Beredtes Schweigen: Die IGfM und die Flüchtlinge

Günter Platzdasch
Sep 2, 2018 · 2 min read
Anti-communism welcome! Flüchtlings-Engagement der IGfM 1986 und 1990

Mancher, der in aktuellen Publikationen der Internationalen Gesellschaft für rechte Menschen, pardon: “für Menschenrechte” blättert, staunt über Defizite bei der Behandlung der Migrationskrise ab Spätsommer 2015. Was sagen diese Menschenrechtler zu den “umA”, was zum “sekundären Schutz” oder zum Familiennachzug?

Vor der Wiedervereinigung Deutschlands gab die Gesellschaft eine 124-seitige DIN-A4-Broschüre heraus: “Divided Families an the Denial of Freedom of Movement”. Es ging um DDR-Schicksale.

Im letzten Jahr der DDR, Monate vor der Wiedervereinigung, beklagte sie in ihrem April-Rundbrief 1990 “Kinder fern von Eltern und Heimat”; es ging um angeblich von der SWAPO in die DDR verschleppte Kinder (über das Thema gibt es inzwischen reichlich Literatur und Filme — in deren Licht gewiß die Befreiungsorganisation SWAPO im Zwielicht steht, aber auch die alte IGfM-Propaganda nicht gut aussieht).

Warum dann das Schweigen zu den Schicksalen der Mittelmeer-Flüchtlinge, zu den “divided families” aus Syrien? — Weil es der (I)GfM stets mehr um rechte Politik als um Menschenrechte ging (PDF):

Dokumentation “Die sogenannte Internationale Gesellschaft für Menschenrechte — Eine rechte Grauzonenorganisation”

Herbst 2019: IGfM-Umzug von der Borsigallee 9 (rund 600 m²) in die Edisonstr. 3–5 (mehr als 700 m²)
Günter Platzdasch

Written by

Jurist & Journalist | Jena

Welcome to a place where words matter. On Medium, smart voices and original ideas take center stage - with no ads in sight. Watch
Follow all the topics you care about, and we’ll deliver the best stories for you to your homepage and inbox. Explore
Get unlimited access to the best stories on Medium — and support writers while you’re at it. Just $5/month. Upgrade