Es gibt diverse Gründe, weshalb sich jemand sexuell verirrt haben kann, psychischer Druck, Identitätsverweigerung durch ein ungutes Umfeld, fehlende Liebe durch die Eltern im Vergleichb zu Geschwistern (ausgesondert fühlen), alles in frühen Kindheitstagen datierbar. Daraus können Menschen resultieren, die den Widerstand suchen, weil sie sich nur durch Reibungen mit dem Verpöhnten lebendig fühlen und dadurch jene Gefühle der kribbelnden Aufregung auf etwas/jemanden anderen projizieren, weil es als “verpöhnt” gilt. Menschen, die sich selbst nicht kennen, neigen dazu, sich herauszureden, dass sie Neigungen nicht steuern könnten, dabei hat alles einen Ursprung, den man auflösen könnte, wenn man denn bereit wäre, sich dem zu stellen. Wählt man stattdessen den sekundären Leidensweg und ist fest davon überzeugt, diese Gefühle wären nicht durch Traumata, schlechten Erfahrungen oder aus dem eigenen Willen heraus entstanden,
Ein Beispiel:
Raucher möchten sich auch Jahrzehnte lang oft nicht eingestehen, dass sie einer Sucht unterliegen und es möglich wäre, diese loszulassen. Man müsste aber eben zuerst zu der Erkenntnis kommen, dass nicht die Nichtraucher das Problem sind, sondern die eigene Sucht und dann durch ein Tal der Entbehrungen und Strapazen bis man davon befreit ist. Das ist natürlich eine eher körperliche Sucht, während die sexuelle Orientierung zumindest in großen Teilen im Unterbewussten stattfindet. Dort, wo all unsere guten und vergessen-geglaubten, schlechten Erfahrungen, Glück und vergrabene Traumatas treu verstaut sind und Einfluss auf unsere Entscheidungen und Neigungen haben.
Ein anderes Beispiel:
Von Frauen in Machtposition missbrauchte oder gemobbte Jungen im Kindesalter könnten durch ungelöste Traumata solcher Natur im Erwachsenenalter beispielsweise Gefallen an dem Vergewaltigen von Frauen mit Selbstbewusstsein oder großem Ego finden, da sie es als befriedigend empfinden, Frauen mit “Macht” zu bestrafen und somit nie verarbeitet hatten, was sie durchlebt hatten. Die Unnatürlichkeit hierbei ist offiziell gestempelt natürlich ohne jeden Zweifel, doch letztendlich möchte ich damit zum Ausdruck bringen, dass vieles, vieles mehr in der Psyche vergraben ist, als der/diejenige bereit ist zuzugeben, sich selbst oder anderen gegenüber. Manche Dinger hat dieser Mensch evtl. verdrängt und vergessen, in der Hoffnung es erledigt sich von alleine. Das tut es aber nicht. Nichts erledigt sich ohne es noch einmal aufzugreifen. Es lagert sich ab und steuert zu einem gewissen Teil unsere Geschmäcker, unsere Moral oder unser generelles Verhalten.
Ein letztes Beispiel:
Menschen, die im Leben stets nur “ja” sagen, obwohl sie ein “nein” empfinden, bauen sich eine Last im Unterbewusstsein auf, die irgendwann eskalieren kann. Beispielsweise ist das die Antwort auf die Frage, wie es nur dazu kommen kann, woher solch viele Menschen voller Hass im Rechten Bereich herkommen. Wir sind nunmal ein gutmütiges Volk, jedoch wird heutzutage Gutmütigkeit selten mit Gleichem vergolten, sondern vermehrt ausgenutzt und jene Menschen als “dumm” und “masochistisch” bezeichnet. Viele stauen das Ganze so sehr an, bis sie mit einem Thema kollidieren, das unterbewusst schon lange im Lande brodelt, wie eben der Umgang mit so vielen Fremden Nationen im Zusammenhang mit dem eigenen, stressigen Alltag ohne Langzeitziel. Das kocht natürlich irgendwann über und der Mensch entlädt alles in einem einzigen Schwall durch dieses Ventil. Bei manchen ist es extremes Death Metal, bei anderen eine Leinwand, Sport, leider auch die Familie und natürlich durch Sexualität, während anderen die Wut auf einen Schuldigen fokussieren und im “Rechten Viertel” verschwinden.
