99% des Wachstums im Online-Werbemarkt gehen an Facebook und Google.

DIREKT ZUR STUDIE → JOURNALISM, MEDIA AND TECHNOLOGY TRENDS AND PREDICTIONS 2017

Bernd Oswald hat gestern die Vorhersagen von 13 deutschen Medienmachern gepiqd. Das Reuters Institute legt noch eine Schippe drauf. Nic Newman befragte für seine Studie gleich 143 Verlags-Entscheider in 24 Ländern. Die Mühe hätte er sich ehrlicherweise sparen können. Sehr viel ergiebiger als die Prognosen der hiesigen KollegInnen ist der Report jedenfalls nicht. Vielleicht liegt das einfach an der Branche? Journalismus und Prognosen gehen ja gerade ohnehin nicht so gut zusammen.

Die spärlichen Aufmerker:

  • 99% des Wachstums im Online-Werbemarkt gehen an Google und Facebook
  • Facebook Instant Articles und Facebook Videos (besonders Live) bleiben weit hinter den Erwartungen zurück.
  • Hohe Erwartungen haben die Verlage dagegen weiterhin beim Thema Messenger-Bots (ich persönlich bin da nach anfänglicher Begeisterung inzwischen sehr skeptisch).
  • Sprachsteuerung (Google Assistent, Amazon Alexa) könnte das neue große Ding werden (ich erkenne allerdings noch nicht, wie Verlage damit Geld verdienen wollen). Eintrag in das Buzzword-Vokabelheft in dem Kontext: Zero-UI (weil die Voice-Bots kein Interface haben und nur über die Stimme gesteuert werden).
  • Die größte Hoffnung sehen 47% der Befragten in direkten Zahlungen von LeserInnen (Abos und Einzelverkäufe).

Hinweis: Ich poste hier in unregelmäßige Abständen meine Empfehlungen von piqd. Auf piqd empfehlen 120 KuratorInnen aus den Bereichen Journalismus, Politik und Wissenschaft einmal wöchentlich einen besonders herausragenden Inhalt. In Kurzkritiken wie der hier oben, beantworten sie die Frage “warum ist dieser Link die wertvolle Zeit der Leser wert?”