Kurzinterview mit der YouTuberin Neni [34.000 Abonennten]

Mit mir sprach Neni über ihren Erfolg und wieso Kooperationen mit Unternehmen für sie bisher nicht funktioniert haben.

Erzähl uns doch erstmal ein bisschen über dich, was machst Du beruflich und was sind deine Hobbies?
Im Moment studiere ich noch Journalismus. Und in meiner Freizeit fotografiere ich gern und reise viel.

Warum hast Du dich eigentlich bei YouTube angemeldet und wann war das?
Das war 2012. Ich hatte an meiner Hochschule ein TV-Seminar und uns wurde nur das Nötigste beigebracht. Ich wollte gerne mehr lernen und ausprobieren. Da ich aber nicht „umsonst“ Videos machen wollte, habe ich diese auf Youtube hochgeladen.

Wie hast Du es geschafft fast 34.000 Abonnenten zu generieren?
Ich bin am Ball geblieben, regelmäßiger Content und Vernetzung mit anderen Youtubern haben ebenfalls dazu beigetragen.

Misst Du deinen Erfolg? (Social Analytics) Wenn ja, welches Tool benutzt Du?
Nein, das mache ich nicht mehr. Anfänglich ja, aber das hat mich runtergezogen. Mittlerweile mache ich nur noch Videos, die mir Spaß machen und nicht unbedingt die, die gut laufen würden. Seitdem bin ich viel entspannter.

Was fasziniert dich an YouTube?
Dass für jeden etwas dabei ist. Jede Nische wird bedient, Schminkmädchen, Kochanfänger, Ordnungsfanatiker und das von sechs — 60.

Inzwischen kommen bestimmt auch Unternehmen auf dich zu, um mit dir zu kooperieren. Kannst Du uns ein paar Beispiele nennen? Nach welchen Kriterien entscheidest Du, ob Du eine Kooperation eingehst?
Ja, in der Tat. Die müssen einfach zu meinem Kanal passen. Ich versuche dabei auch etwas kreativer zu werden. Im Mai kam z.B. ein Buch raus, das in den 20ern spielt. Ich habe dann etwas aus dem Buch gebacken und im Video erzählt, wie das damals so abgelaufen ist.

Was war bisher deine Lieblingskooperation?
Leider entsprach bislang keine Kooperation meinen Erwartungen. Ich finde es immer schade, dass Unternehmen sich Youtuber gezielt aussuchen und dann ihr Konzept durchbekommen wollen. Wobei der Stil des Youtubers oft auf der Strecke bleibt. Dann sollte man sich im Vorfeld überlegen, ob ein klassischer Werbefilm nicht die bessere Lösung gewesen wäre.

Welche Tipps würdest Du Unternehmen geben, die frisch mit YouTube beginnen?
Vertraut dem Youtuber und lasst ihm freie Hand.

Wie läuft dein Kreativprozess ab?
Ich sammle ständig Ideen und schreibe sie mir auf. Ein paar Tage bevor ich dann tatsächlich drehe, schreibe ich mir einen groben Drehplan: Deko, Einkaufsliste und Set-up. Wenn ich an einer Stelle eine Schnittidee habe, notiere ich mir das gleich. Um Zeit zu sparen und Fehler zu vermeiden, bin ich mittlerweile sehr durchgeplant. Wie man am besten plant, habe ich natürlich auf Youtube gelernt.

Wie viel Zeit fließt wöchentlich ca. in deinen YouTube Auftritt?
Das sind ungefähr 12–15 Stunden.

Überlegst Du dir alle Rezepte selbst, die du postest?
Nein, manchmal sehe ich Rezepte, die mit Fleisch sind oder sehr aufwändig. Da versuche ich dann sie für Kochanfänger und Vegetarier zu vereinfachen. Manchmal kommen auch Freunde zu mir und teilen mit mir ihre liebsten Rezepte.

Wem folgst du am liebsten auf YouTube?
Das wechselt bei mir ständig. Im Moment schaue ich gern die Reisevlogs von Louis Cole.

Was bedeuten Dir deine Follower?
Sehr viel! Die Interaktion macht sehr viel Spaß, der Austausch und das Lernen untereinander. Da ich noch gar nicht so lange koche, nehme ich gerne Tipps von meinen Zuschauern entgegen und binde sie in meinen Videos ein.

Wie interagierst Du mit deinen Followern?
Ich bin in den größeren sozialen Netzwerken vertreten und beantworte dort alle Fragen und Kommentare. Seit ein paar Monaten binde ich alle zugeschickten Fotos in meine Videos ein. Und meine Zuschauer freuen sich darüber so sehr wie ich, wenn jemand eines meiner Rezepte nachkocht,

Hast Du noch einen Insider Tipp für uns?
Sei offen, probier öfter mal etwas Neues und hör nicht auf zu lernen.

Vielen Dank für das Gespräch.


To find more articles about Social Media and Content Marketing go to: www.ericspruth.de
Feel free to follow me on Twitter: @LonelyBird
One clap, two clap, three clap, forty?

By clapping more or less, you can signal to us which stories really stand out.