Jugend präsentiert BarCamp in Berlin 2017

Jugend präsentiert
Jul 11, 2017 · 15 min read

Vom 01.-02. Juni 2017 fand das erste Jugend präsentiert Multiplikatoren BarCamp in der Alten Feuerwache in Berlin statt. Es nahmen 25 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie zwei Schüler teil.

Ein BarCamp ist eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestimmen Inhalt und Programm selbst, die Organisatoren kümmern sich um die für alle passende Verteilung von Raum (Räumen) und Zeit (Zeitslots).

Das Format des BarCamps eignet sich besonders zum gegenseitigen Austausch, ohne ein starres Konferenz-Korsett vorzugeben. Das Format baut darauf auf, dass sich alle Teilnehmenden beteiligen und eine Diskussion, einen Input oder einen Workshop initiieren und somit den Inhalt und Rahmen der Konferenz aktiv gestalten.

Auf unserem Multiplikatoren BarCamp drehte sich thematisch alles um Jugend präsentiert — allerdings bestimmten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit, was passieren würde. Sie brachten ihre Erfahrungen, ihre Beispiele und Umsetzungsideen von JP ein und konnten als Sessionleiter mit eigenem Input zu einem interessanten Programm beitragen. Das Multiplikatoren BarCamp dient dem überregionalen Austausch und der Vernetzung, man erhielt Einblicke in die Erfahrungen anderer Multiplikatoren und hatte die Möglichkeit, praktische Lösungen für akute Fragen und Inspiration für den Unterricht zu bekommen.

Wir protokollieren mit kollaborativen Tools wie Etherpad. Diese haben wir umgewandelt als PDF in die Dropbox gelegt.

Auf dieser Seite stellen wir die Protokolle der einzelnen Sessions zur Verfügung. Außerdem findet ihr hier Links zu unserer Dropbox, wo die Materialien, die in den Sessions zur Verfügung gestellt wurden, zum Download bereit liegen.


Los geht es mit der gemeinsamen Sessionplanung in der Alten Feuerwache.

Das BarCamp lebt von der aktiven Mitarbeit aller
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Die Programmübersicht vom Jugend präsentiert BarCamp 2017

Nach der Planerstellung steigen wir direkt mit drei Slots in das BarCamp ein.

1. Session: Donnerstag, 01. Juni, Raum 1
Fortbildung für Kollegen, Ines Wehner, Goethe-Gymnasium Sebnitz

Flipchart zur Session von Ines Wehner

Ines stellt ihre interne Fortbildung vor: Sie hat die Fortbildung während einem verpflichtenden pädagogischen Tag gehalten. Ines Schule ist eine kleine Schule mit nur 40 LuL, es kann sein, dass Fortbildung bei größeren Schulen angepasst werden muss:

Vormittags (2 Stunden):

Vorstellung Jp: Ines beginnt mit Frage: Was macht eine gute Präsentation aus und sammelt Meinungen bei Kolleginnen und Kollegen, schaut dann zwei Beispielpräsentationen (Steve Jobs und Giulia Enders) und erläutert an diesen Beispielen die fünf Module

Anschließend probieren alle KollegInnen in Kleingruppen drei Übungen aus

1. Geschichtenerzähler

2. Interessenkarussell

3. Triff deine Entscheidung!

Danach Mittagspause (45 min.)

Nachmittag: (2 Stunden): Die LuL teilen sich auf Workshops auf

1. Erklärvideo

2. Prezi

3. Medienkaraoke

Feed-Back der KollegInnen war sehr positiv.

Die Diskussion auf dem Jugend präsentiert BarCamp drehte sich vor allem um folgende Fragen:

Finden die Ideen Anwendungen im Unterricht? Und wenn nicht, wie kann man motivieren, Ideen im Unterricht einzusetzen?

Eine weitere wichtige Frage war, ob es gelingt über Jp gemeinsame Bewertungskriterien an einer Schule zu verankern?

Und letztlich die Frage danach, wie Feedback bei Schülern funktioniert.

