Das sind die 6 großartigsten Grafiken zu #Rio2016

Besonders die “New York Times” und “Washington Post” räumen mit ihren Datenvisualisierungen richtig ab.

Hinweis: meine große Übersicht zu den Online-Medien-Highlights zu Rio findest du hier. Ergänzungen zu dieser Liste gerne via Twitter. Danke!

1. Medaillenspiegel mal in sexy

Der Medaillenspiegel der “New York Times”

Eine öde Liste? Die “New York Times” zeigt die Medaillen von Rio (und allen Spielen der Neuzeit) als Bubbles. Großartig. Auch toll: Bei der “Washington Post” kann man vergleichen, wie viel Edelmetall etwa europäische Länder im Vergleich zu afrikanischen gewonnen haben. (Weniger grafisch, aber definitiv auch einen Klick wert: Bei “Bloomberg” kann ich die Medaillen nach Bruttoinlandsprodukt sortieren, im “fairen Medaillenspiegel” von “ZEIT ONLINE” werden alle Top-10-Platzierungen mitgezählt.)

2. So gigantisch sind die Spielflächen

“Sizing Up the Olympics” der “Washington Post”

Journalisten lieben den Fußballfelder-Vergleich. Die “Washington Post” setzt auf neue Vergleichsgrößen in einer sehenswerten Scroll-Grafik. Wie groß ist die brasilianische Kayak-Strecke im Vergleich zu einer Boeing 747? Und wie viele Tennisbälle braucht es, um die Golf-Anlage vollständig zu bedecken? (Auch schön, auch von der “Post”: Zeitraffer-Satellitenbilder von den olympischen Anlagen)

3. Bolt gegen alle

Grafik der “New York Times”: Wettlauf der schnellsten Sprinter seit 1896

Aus der Not, keine Olympia-Bewegtbildrechte zu haben, machen Medien wie “Guardian” und “New York Times” eine Tugend — und zeigen stattdessen in den Nachberichten sehenswerte interaktive Animationen und Daten-Analysen der Wettkämpfe. Großartige Idee: Die “Times” lässt Usain Bolt gegen alle Medaillengewinner über 100 Meter seit 1896 antreten. (Toll zudem: das scrollbare Panorama-Foto zu Bolts Lauf, alle grafisch unterstützten NYT-Nachberichte hier). Auch charmant: Michael Phelps, 32 Mal Gold, schwimmt gegen sich selbst. Sehr gelungen auch die “How …”-Reihe des “Guardian”, etwa zum 100-Meter-Lauf von Bolt. Auch sehenswert: die launig-spielerischen Ansätze bei “Guardian” und “Financial Times”, wo man etwa einen T-Rex gegen Moh Farah antreten lassen kann.

4. Welcher Rio-Athlet deinen Körper hat

Die BBC hat aus den Daten aller über 10.000 Athleten in Rio ein tolles Game gebastelt. Ähnlich spielerische Ideen hatten auch CNN und “SPIEGEL ONLINE”, können aber mit der Data Power der Briten letztlich nicht mithalten.

5. Die Dominanz der USA — und die Null-Medaillen-Länder

Über 2.400 Medaillen hat das US-Team bisher bei Olympischen Spielen geholt. Und Länder wie Angola oder Monaco gewannen noch keine einzige. Die “Washington Post” zeigt beides. Die “New York Times” hat eine ähnliche Idee, setzt sie visuell aber so spannend um, dass sie einen eigenen Punkt verdient:

6. Ein grandioser Olympia-Zeitstrahl

Das Grafik-Team der “NYT” (u.a. mit dem deutschen Top-Mann Gregor Aisch) übertrifft sich mit dieser Visualisierung selbst.