44°C
  • 6 Platten, davon 3 an einem Tag. (Immer im Hinterrad) - ansonsten keine Pannen
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