Es gab viele konkrete Antworten auf die Fragen. So sei es wichtig konkrete, einfache Übungen zur Verfügung zu stellen, die schnell einsetzbar sind. Hier tauchte auch der Wunsch an Jp auf, mehr Material für den Bereich Argumentation zur Verfügung zu stellen. In der Gruppe besteht Einigkeit, dass es sehr schwer und langwierig ist, Materialien für diesen Bereich zu entwickeln.


2. Session: Donnerstag, 01. Juni, Raum 2
Diskussion: Feedback und Bewertung im Einklang?
Gerta Kuchenbecker, Gymnasium im Schloss Wolfenbüttel

Die Session wird dem Plenum vorgestellt

Die Sessionleiterin hat als Jurorin bei der Qualifikation von Jp 2017 in Braunschweig mitgemacht und einige Fragen mitgenommen, die sie mit den Kolleginnen hier in der Alten Feuerwache diskutierten möchte.

Die Probleme, die in diesem Workshop thematisiert werden, drehen sich um Fragen rund um Bewertungskriterien von Jp, um Beliebigkeit von Bewertung, um Noten der Lehrer, um Feedback. Dabei wird ein Widerspruch gesehen zwischen der Idee eines wertschätzenden, motivierenden Feedbacks bei einer schlechten Präsentation auf der einen und der Benotung von Präsentationen als Unterrichtsbeitrag auf der anderen Seite. Andere Fragen sind die nach einem Umgang mit Schülern, die ein positives Feedback erhalten haben, dann aber im Wettbewerb nicht weitergekommen sind oder aber eine schlechte Note erhalten haben. Die Schüler verstünden manchmal diese Differenz nicht. Es wird weiter die Frage aufgeworfen, wie sinnvoll und ehrlich Peer-Feedback von Mitschülern sein kann.

In der lebhaften Diskussion wird angemerkt, dass sich diese Fragen aber bei jedem Referat ergeben.

Fazit: Das Feedback nach Jp-Modus wird als hilfreich angesehen: Dieses folgt dem Prinzip: Beobachtung und Wirkung zurückzuspiegeln und dann einen Tipp zu geben. Dieses ist so auch in der Schule anwendbar. Entwicklungsfelder aufzeigen ist wichtig.

Hilfreich ist bei der Bewertung eine Entschärfung von Kritik durch Ich-Botschaften. Beispiel: „Ich finde bauchfrei nicht angemessen“. Es muss immer um einen wertschätzenden Umgang mit den Schülern gehen.

Peer-Feedback wurde von einigen als sehr realitätsnah angesehen.

Weitere Ideen zu einem wertschätzenden, hilfreichen Feedback waren:

- Ansätze finden: „Du hast ja in der Einleitung schon mal darauf hingewiesen, dass… warum hast du das nicht weitergemacht?“.

- Vorgehensweise von JP gut: Beobachtung, Wirkung, Tipp. „Ich gebe dir als Tipp, den roten Faden, den du angefangen hast, weiter zu machen.“


3. Session: Donnerstag, 1. Juni, Raum 3
Widerstände im Kollegium überwinden
Alexandra Rehnelt, Gymnasium am Waldhof, Bielefeld


Konzentrierte Diskussion in einer der 3 parallel stattfindenden Session

Das von Alexandra eingebrachte Problem stellt sich für MultiplikatorInnen an der Schule oft wie folgt dar: Bestimmte Präsentationsmethoden sind an der Schule festgeschrieben, die Materialien von Jugend präsentiert eignen sich für diese Methoden und kommen prinzipiell auch gut im Kollegium an. Jedoch: die Kolleginnen und Kollegen scheuen sich nicht nur, die Materialien von Jugend präsentiert einzusetzen, sie verweigern sich zum Teil auch überhaupt das Methodencurriculum umzusetzen. Schließlich gibt es ja bereits eine Multiplikatorin, diese sollte in der Logik der Verweigerer auch die Arbeit verrichten.

Diese Problemlage wurde von den Teilnehmern der Session bestätigt: Einzelkämpfer haben es schwer, zum Teil erschwert auch der MINT-Anstrich, KollegInnen aus den Geisteswissenschaften zu motivieren, mitzumachen. Was allerdings hilft, ist, wenn die Schulleitung hinter der Umsetzung steht. Denn eigentlich sehen alle die Notwendigkeit ein, aber es erscheint bisweilen schwierig, die Leute zu motivieren.