Ein mittel/schwer belastetes Unterbewusstsein folgt einem sich stets ähnelndem Schema, aber um sich davon zu befreien, bedarf es den Willen dazu, zu erkennen, dass man lose Enden aus der Vergangenheit im Unterbewussten baumeln hat, die uns manipulieren, einer gewissen Weltanschauung oder sexuellen Orientierung hörig sein zu müssen, weil es sich “richtig anfühlt”. Unser Unterbewusstsein sitzt am Ende am längeren Hebel und je nachdem wie gut wir uns darum kümmern, hilft oder manipuliert es uns. Und die Arbeit daran, es instand zu halten endet nie, weshalb viele einfach nach aussen flüchten, sich nicht selbst kennenlernen möchten und trotzdem felsenfest behaupten, sie wüssten was sie wollten.
Natürlich gibt es auch bei Heteros diverse, spezielle Neigungen in Sachen Abläufe innerhalb der Partnerschaft oder Sexualpraktiken, die auch nicht jedermanns/-fraus Geschmack sind. Also wo ziehen wir die Grenze? Ein “egal, nur nicht bei Homosexuellen” ist ein wenig dürftig als Antwort, finde ich. Und “Freie Liebe” so unbedacht hinauszuschreien öffnet Zoophilen und Pädophilen auf Langzeit schlicht Tür und Tor. Denkt man jetzt das sei weit hergeholt, hat man vermutlich noch nicht von der einstigen Pädophilen-Partei — oder wie sie sich unter dem Synonym “Freie Liebe” nannten: Partij voor Naastenliefde, Vrijheid en Diversiteit (PNVD, Partei für Nächstenliebe, Freiheit und Vielfalt) — gehört:
Sie ist 2006 zwar aus der Politik zurückgewichen, wurde aber nicht verboten oder ähnliches, was bedeutet, dass es keinen Grund gibt, dass jene Minderheitengruppierung bei einem übermäßig toleranten Geist in Europa nicht wieder Fuß fassen könnte.
Ich kann jedoch niemandem klarer machen, wo hier der Zusammenhang besteht, als es bisher schon geschehen ist, also wäre mein Appell an alle jeden, der stets für alle Toleranzfragen nur ein “Ja” erwartet, einmal die Intoleranzkeule stecken zu lassen, denn der Wind kann sehr schnell drehen und man steht plötzlich alleine da mit seinen Moralvorstellungen, gegenüber einem Keulenschwingen Übertoleranzler, der droht Dich mithilfe von Toleranz als Intoleranz, Minderheitenhasser oder Imperialist abzustempeln.
Es gibt übrigens auch Anhänger der von manchen (sogar von Homosexuellen) als “pervers” bezeichneten “Furries”, welche teils mit anthromorphen Tieranzügen sexuellen Praktiken nachgehen. Ich finde jedoch, dass dies nicht weniger eigenartig ist, als das Homosexuellentum, ganz im Ernst. Was ist hierbei also aufgefallen/passiert? Geschmacksverurteilung, nicht mehr und nicht weniger.
