Wearable Health

Der Ärztemangel auf dem Land wird immer größer. Viele Arztpraxen werden geschlossen und in einer größeren Stadt wieder eröffnet. Hier können sie eine größere Patientenreichweite erreichen. Telemedinzin ermöglicht wiederum der älteren Bevölkerung in ihren eigenen vier Wänden bleiben zu können und sie sparen sich so den Weg vom Dorf in die Stadt. Doch was bedeutet Telemedizin im konkreten Beispiel eigentlich? Die Patienten werden von zentralisierten Überwachungsstellen mit Videokameras und multiplen, in Fußmatten und Betten eingebauten Sensoren oder unter die Haut eingebrachten Chips überwacht. Bei Anzeichen von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes wird sofort die zuständige Stelle benachrichtigt und bei Bedarf wird der Patient schnellstmöglich behandelt. Außerdem ist es eine gute Ergänzung zum Arzt, denn sie haben ständig ein Auge auf die Gesundheit der Patienten.

Elektronische Gesundheitskarte

Ein großer Nachteil bei der Telemedizin stellt die elektronische Gesundheitskarte dar. Alle Daten des jeweiligen Patienten werden elektronisch konzentriert und online gespeichert. Experten fürchten, dass sensibelste und intimste Daten auf Servern lagern, auf die Unbefugte wie Arbeitnehmer, Versicherer oder Behörden Zugriff erlangen könnten. So könnten die Krankheitsrisiken für einzelne Menschen ermittelt und Risikoprofile erstellt werden. Allerdings bringt dieses neuartige System nicht nur negativen Seiten mit sich. Auf der Gesundheitskarte gespeicherte Notfalldaten können Leben retten, ein Medikationsplan kann lebensgefährliche Wechselwirkungen verhindern und die Telemedizin mobil einge­schränkte Menschen unterstützen.

Das System der Telemedizin ist mittlerweile nicht mehr aufzuhalten. Am 4. Dezember wurde E-Health-Gesetz vom deutschen Bundestag verabschiedet. bis Mitte 2018 sollen Arztpraxen und Krankenhäuser flächendeckend an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen sein. Das Bundesministerium ist sich sicher dass so die Voraussetzungen für die medizinische Versorgung der Zukunft geschaffen sind

Wearable Tech Shirt

Mittlerweile gibts es Möglichkeiten die die Selbstkontrolle des Gesundheitszustandes ermöglichen. So können zum Beispiel aus Fitnesstrackern oder sog. Wearables — Daten dem Arzt übermittelt werden. Über das Patientenfach sind die Patienten besser über Diagnosen und Therapien informiert. Die Forschung ist mittlerweile so weit dass Kleidungsstücke mit eingenähten Sensoren die Messung von Körperfunktionen ermöglichen soll. Mit einem solchen T-Shirt sind etwa fortlaufende EKG-Messungen möglich. Mithilfe dieser Sensoren werden die Daten an die zuständige Arztstelle übermittelt und ausgewertet, können aber auch von einem selbst überprüft werden.

Quellen

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article108510439/Contra-Warum-die-elektronische-Gesundheitskarte-keinen-Sinn-macht.html
http://www.bmg.bund.de/ministerium/meldungen/2015/e-health.html
http://www.abendblatt.de/meinung/article129770016/E-Gesundheitskarte-So-verlieren-Patienten-das-Vertrauen.html
http://www.golem.de/news/forscher-des-iis-sensoren-am-koerper-bald-ganz-selbstverstaendlich-1511-117569.html