Gerade hier setzten nun in der Diskussion auch die Lösungsansätze an: Einerseits kann ein spielerischer Umgang mit den Materialien als Motivationshilfe dienen. Solche kleinen Schritte zeigen oft, dass die Methoden von Jugend präsentiert den SuS Spaß machen und ihnen weiterhelfen. Zudem dürfen gerne zusätzlich zu MINT-LehrerInnen auch Nicht-MINT-KollegInnen die Multiplikatorentrainings besuchen. Für die Leitungsebene kann auch die Akkreditierung als Jugend präsentiert-Schule ein Anreiz sein, noch stärker hinter dem Projekt zu stehen. Zudem wurden von Lösungsansätzen in den einzelnen Schulen der Session-TeilnehmerInnen berichtet, von themengebundenen Projekttagen, über Mentorenprogramme für Kollegen (diese dürfen erstmal zuschauen, wenn die Multiplikatorin Übungen mit Schülern macht) bis hin zu einem Mittelstufenprofil ‚Präsentieren‘, das an einen schulinternen Wettbewerb gekoppelt ist.

Fazit: Wichtig ist es, interessierte Kolleginnen und Kollegen zu identifizieren und mit ihnen gemeinsam zu versuchen, Präsentieren im Methodencurriculum festzuschreiben, durch das ‚Vorangehen‘ kann dann auch ein Schneeballeffekt bei anderen KollegInnen einsetzen.


4. Session, Donnerstag, 01. Juni, Raum 1
Jugend präsentiert — Schulwettbewerb
Kai Liese, Fabian Ruth, Jugend präsentiert

Kai Liese und Fabian Ruth stellen das Konzept Schulwettbewerb von Jugend präsentiert vor

Unten findet ihr unsere aktualisierte Leitlinie für die Ausrichtung eines Jugend präsentiert Schulwettbewerbes. Wir freuen uns auch, dass sich bereits eine Schule gemeldet hat, die einen Schulwettbewerb ausrichten möchte.

Das vom Jugend präsentiert-Team entwickelte Konzept wurde im Rahmen eines World-Cafés an verschiedenen Tischen bei einem kleinen Snack und Getränken diskutiert.

Diskussionen beim World Café

An den Tischen wurden unten stehenden Fragen diskutiert.

Tisch 1: JP-Schulwettbewerb aus verschiedenen Perspektiven
Wie schätzt du das Potenzial des JP-Schulwettbewerbs für SuS, LuL und Schule ein?
Welche Chancen/Vorteile hätte ein JP-Schulwettbewerb?

Tisch 2: Rahmen/Teilnahmekriterien zum JP-Schulwettbewerb
Welche Herausforderungen bzgl. Rahmen/Teilnahmekriterien gibt es für eine erfolgreiche Realisation?
Was lässt sich leicht/schwierig realisieren bzgl. Teilnahmekriterien?Braucht es weitere, andere Rahmenbedingungen, um z.B. Fairness zu gewährleisten?

Tisch 3: Umsetzung des JP-Schulwettbewerbs
Was muss JP leisten, damit es klappt?
Was würde Vorbereitung erleichtern?
Was wird gewünscht (Material, Ressourcen) von JP?

Die Diskussionsbeiträge findet ihr in der Dropbox


Jugend präsentiert BarCamp — Tag 2

Der zweite Tag beginnt mit der Auswertung des World-Cafés (Ergebnis ist das oben eingefügte Konzept zum Schulwettbewerb) sowie einem Input von Markus Gottschling zu den Jugend präsentiert Materialien. Danach folgen wieder parallel stattfindenden Sessions:

1. Session, Freitag, 02. Juni, Raum 1
Prezi-Workshop: Schüler bilden Lehrer
Meike Lassen, Omed Yaqobi, Niklas Bahmer, Stadtteilschule Oldenfelde

Niklas und Omed erläutern das Tool Prezi

An der Stadtteilschule Oldenfelde bilden seit einigen Jahren Schüler Lehrer in Prezi fort — eine Erfolgsgeschichte!

