Wenn Teamarbeit nicht zu den gewünschten Problemlösungen führt …

… versucht es einmal einzeln!

Teamarbeit wird heute oft als bessere Lösung für viele Probleme angeführt. Das ist auch oft richtig. Viele Fragestellungen sind heute so vielschichtig, dass man zu ihrer Lösung das kombinierte Wissen von Vielen benötigt.

Das heißt aber nicht, dass Teams immer bessere Problemlösungen erarbeiten als Einzelkämpfer. Woran liegt das?

Die Lösung eines Problems besteht aus zwei Phasen

  1. der Informationsbeschaffung und
  2. der Ableitung und Auswahl von Lösungsoptionen

In Phase 1 sind Teams tatsächlich im Vorteil. „The wisdom of the crowd“ führt zu einer breiteren und tieferen Informationsbasis.

In Phase 2 können aber auch negative Effekte eintreten, die wir teilweise bereits vom Brainstorming her kennen:

  • Man einigt sich vorschnell auf die erste passend aussehende Lösung
     („Super, dann haben wir es ja. Ich muss jetzt ins nächste Meeting.“)
  • Wer am besten argumentieren kann, setzt seine Lösungsidee durch 
     (das ist dann „The wisdom of the loud“)
  • Formelle und informelle Anführer unterdrücken missliebige Lösungsideen
  • Folglich kommen diejenigen, die eine Angelegenheit erst gründlich durchdenken und ihre Meinung sorgsam ausformulieren meist gar nicht mehr zu Wort
     (Und irgendwann wollen sie es dann auch nicht mehr)

Meist kommen mehr Lösungsideen auf den Tisch, wenn jeder für sich über passende Ansätze nachdenkt. Damit steigen auch die Chancen, die wirklich optimale Lösung zu finden.

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