Von Moldau in die Tiroler Berge

von Adrian Zestrea

Foto: Adrian Zestrea

Guten Tag oder Bună Ziua aus der Republik Moldau!

Mein Name ist Adrian Zestrea und ich bin 24 Jahre alt. Diesen Sommer durfte ich als Stipendiat der Austrian Development Agency (ADA) beim Europäischen Forum in Alpbach teilnehmen. Meine Erfahrungen möchte ich hier gerne teilen.

Aber zunächst: Was ist das Forum Alpbach eigentlich? Das Europäische Forum Alpbach findet seit 1945 jedes Jahr im August im Tiroler Bergdorf Alpbach statt. Referenten und Teilnehmer aus allen Ländern der Welt — von der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über internationale Experten und Studierende — kommen in Alpbach zusammen, um aktuelle Fragen und globale Herausforderungen zu diskutieren und interdisziplinäre Lösungsansätze zu finden. Wie habe ich über dieses Forum erfahren? Richtig, im Internet. Dank der moldauischen Jugendgruppe „Diez“ bin ich auf Facebook auf eine Information über das Forum gestoßen. Ich habe alle notwendigen Dokumente geschickt und glücklicherweise eine positive Antwort bekommen. Mir wurde gesagt, dass ich von der ADA unterstützt werde.

Foto: Adrian Zestrea
Foto: Adrian Zestrea

Seit 2004 ist die Republik Moldau Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Mit ihrem Stipendiatenprogramm ermöglicht die ADA Studierenden aus den OEZA-Schwerpunktregionen wie mir, am Europäischen Forum Alpbach teilzunehmen. Die Zeit dort war super interessant und erfolgreich. Es war meine erste Reise nach Österreich. Jeden Tag habe ich an verschiedenen Seminaren, Symposien und Kamingesprächen teilgenommen, viele Sehenswürdigkeiten besichtigt, war in den Alpen wandern und habe natürlich viele Personen aus verschiedenen Ländern kennengelernt und Kontakte geknüpft. Auch wichtig ist, dass ich neue Ideen und Meinungen aus Gesprächen mit wichtigen Personen aus Österreich zurück nach Moldau mitgenommen habe – zum Beispiel mit Michael Linhart, Generalsekretär des Österreichischen Außenministeriums, mit dem wir zusammengesessen sind und gesprochen haben.

Foto: Adrian Zestrea

Und auch mit Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency. Herr Ledolter hat mit uns über alle Länder, die von der ADA unterstützt werden, gesprochen, und wir haben viel Feedback bekommen. Das war für mich wichtig, weil ich die Situation in Moldau ändern möchte. In meiner Heimat gibt es leider noch viel Korruption. Viele staatlichen Institutionen haben Probleme und Steuerschulden. Deshalb will ich mich engagieren, um die nachhaltige Entwicklung meines Landes zu unterstützen. Ich möchte einen Doppelmaster an einer Universität in Österreich machen, um meine Kenntnisse in Politik, Internationalen Beziehungen und Nachhaltiger Entwicklung zu vertiefen. Meine Teilnahme am Europäischen Forum Alpbach ist für mich eine große Erfahrung und auch sehr wichtig und hilfreich. Sie erweitert unsere üblichen Grenzen und gibt uns einen neuen Blick auf die Welt. Das kann mir niemand mehr wegnehmen. Ich hoffe, dass ich Alpbach noch einmal besuchen kann — und zwar nicht als Stipendiat, sondern als einfacher Besucher. Es ist unglaublich schön und wunderbar dort. Ich empfehle Ihnen, diese Möglichkeit zu nutzen und mitzumachen. Sie haben nichts zu verlieren. Sie können nur gewinnen.

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