Also genau solche Rufe nach “Freier Liebe” aus dem Volke werden später einmal sehr gerne als Referenz genommen, dass die Zustimmung der Masse nach Freier Liebe für alles gelten müsse und somit doch auch Sex mit Tieren oder Kindern aus purer Liebe stattfinden dürfen muss. Es ist also mit Vorsicht zu genießen, was sich gewünscht wird, denn meist kommt das unpräzise formulierte Knüppeldick zurück und bringt einen im besten Falle in unangenehme Erklärungsnöte, im Schlimmsten hat man gar keine Möglichkeit mehr, sich dazu zu äussern und findet sein Zitat auf einer Demotafel einer Pädophilenpartei (nebenbei: ‘Pädophilie’ ist hier nur eine Beispielserie und als Variable durch andere sexuellen Minderheiten offiziell verpöhnter Art ersetzbar). Der wohl einzige Unterschied zwischen Homosexualität, Pädophilie und Zoophilie ist wohl, dass ein Teil der Teilnehmer bei letzteren nicht oder nicht im Vollbesitz Ihrer geisigen Entscheidungsfreiheit ihr offizielles “ja” abgeben, was jedoch auch nicht direkt “Nein” bedeutet, womit wir schon wieder im rechtlichen Graubereich wären, sollte das rechtliche Verbot ins Wanken geraten, indem man bei der “Freien Liebe” immer noch einen und noch einen draufsetzen muss, weil es immer noch toleranter und freier gehen muss.
Vorerst hatte sich das glücklicherweise erledigt, allerdings öffnen solche — pardon, aber in dem Zusammenhang zu nennende — “unpräzise Parolen” nach “Freier Liebe” den Pfad für ein erneutes aufkeimen einer solchen Partei. Und das ist leider nicht nur ein Problem in den Niederlanden, dort ist es bisher nur als Einziges so weit gekommen. Genauso wie man damals zur legalisierung der Homo-Ehe in Island nicht erwartete, dass das überall stattfinden könnte. Nur weil man das Beste hofft, heißt das nicht, dass man kurzsichtig Zukunftsentscheidungen fordern kann, ohne dabei Dinge heraufzubeschwören, die man schwerlich noch aufhalten kann.
Man muss in der Hinsicht davon ausgehen, dass wenn man “Freiheit” fordert nicht immer nur das aus persönlicher Sicht “moralische Gute” dabei erhält, da Freiheit eine Sache der Perspektive ist, und der persönlichen Grenzen, die sich eigentlich jeder selbst setzen sollte, damit er anderen Menschen nicht zu Lasten fällt. Das zumindest wäre der Optimalfall.
Ein Olivenzweig…
Ich weiß aus Deinem Beitrag, dass Du wohl emotional an betroffene Freunde mit Deiner Meinung gebunden sein musst und somit ist jeglicher Versuch, es tatsächlich nachvollziehbar zu machen vermutlich durch eine mit Loyalität gedünkte Grenzhecke ausgegrenzt. Das ist keine Beleidigung, sondern wohlmöglich eine Art des Pflichtgefühls, einer Minderheit mit Gesicht und Namen (betroffene Freunde) durch Treue beizustehen und zu helfen übermäßigen Hass abzuwenden. Das ist, nur weil jemandem mit anderer Meinung das Motiv vllt nicht passt, schlicht eine noble Geste und zeigt, dass Du in der Lage bist, Dich im Falle des Falles selbst zurückzunehmen und für andere einzustehen. Falls dem so ist, alles in Ordnung, falls nicht von meiner Seite trotzdem alles gut; es ist Deine, sowie eine Sicht der Dinge, jedoch bitte ich anzuerkennen, dass es nicht die einzig vernünftige Sicht der Dinge ist und man nicht direkt Rechts oder Intolerant ist, weil man für sich eine andere Meinung hat oder Grenze zieht. Es wird hierzulande nirgends einheitlich eine Hexenjagd auf Homosexuelle gemacht, welche mit dem Tode endet und auch wenn ich kein Freund dieser Praktik bin, bin ich froh, dass wir zumindest am Leben lassen können.
Zu der jetzigen Zeit sollte es also eigentlich eher darum gehen das allgemeine, zwischenmenschliche Miteinander zu fördern, keine gigantischen Kraftanstrengungen unternehmen um Minderheiten empor zu heben, während sich die nicht-Minderheiten Masse gegenseitig psychisch in die Therapie mobbt.
Trotz allem viel Liebe und Kraft für die Reise.
