Nein, die GEMA will kein Seniorensingkränzchen killen
Moritz Jaeger
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Sicherlich ist dieser Artikel ein Hinweis auf mäßig gute journalistische Arbeit — aber: Glauben Sie, dass ohne die Wendung an die Presse, die GEMA so schnell eingelenkt hätte? Ich nicht.

Ich habe die GEMA bisher als wenig verständnisvollen Verein wahrgenommen und kann mir definitiv besser vorstellen, dass sie die Frau dazu gebracht hätten zu zahlen — unrechtmäßig — als auf ihr Geld zu verzichten.

Ohnehin finde ich es ziemlich dreist, einen Senioren-Singkreis anzuschreiben, der vermutlich ohnehin nur Volkslieder sind, die schon Volkslieder waren, als die Sängerinnen und Sänger selbst noch Kinder waren (das ist nämlich bei solchen Singkreisen häufiger der Fall, habe da einige Kontakte). Das heißt, dass die Lieder ohnehin in der Regel gemeinfrei sind. Das u.a. Heine (Loreley/Ich weiß nicht, was soll es bedeuten) schon seit über 70 Jahren tot ist, steht wohl außer Frage.

Darüber hinaus muss ich aber auch noch einmal anmerken, dass ich es als verfehlt erachte, dass die GEMA überhaupt tätig wird, wenn es um Volkslieder geht. Die heißen nicht umsonst so.

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