Und ein Teilchen lebt weiter

München, abends im Englischen Garten. Wir liegen auf dieser Wiese

Bild habe ich auf Flickr gefunden: Christian

und mir wird folgende Geschichte erzählt:

“Eine Grundschülerin hat heute zu mir gesagt, dass ihre Oma gestorben ist und ich habe sie gefragt, ob sie jetzt traurig ist und was sie glaubt, dass jetzt mit ihrer Oma passiert und ich fand ihre Antwort so schön:

Sie meinte, dass sie nicht traurig ist. Ihre Oma hat ihr ganz viele Geschichten erzählt und sie hat außerdem die Erinnerungen an ihre Oma. Das heißt, dass ihre Oma jetzt ein Teil von ihr ist und so ist das bei allen Menschen. Jedem Menschen, dem man auf seinen Weg begegnet und dem man wichtig ist, gibt man ein Teil von sich mit und dieses Teilchen lebt dann in der anderen Person weiter, wenn man selbst schon lange weg ist. Wenn sie selbst mal Kinder hat, spätestens dann gibt sie das Teilchen auch an ihre Kinder weiter, weil die Kinder ja ein Teilchen von ihr mit in sich behalten und in ihrem Teilchen wäre ja ihre Oma dann auch wieder mit dabei. Das heißt, dass ihre Oma dann auch noch in ihren Kindern weiterlebt und so muss sie gar nicht traurig sein, weil Oma ja noch immer da ist, sie sieht sie nur nicht mehr, aber sie wird nie ganz weg sein, solange sie selbst noch da ist.”

Achtet darauf, was für Teilchen ihr in den Menschen, denen ihr wichtig seid, weiterleben lasst.


Floreant Dendritae
Marco (auf Facebook)
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