Der anwendungsorientierte Workshop wird von Niklas und Omed durchgeführt.

Die beiden verstehen Prezi als teilbares, kollaboratives Tool, welches online anwendbar ist.

In ihrem Workshop geht es darum zu verstehen, wie man sich bei Prezi anmeldet und wie es funktioniert. Prezi ist aufgebaut wie eine online Leinwand, auf der man Inhalte als Pfade anlegt.

In der Dropbox findet ihr weitere Jugend präsentiert Prezilinks sowie das Arbeitsblatt der beiden, welches die Anmeldung bei Prezi erläutert:


2. Session, Freitag, 02. Juni, Raum 2
Motivation wecken — Jugend präsentiert entdecken
Dagmar Froeba, Christine Rieger, Carl-Bosch-Gymnasium Ludwigshafen, Angela Kügel, Evi Pürner, Paul-Pfinzig-Gymnasium

In diesem Workshop ging es darum, Wege aufzuzeigen, die Motivation von Schülerinnen und Schülern zu wecken, bei Jugend präsentiert mitzumachen. Auch die Frage danach, wie man gute Schülerinnen und Schüler identifiziert, stellte sich. Weiter ging es auch darum, wie man Schülerinnen und Schüler betreuen und unterstützen kann, die teilnehmen.

Problemaufriss: Schüler, die verpflichtet werden Präsentationen zu halten, sind häufig unmotiviert, da diese mit dem regulären Schulunterricht in Verbindung gebracht werden.

Innerhalb des Kollegiums wiederum ist der Wettbewerbscharakter umstritten. Die Frage ist auch, wo platziert man einen Projekttag zum Thema im Schuljahr?

In der Diskussion gibt es verschiedenen Lösungsvorschläge, wie die Anpassung von Jp an schulische Struktur oder die Verknüpfung durch AGs oder Forscherstunden.

Man sollte bewusst mit den Ängsten der Schüler umgehen und zum Beispiel, da es sich um einen Videowettbewerb handelt, deutlich machen, dass die Videos nicht veröffentlicht werden. Auch eine Verknüpfung mit anderen Wettbewerben wurde als sinnvoll angesehen. Mehr Synergien schaffen auch dadurch, dass man z.B. Deutsch-Lehrerinnen und Lehrer ins Boot holt.

Die vollständige Diskussion findet ihr hier im Protokoll Raum 2:


3. Session, Freitag, 02. Juni, Raum 4
Workshop: Erstellen von Erklärvideos
Scharaf Girges, Realschule Bad Tölz


Die Teilnehmenden lassen einen Papierhelikopter fliegen und halten dies für ein Erklärvideo fest

In diesem Workshop ging es um den Einsatz von Erklärvideos im Unterricht und die Gestaltung eines eigenen Erklärvideos. Dazu hatte Scharaf Beispielvideos mitgebracht und unsere IPads mit Apps zur Erstellung von Videos bespielt.

Um einen sinnhaften Einsatz von Videos im Unterricht zu garantieren, ist es wichtig nach dem Lernziel zu fragen, welches sich in zweierlei Hinsicht gestaltet. So ist ein Ziel, am Wettbewerb von Jp teilzunehmen und ein anderes Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu fördern.

Anhand von Videobeispiele listet Scharaf die Vorteile für den Einsatz im Unterricht auf und macht darauf Aufmerksam, dass man dadurch Schüler von einer anderen Seite kennenlernt und neue Kompetenzen ansprechen kann. Oder sogar, dass Schüler durch den Einsatz von Erklärvideos im Matheunterricht eine Analyse des eigenen Rechenweges und gemachter Fehler erarbeitet haben.

Im praktischen Teil wurde ein Erklärvideo in 30min. erstellt. Hierzu wurde der Prozess gefilmt, wie ein Helikopter aus Papier gebastelt und zum Fliegen gebracht wurde.

