Was ich in dieser Woche gelernt habe — über twittern auf Konferenzen

Twittern auf Konferenzen ist eine tolle Sache. Macht Spaß, bringt Austausch und nette neue Kontakte.

Dafür sollte man sich aber vorzugsweise auf eine Konferenz mit Bezug zu irgendeinem Online-Thema begeben. Dort twittert gefühlt jeder. Den Tweets über die #demexco2016 konnte man in dieser Woche praktisch nicht entgehen.

Ganz anders sieht das bei Konferenzen aus, deren Publikum nicht schon beruflich in der Online-Welt verwurzelt ist.

Ich war am vergangenen Freitag auf dem Hessischen Unternehmerinnentag. Das war natürlich eine Nummer kleiner als die demexco. Aber deswegen kann man ja trotzdem twittern. Es gab sogar einen Hashtag. Der hatte allerdings zwei Fehler: Er war viel zu lang (#hessunternehmerinnentag) und wurde erst auf der Veranstaltung selbst bekannt gegeben. Zumindest habe ich ihn vorher trotz Suche nicht gefunden.

Ich twitterte also trotzdem fröhlich drauflos und fand: zwei bis drei Mitstreiterinnen unter den Teilnehmerinnen und ein bis zwei weitere Mitstreiterinnen unter den Sponsorenteams vor Ort. Auch die Veranstalter mühten sich redlich, auf Twitter präsent zu sein. So gegen Mittag gaben die meisten von uns frustriert auf.

Mein Mann war in dieser Woche auf einer Konferenz aus der Finanzdienstleistungsbranche. Dort gab es gar nicht erst einen Hashtag. Soweit wir das beobachten konnten war mein Mann dann auch der einzige, der unverdrossen Zitate und Fotos von dort in die Welt twitterte. Er meinte hinterher er hätte sich wie ein Exot gefühlt.

Merke: Wenn man auf nicht-online-orientierten Konferenzen unterwegs ist, kann man ruhig auch twittern — wenn man Spaß daran hat. Viel Resonanz und Austausch sollte man auf diesem Weg aber nicht erwarten. Schade eigentlich.