3,2,1… meins. So oder so. ( DC | Veränderung Konsumverhalten und Auswirkungen)

Der Einkaufsbummel in der Stadt ist oft mit Stress verbunden, ja dazu muss man auch als Shoppingqueen stehen. Es beginnt mit der Fahrt dorthin, folglich muss man erst mal einen der nicht gerade billigen Parkplätze im Zentrum finden oder in einem der engen Parkhäuser parken. Erwischt man dann die Kurve zur nächsten Etage nicht ganz so elegant, ist der Tag eigentlich auch schon wieder gelaufen und die Shoppingmotivation passé. Schafft man es doch den kleinen Schock zu überwinden, muss man sich im nächsten Schritt oft mit lauter Musik, dunklen Umkleidekabinen, weinenden Kindern oder wenig Bewegungsfreiheit in den Läden auseinandersetzen. Wenn man was das angeht ohnehin eine niedrige Schmerzgrenze hat und als mehr oder weniger freiwillige Begleitperson auserkoren wurde, kann das schnell zu unzähligen Schweißperlen auf der Stirn führen.

Onlineshopping ist da für so manchen der Rettungsanker. Entspannt mit dem Laptop im Bett liegen, das gewünschte Produkt zum günstigsten Preis heraussuchen und bestellen, fertig. Doch die Auswahl ist oft riesig und unübersichtlich. Man muss schon ziemlich genau wissen wonach man sucht, um es dann auch in kurzer Zeit zu finden. Wendet man die verschieden Filter bei Google an und sortiert zum Beispiel nach Preis, so werden auch Produkte die in irgendeinem Zusammenhang mit dem gewünschten Artikel stehen angezeigt. Es gibt unzählige Anbieter und große Preisunterschiede. Bei Urlaubsangeboten oder gebrauchten Produkten sollte man deshalb genau hinsehen, was man für das scheinbare Schnäppchen letztendlich bekommt. Tatsächlich macht es auch einen Unterschied ob man mit dem Smartphone oder am PC shoppt…

Allgemein geben wir durch die Möglichkeit online zu bestellen wohl mehr Geld aus. Dennoch möchte wahrscheinlich niemand einzig auf den Onlinekauf beschränkt sein. Wir finden schließlich auch durch den Kauf im Geschäft heraus, welche Produkte uns gefallen und welche Größen wir beispielsweise bei unterschiedlichen Kleidungsmarken brauchen. Ein Parfum bestellt vermutlich auch keiner zum vollen Preis, ohne zu wissen wie es riecht. Die Kombination aus Beidem, also Onlineshop und stationärem Handel, ist daher auch für die Verkäufer sinnvoll.

Ich denke nicht, dass sich das Einkaufverhalten in Zukunft noch drastisch verändern wird. Die Menschen zieht es in die Gesellschaft, wir wollen sehen und gesehen werden. Da wird die Bequemlichkeit nicht siegen. Wohin sollte man denn mit einer neu errungenen Handtasche von Zalando gehen, wenn nicht in die Stadt shoppen? Es wird weiterhin Läden in den Städten geben, in denen man direkt etwas kaufen kann, die Möglichkeit so Gewinn zu machen möchten sich die Händler wahrscheinlich nicht entgehen lassen.

Und wenn man samstags durch die Stuttgarter Innenstadt läuft macht man sich wirklich keine Sorgen darum, dass der Einzelhandel aussterben könnte.

Generation Internet shoppt nämlich zu gern noch real.

Es ist doch nochmal etwas anderes ob man nun alleine vor dem Laptop sitzt und schnell mal den online Einkaufswagen füllt oder zusammen mit Freunden durch die Läden spaziert und das Ganze mit Gesprächen, Essen und gemeinsamen Shoppingerfolgen verbindet. Besonders Frauen, werden dieses Hobby wohl nicht so schnell aufgeben.

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