Vorgestellt Apps:

Schnitt-App:
- imovie (Apple)
- Adobe spark (ios oder Browser) -> Es werden Bilder eingefügt und ich rede darauf. Wenig
- Adobe clip als Schneideprogramm
- Gopro quick (ios oder android) -> keine Werbung drin (Empfehlung Scharaf)
- Gopro splice (ios)
- Videoshow free android (aber viel Werbung)
- Vivavideo android (aber viel Werbung)
-Erklärvideo-App (nur, wenn es einen Mehrwert hat)
- Vdeioscribe 5,49 EUR
- Explain everything 8,99 EUR

Alle Beispiele im Einzelnen sowie die von Scharaf vorgestellten Apps finden sich im Protokoll unter diesem Link


4. Session, Freitag, 02. Juni, Raum 1
Inhaltliche und rhetorische Übergänge
Guido Marquardt, Benjamin Hein, Privates Internatsgymnasium Schloss Torgelow

Benjamin Hein erläutert eine Übung

Die Idee des Workshops entstand auf einem Multiplikatorentraining durch die Übung: „Interessenkarussell“. Aufgabe war es, zu einem Thema (Themenkarten lagen aus) eine ideale Frage für eine Präsentation zu erstellen, die in der Präsentation beantwortet wird. Aber dieses Szenario spiegelt sich nicht immer in der Realität an der Schule wieder. Dort bekommen die SuS das Thema zumeist zugeteilt. Bei der Präsentation vor der Klasse passiert es häufig, dass die Schüler Formulierungen nutzen wie: „Jetzt komme ich zu…“.

Problemaufriss: Schüler machen sich keinen Gedanken darüber, wie man Übergänge gestaltet. Da Übergänge zu einem guten roten Faden führen können, ist die Frage nach Übergängen zentral für eine Präsentation.

In zwei Teilen wurde der Frage nachgegangen, wie man Übergänge hinbekommt.

Teil 1: Inhaltliche Übergänge
Teil 2 „Rhetorische Übergänge“

Teil 1 „Inhaltliche Übergänge“

Die Frage nach den inhaltlichen Übergängen einer Präsentation könne beispielsweise mit einem Gliederungspuzzel geübt werden. Dazu wird eine Gliederung durcheinander gebracht und von den SuS zurück in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht. Der Zweck ist, eine Vorstellung von einem sinnhaften Aufbau von Präsentationen zu bekommen.

In der Diskussion wurde vor allem gefragt, wie SuS, die nicht im Thema sind, eine Gliederung hinbekommen können. Können inhaltliche Übergänge nicht nur erarbeite werden, wenn man bereits eine Expertise hat?

TEIL 2: Rhetorische Übergänge

In diesem Teil wurden mehrere Übungen vorgestellt.

Übung 1 Überleitungen finden
Variation 1

Mehrere Schüler stellen sich im Kreis auf und werfen sich gegenseitig einen Ball (z.B. Tennisball) zu. Jeder Schüler sagt einen Satz und wirft den Ball unmittelbar am Satzende weiter. Der zweite Schüler fängt den Ball und muss unmittelbar inhaltlich anknüpfen, so dass im besten Fall eine fließende Geschichte entsteht. Die Wurfreihenfolge sollte dabei zufällig sein. Die Schüler lernen dadurch, dass Kommunikation nur bei Augenkontakt gelingt (sonst fängt man den Ball nicht) und üben Strategien zur inhaltlichen Anknüpfung an den Vorredner. Ein Feedbackgespräch bietet sich danach an.

Bsp.: Bsp.: Ich bin heute um 8 Uhr aufgestanden …[Ball werfen]

und habe als Erstes einen Kaffee getrunken……[Ball werfen]

Variation 2

Wie Variation 1, aber die Schüler sagen jeweils nur noch ein Wort und das Tempo wird erhöht. Ziel der Übung ist nun eher eine Entspannungsphase und der Abbau von Lampenfieber, weil hier über kurz oder lang “blödsinnige” aber witzige Sätze entstehen.

Bsp.: Ich …[Ball werfen]

habe… [Ball werfen]

heute… [Ball werfen]

kein…[Ball werfen]

Wasser… [Ball werfen]

bekommen

Übung 2 Show must go on

Die Schüler halten ein Vortrag in der Gruppe und dabei wirft der Lehrer immer wieder den Tennisball zu, der vom aktuellen Schüler zurückgeworfen wird, ohne dass der Redefluss stockt. Anfänglich sollte das Tempo moderat und der Rhythmus gleichmäßig sein. Danach bieten sich Variationen an und andere Schüler können mit eingebunden werden. Gleichzeitig soll der Schüler den Ball an den nächsten Schüler weitergeben, wenn der Wechsel ansteht (siehe Übung 1). Die Schüler lernen auch unter widrigsten Bedingungen sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, wodurch man Lampenfieber vorbeugen kann und Freude am Üben ermöglicht.


