Cafe bau bau

Wer sich mit Freunden gerne zum Kaffeetrinken verabredet, aber mal keine Lust auf den Trubel in der Innenstadt hat und trotzdem in Zentrumsnähe sein möchte, für den hab ich jetzt genau den richtigen Tipp!

Ungefähr einen halben Kilometer aus dem Zentrum raus, direkt am Johannapark, da befindet sich das Künstlercafé „bau bau“. Dort, in einem futuristischen, halb verglasten und stilvollen Neubau kann man, mit Blick ins Grüne, dem Leipziger Stadtgetümmel mal entspannt den Rücken kehren.

Künstlercafé klingt jetzt natürlich so als würden da nur Hipster mit ihren Macbooks sitzen und Rhabarbersaftschorle trinken — tatsächlich habe ich auch so jemanden beim letzten Mal, als ich da war, gesehen — aber ob ich nun bei Starbucks dieses Bild habe oder woanders ist letztendlich auch nicht wichtig, solange man in guter Gesellschaft das Ambiente genießen kann. 
Im bau bau hat man gar nicht die Chance überhaupt auf andere Gäste zu achten, da man einfach viel zu sehr von den Besonderheiten des Lokals eingenommen wird. Nicht ohne Grund heißt es Künstlercafé, denn der Gastraum des Cafés ist Kunstprojekt im Rahmen der Galerie für Zeitgenössische Kunst, welche sich in der großen Villa direkt neben dem Café befindet. In regelmäßigen Abständen darf ein Künstler die komplette Raumgestaltung des Lokals ändern. Was jedoch immer bleibt, ist der tolle Blick durch die Glasfassade in den Johannapark. Naturfeeling und das, obwohl man eigentlich mitten im Zentrum der Stadt ist. Was das angeht muss man aber auch einfach sagen, dass Leipzig mit seinen vielen Grünflächen unschlagbar ist!

2014 wurde der Entwurf der in London lebenden Künstlerin Céline Condorelli in dem Café umgesetzt. Auffallend sind dabei vor allem die skizzenhafte Wandgestaltung sowie die Sitzgruppen, die in meinen Augen einen nostalgischen DDR-Charme besitzen — aber so viel von Kunst versteh ich dann auch nicht. Der Fokus soll mitunter auf der Verarbeitung verschiedener Materialien liegen. Kupferrohre als Tischbeine und Lampenhalterungen, Tischplatten, die mit PVC überzogen sind und andere Kleinigkeiten warten darauf, von den Gästen in Augenschein genommen zu werden.
Das bau bau lädt täglich ab 10.00 Uhr zu Kaffee und Blechkuchen ein. Eine Küche gibt es nicht, aber es werden dennoch Kleinigkeiten wie Suppen angeboten. Abends verwandelt sich das Café in eine Bar, in der ihr alkoholische Getränke, darunter auch einige Cocktails, genießen könnt. 
Dazu noch ein kleiner Tipp: Unter der Woche ist abends nicht viel Betrieb im Café. Also ist es ein schöner Ort für romantische Dates, bei denen man ungestört sein kann.

Bald ist es wieder soweit und das Künstlercafé wird wieder umgestaltet. Ich bin schon gespannt auf das neue Konzept und werde, wenn es soweit ist, darüber berichten.

Öffnungszeiten:
Montag — Samstag: 10 h — 24 h
Sonntag: 10 h — 19 h

Adresse:
GfZK
Karl–Tauchnitz-Straße 9–11
D-04107 Leipzig

Weitere Infos gibt’s hier:

Galerie für Zeitgenössische Kunst

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