Wieso ihr nie Pakete über DPD verschicken solltet
Ihr kennt das: Obwohl ihr zuhause seid und auf ein Paket wartet, findet ihr im Laufe des Tages eine Benachrichtigung eures Versandunternehmens: “Wir konnten Sie nicht antreffen”. Das alleine ist schon ärgerlich, wenn aber eine solche Odyssee folgt, wie bei mir jüngst mit DPD, verliert in den Glauben.
Seit zwei Wochen warten auf das Paket
Auch in meinem Fall, den ich euch schildern möchte, war es so. Die erste Benachrichtigung, dass mein Paket angeblich nicht an mich ausgehändigt werden konnte, erhielt ich am 06.07.17 per E-Mail. Zeitgleich hing ein Abholschein an meiner Tür mit dem Hinweis auf den entsprechenden DPD-Pickup-Paketshop. Zwei Tage nach Erhalt der Benachrichtigung wollte ich mein Paket abholen. Aber:
Der Link, der der E-Mail anhängt, führt mich zur DPD-Seite. Hier können normalerweise folgende Optionen verändert werden:
Abstell-Okay geben, Nachbarn wählen, Pickup Paketshop wählen, Datum und Ort ändern
In meinem Fall sind die Optionen allerdings ausgegraut. Das finde ich zunächst merkwürdig. Doch der eigentliche Schockmoment setzt ein, als ich merke, dass ich auch Pakete mir fremder Menschen einsehen kann. Selbst hier steht mir die Möglichkeit offen, Sendungen umzuleiten.
Datenschutzrechtlich der Supergau
Denn das heißt nicht nur, dass ich Paketabsender und -empfänger einsehen, sondern auch nach Belieben Pakete an meine Wunschadresse schicken lassen kann. Pakete, die mir nicht gehören.
DPD bittet mich nach meinem Tweet über Direktnachricht den Link mitzuteilen, den ich verwendet hatte, um auf diese Daten zugreifen zu können. Das tue ich, es gibt aber bis heute noch keine Erklärung seitens DPD, wie dieses Datenleck passieren konnte. Auf erneute Nachfrage hin hieß es, es werde intern untersucht und man gebe mir Bescheid, sobald Erkenntnisse vorliegen. Ich bleibe da definitiv dran.
Aber wo ist nun das Paket?
Als wäre dieser Vorfall aber nicht schon unangenehm genug — immerhin weiß ich nicht, wer auf MEINE Daten alles Einsicht hat — die Story geht noch weiter.

Schwierigkeiten im benannten PickUp-Paketshop, also. Ob dies etwa mit dem Datenleck zusammen hängt? Zumindest ist das die Erklärung, die ich mir dafür zusammengereimt habe. Ich will langsam einfach nur mein Paket haben, also schreibe ich DPD erneut an.

Tja, wo ist es? Ich befürchte ja, so richtig weiß niemand zu diesem Zeitpunkt, wo sich dieses Paket befindet. Auch wenn ich zunächst noch Hoffnung habe.

Nicht nur, dass das Paket nicht dort ist, wie mir versichert wurde, man weiß nicht, warum das nicht geklappt hat. Bei einem DPD-Kurier, der die Sendung zu einem DPD-Paket-Pickupshop bringen soll. Wenn nicht einmal das klappt, frage ich mich, was kriegt dieses Unternehmen überhaupt gebacken?
Nachdem es entgegen der Aussage keine Rückmeldung gibt, starte ich drei Tage später dann den nächsten Anlauf.

Und nun der Hammer: Wenige Minuten nach dieser Konversation, erhalte ich eine E-Mail, dass mein Paket an den Pickup-Shop zugestellt wurde. Allerdings an den ersten, also den Laden in der Rosa-Luxemburg-Straße. Der, bei dem es angeblich Probleme gibt und deshalb nicht zur Wahl stand.
Das war vor zwei Tagen. Gestern ging ich mit einem zweifelnden Gefühl erneut zu diesem Minimarkt. Und das Paket war da, sichtlich in Mitleidenschaft gezogen durch den logistischen Komplettausfall bei DPD.

Die Verpackung einer der Gegenstände in dem Paket war stark beschädigt, zum Glück war die Ware in Ordnung.
Eines ist für mich aber sicher: Wann immer ich die Wahl habe, Pakete zu verschicken oder den Lieferdienst auszuwählen, wird es nicht mehr DPD sein.