5. Session, Freitag, 02. Juni, Raum 2, JP-Einheit Jahrgang 8–10
Ines Wehner, Goethe-Gymnasium Sebnitz und Stephanie Holland, Wilhelm-Gymnasium Braunschweig

Stephanie (Wilhelm Gymnasium Braunschweig) stellt ein Unterlagenpaket für die 8. Jahrgangsstufe vor. Die Übungszusammenstellung bezieht das Material ein, das durch JP zur Verfügung gestellt wird.

Prezi

Ines stellt ihr Konzept und Prezi für die 10. Klasse vor. 10–12 Doppelstunden veranschlagt sie für das gesamte Programm

Den Link zu der Prezi findet ihr in unserer Dropbox.


6. Session, Freitag, 02. Juni, Raum 3
wir ERKLÄREN dir — Ein Präsentationswettstreit für die 6. Klassen
Katrin Reukauf, Schiller-Gymnasium in Hof

Katrin stellt ihre Power Point Präsentation vor

Katrin Reukauf berichtet von einem Präsentationswettstreit an ihrer Schule für die 6. Klasse.

Dieser Wettstreit reagiert auf die Problemlage, dass die Bedeutung von Präsentationen häufig nicht gesehen wird und die Grundlagen fehlen, eine gute Präsentation zu halten.

Die Ziele, die das Schillergymnasium mit dem Wettbewerb verfolgt, richten sich sowohl auf Schüler als auch auf Lehrer.

Die Schüler sollen ihre Präsentationskompetenz verbessern und am Wettbewerb teilnehmen. Die Lehrer sollen ihre Bewertungskompetenz verbessern und Übungen aus dem Jp-Handbuch kennenlernen.

Als größte Herausforderung identifiziert Katrin das Problem, dass sich Schüler nicht der Qualität des Schülervortrags annehmen. Verbesserungsmöglichkeiten anbieten. Hierzu bedarf es eines Reifungsprozess.

Hier findet ihr die Power Point Präsentation und das Handout zum Präsentationswettstreit:


7. Session, Freitag, 02. Juni, Raum 1
Erklärvideos im Fachunterricht
Dr. Oliver Burmeister, Gymnasium Goetheschule, Hannover

Für den Einsatz von Erklärvideos im Fachunterricht ist die größte Herausforderung die mangelnde Zeit.

Dr. Oliver Burmeister stellt in seiner Session Ideen zum leichten Einsatz von Erklärvideos im Unterricht zur Diskussion. Dazu gehört, Erklärvideos vornehmlich zu bereits bekannten Themen zu erstellen. Die erstellten Videos kann man archivieren und allen SuS zur Verfügung stellen.

Exemplarisch stellt Oliver eine Unterrichtseinheit vor, die folgendermaßen aussehen könnte:

- Ablauf:
> Einführung (1 UE)
> Erstellen der Videos als Hausarbeit (1 Wo.)
> gegenseitige Bewertung nach vorgegebenen Kriterien mit Hilfe eines Etherpads (1 Wo.)
> Vorstellen der beiden am besten bewerteten Videos (1 UE)
> Einführen des differenzierten Kriterienkatalogs an diesen Beispielen (1 UE)
> Optimierung der eigenen Videos anhand dieser Kriterien (verschriftlichter Text wird berichtigt) als Hausaufgabe (1 Wo.)
> Benotung durch die Lehrkraft
- Diskussion/Ideen/…:
> Up- und Download über I-Serv (schuleigene Plattform), moodle

Oliver stellt die Bewertungskriterien von Jp in der Anwendung vor und diskutiert sie mit der Gruppe.

