Wer bin ich?

Wer bin ich eigentlich?

Die Frage ist womöglich einer der meisten, mit denen Schulkinder konfrontiert werden, um sich selbst finden zu können und klingt so unglaublich pseudo-philosophisch, dass ich sie eigentlich nicht sonderlich mag oder sie mir oft stelle. 
Aber nachdem ich mir auf dieser Seite mehrere Posts von Leuten gelesen habe, die sich vorstellen, habe ich mich gefragt, wie so ein Post bei mir wohl aussehen würde.

Ich heiße Dean, ich bin 17 Jahre alt und ich gehe noch zur Schule.
Ich liebe die Serien Supernatural und Game of Thrones und die liebsten Serien meiner Kindheit waren Pokemon und Dragonball Z. 
Ich liebe es zu lesen oder Videospiele zu spielen, weil ich so der Realität entfliehen kann. Die Bösewichte mag ich fast immer lieber als die Helden und bin deswegen am Ende einer Geschichte meistens enttäuscht, weil die “Guten” gewinnen.

Aber wer bin ich? Nicht dieses Äußere, von dem jeder Mensch sofort etwas über sich sagen kann. Wie bin ich in meinem Inneren?

Ich bin oft egoistisch, das gebe ich zu. Auf dieser Welt gibt es genau zwei Lebewesen für die ich sterben würde. 
Das Wort “hassen” kann ich nicht leiden und sage es so wenig wie möglich. Hass ist für mich eine äußerst starke Emotion, wahrscheinlich eine der stärksten überhaupt, und ich finde, man sollte andere Menschen nicht einfach so hassen. Oder banale Dinge, ein Lied zum Beispiel. Man verwendet das Wort so leichtsinnig, dass man sich über die enorme Macht dieser Emotion gar nicht mehr bewusst ist.
Manchmal sage ich, dass ich die Schule hasse, weil sie für mich eines der negativsten Dinge überhaupt ist. Und zwar so richtig. 
Aber dann denke ich an meine Freunde in der Schule und an all die Momente, in denen wir uns im Unterricht kaputtgelacht haben und dann hasse ich die Schule eigentlich nicht mehr. Und Hass ist für mich etwas, was nicht so leicht wieder verfliegt.

Ich werde ziemlich schnell wütend, aber das merkt man mir nicht an, weil es nur in meinem Inneren ist und dann fühlt es sich so an, als würde mein Blut kochen und gleichzeitig unter Strom stehen. 
Ich kann zu niemandem wirklich böse sein, außer, wenn ich die Person so gut kenne, dass ich weiß, dass sie mir verzeihen kann. Eine Ausnahme ist nur die Situation, in der jemand mir oder jemandem, der mir nahe steht, unangebrachtes Verhalten entgegenbringt. Dann bin ich manchmal auch unangebracht.

Ich liebe Tiere. Tiere sind für mich so viel besser als Menschen. Mein Hund bedeutet mir alles. Und das meine ich wirklich.
Mein Traum ist es, später einmal auch beruflich mit Tieren zu tun zu haben und denen, denen es schlecht geht, zu helfen. Ich möchte etwas bewirken in dieser Welt, auch wenn es nur ein einziges Katzenbaby ist, das ich vielleicht von der Straße retten konnte und das ein schönes Zuhause findet. Das wäre Erfüllung.

Wenn du das alles hier tatsächlich gelesen hast, dann weißt du vermutlich trotzdem nicht, wer ich bin, weil jeder einzelne Mensch so unglaublich komplex ist, dass man das gar nicht in so einem mickrigen Text erfassen kann.
Aber vielleicht weißt du es doch.

Und wer bist du?

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