Beredtes Schweigen: Die IGfM und die Flüchtlinge

Mancher, der in aktuellen Publikationen der Internationalen Gesellschaft für rechte Menschen, pardon: “für Menschenrechte” blättert, staunt über Defizite bei der Behandlung der Migrationskrise ab Spätsommer 2015. Was sagen diese Menschenrechtler zu den “umA”, was zum “sekundären Schutz” oder zum Familiennachzug?
Vor der Wiedervereinigung Deutschlands gab die Gesellschaft eine 124-seitige DIN-A4-Broschüre heraus: “Divided Families an the Denial of Freedom of Movement”. Es ging um DDR-Schicksale.
Im letzten Jahr der DDR, Monate vor der Wiedervereinigung, beklagte sie in ihrem April-Rundbrief 1990 “Kinder fern von Eltern und Heimat”; es ging um angeblich von der SWAPO in die DDR verschleppte Kinder (über das Thema gibt es inzwischen reichlich Literatur und Filme — in deren Licht gewiß die Befreiungsorganisation SWAPO im Zwielicht steht, aber auch die alte IGfM-Propaganda nicht gut aussieht).
Warum dann das Schweigen zu den Schicksalen der Mittelmeer-Flüchtlinge, zu den “divided families” aus Syrien? — Weil es der (I)GfM stets mehr um rechte Politik als um Menschenrechte ging (PDF):