Weitere zentrale Punkte sind für ihn die Gruppenstärke bei der Erstellung von Videos. Optimal sind zwei Personen, da man zusammen kreativer ist. Bei jüngeren hält er eine Gruppenstärke von drei Personen für optimal.

Technikkompetenz ist meist vorhanden bei SuS. Die Schwierigkeiten lägen eher bei den Erklärungen.

Den klaren Vorteil sieht er in Binnendifferenzierung (z. B. durch Gruppenzusammensetzung, Themen-/Aufgabenstellung, Art des Erklärvideos/Verwendung verschiedener Tools), peer review möglich. Ganz wichtig sei das Storyboard für die textliche Ausarbeitung.


Tagesabschluss und Auswertung

Freitag, 02. Juni, Raum 1
JP-Materialien: Nutzung — Feedback — Weiterentwicklung:
Markus Gottschling, Universität Tübingen

Uns hat interessiert, ob und wie ihr unsere Materialien nutzt, deshalb haben wir auf einer Pinnwand, eure Eindrücke und Vorschläge gesammelt, die wir am Ende des BarCamps mit euch diskutiert haben.

Nutzung:

> JP kompakt:
wird häufig genutzt, bei Fortbildung für alle Kollegen; Performanzplakat, Postkarten, Medienpanorama, Performanzquadrat; Einsatz im Klassenzimmer, erfolgt regelmäßig, Würfel: eher für 5. und 6. Klasse, S/W-Vorlage im JP kompakt gut

> Multiplikatorenordner:
Als Werbung/Info für Kollegen, zum Selbststudium, für Langzeitplanung, Lagerung zu Hause, Karteikartenformat praktischer (deshalb Ordnerinhalte “zerschnitten”), Vorteil DinA4-Format, Wunsch nach digitalem und modifizierbarem Format, auch für Verschriftlichungen/Facharbeiten nutzbar

Feedback der Teilnehmenden zu einzelnen Materialien:

> gut: Checklisten

> schwierig: Würfel (wird zum Rumspielen verwendet)

> Wunsch: Neues bringen, Material für guten Einstieg, Möglichkeit, Spiele zu erwerben (z. B. Tabu, Memo), Bestellliste mit Übersicht des Materials (-> wird noch auf Webseite in Materialbereich für Multiplikatoren gestellt), Möglichkeit der Erweiterung schaffen (Vorlagen)

>Entwicklung/Wünsche: gemeinsamer Datenpool für Multiplikatoren,
Ideen für Neues/Wünsche: Plakat zum Thema Feedback, Kompetenzrad auf DinA4, “Drückball” (kleiner Schaumstoffwürfel) für SuS während der Präsentation mit Aufdruck der rhetorischen Situationsanalyse, Medienpanorama & Argumentation etc. als Plakat für Unterrichtsraum, App, Spiele als Muster zum Ausfüllen, Vorlage JP-Präsentation (Vorteile von JP als Werbung, Überzeugung für Kollegen und Schulleitung)

Eine Idee, die uns auch gut gefallen hat, war die einer Fortbildung/Workshops/BarCamp (2-tägig) für LuL zur Materialentwicklung/-erstellung und Testen von neuen bzw. anderen JP-Übungen, Karteikarten

Es gab den Wunsch danach, das Kompetenzrad zum downloaden zu bekommen. Ihr findet es, wenn ihr dem Link unten folgt:

Das Kompetenzrad von Jp gibt es als Druckvorlage in der Dropbox

Ins Schwarze getroffen!

Einen ersten Eindruck davon, wie das BarCamp von den Teilnehmenden aufgenommen wurde, erhielten wir mit dieser Zielscheibenabfrage!

Für ein tiefergehendes Feedback haben wir im Anschluss an das BarCamp eine Evaluation von den Teilnehmenden ausfüllen lassen.

Das Ergebnis findet ihr hier in der Dropbox:


Es waren zwei spannenden Tage mit engagierten und interessanten Beiträgen der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Vielen Dank an alle die dabei waren! Das Jugend präsentiert Team verabschiedet sich bis zum nächsten Mal!

    Jugend präsentiert

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    Hier twittern Friederike Gräßer und Christian Kleinert für Jugend präsentiert zu Themen rund um das Präsentieren im MINT-Unterricht.

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