12 Schritte zur Konfliktlösung
Eine Anregung zu Achtsamkeit und Entschleunigung in Konflikten. Ein E-Book (Auszüge)
Du willst das ganze E-Bookt? Das gibt es kostenfrei zum Download, samt Grafiken, weiterführenden Literaturhinweisen und Bildern.
Schritt 1 — Kläre den Kontext
Leitfrage: In welchem Umfeld bewege ich mich?
Regeln, Richtlinien, Gesetze stiften Ordnung, selten indes Zusammenhalt und Kooperationsbereitschaft.
Konflikte haben es an sich, dass man „in sie hineinschlittert“: Wo bin ich denn hier hingeraten?! Was soll denn das?!
Plötzlich ist alles irgendwie anders, fast schon bedrohlich. Die Regeln sind unbekannt, die ungeschriebenen Anforderungen und Erwartungen ohnehin.
Noch bevor du dir im Klaren bist, was eigentlich geschehen ist und wie andere die Situation einschätzen, bist du mit dem Kopf gegen die Wand geknallt, blutet die Nase und du findest dich wie ein störrischer Staubsauger unbeachtet in der Ecke wieder; für den Dreck aber noch gut genug.
Wie auch immer; bei eben jenem gilt es zunächst, erstmal tief ein- und auszuatmen. Gib dem Rhythmus eine Chance. Folgende Fragen sind für die nüchternen Momente in undurchsichtigen Situation hilfreich:
- Über welche Themen wird gesprochen?
- Welche werden vermieden?
- Wie ist die Atmosphäre im Umfeld — eher tumultartig wie in einem lauten Kindergarten, erstickend eng wie in einer ungeklärten Familiensituation oder eiskalt wie der Flur einer Verwaltungsorganisation?

Schritt 2 — Kläre die Konfliktrollen
Leitfrage: Wer gehört wozu?
Im Konflikt gibt es viele Möglichkeiten, wie es weitergeht.
Und doch scheint vieles vorgezeichnet abzulaufen. Wie in einem Drehbuch schraubt sich die Eskalation hoch empor — und die Zivilisierungseffekte scheinen zu verschwinden.
Hilfreich ist es deshalb, sich zügig ein Bild über Rollenmuster und -erwartungen machen zu können, das
– die Beteiligten klärt,
– die Betroffenen in den Blick nimmt,
– etwaige Zuschauer nicht aus den Augen verliert und
– die aufkommenden Unterstützer beachtet.
Konflikte sind Gruppen- und Organisationsphänomene, weshalb es nicht die schlechteste Idee ist, sich mit grundlegenden Mustern und Dynamiken in sozialen Systemen zu beschäftigen. Einen ersten, hilfreichen Zugang bieten das Dramadreieck und darauf aufbauend das Game-Pentagon. Sie versetzen dich in die Lage, die anderen und dich selbst — wenn die Zeit gekommen ist — als Teil der Lösung anzusprechen und nicht als Teil des Problems.
Niemand steht früh morgens auf und will den Tag in den Sand setzen.

Schritt 3 — Kläre den Grad der Eskalation
Leitfrage: Wie schlimm ist es?
Was zu tun ist, hängt davon ab, wie eskaliert die Situation ist.
Dafür gibt es zwei hilfreiche Modelle:
- das Modell des österreichischen Konfliktforschers Fr. Glasl gliedert 9 Stufen konkrete Interventionsmöglichkeiten zu. Es ist sehr anspruchsvoll und deckt die gesamte Bandbreite von Konflikten ab.
- ein anderes Modell (von H. Messmer) setzt bei der Sprache an und ist angesichts seiner vier Stufen leicht zu handhaben. Gefällig ist seine unaufgeregte Art und bringt verständliche Differenzierungen in die oftmals verworrenen und kommunizierten Konfliktinhalte.
Wie die Sprache eskaliert:
- Was sind die Hauptthemen der Konfliktkommunikation?
- Sind die Übergänge nachvollziehbar?
- Wann und wie ging „das“ los
Du willst wissen wie es weitergeht? Das gesamte E-Book gibt es kostenfrei zum Download, samt Grafiken, weiterführenden Literaturhinweisen und Bildern.
Inhaltsverzeichnis
Schritt 4 — Kläre Deine Bereitschaft
Schritt 5 — Komm und sieh (auch) das Gute
Schritt 6 — Kläre Deine wahren Ziele
Schritt 7 — Welche Widerstände spürst du?
Schritt 8 — Nimm Hilfe in Anspruch
Zwischenstopp
Schritt 9 — Nimm Kontakt auf
Schritt 10 — Höre dem anderen zu.
Schritt 11 — Nutzt Dritte
Schritt 12 — Schließt konkrete Vereinbarungen
Zwischenstopp
Du willst wissen wie es weitergeht? Das gesamte E-Book gibt es kostenfrei zum Download, samt Grafiken, weiterführenden Literaturhinweisen und Bildern.
