Reges Treiben im Stadtwald

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Personalplanungen der Eintracht schreiten voran

Am vergangenen Dienstag startete die Frankfurter Eintracht nach nur 43 Tagen Erholung in die neue Saison. Bei Trainingsstart war jedoch noch nicht der vollständige Kader zugegen, das Gesicht der Mannschaft wird sich noch wandeln. Hier eine erste Auflistung der bisherigen Veränderungen:

Neuzugänge

  • Omar Mascarell (Defensives Mittelfeld)
  • Branimir Hrgota (Mittelstürmer, ablösefrei)
  • Taleb Tawatha (Linksverteidiger, ca. 1,5 Millionen Euro)
  • Ante Rebic (Hängende Spitze/Linksaußen, Leihe)
  • Danny Blum (Linksaußen, ablösefrei)
  • Leon Bätge (Torhüter, eigene Jugend)

Abgänge

  • Carlos Zambrano (3,5 Millionen Euro, davon rund 1 Million für SGE)
  • Luca Waldschmidt (ca. 1,3 Millionen Euro)
  • Aleksandar Ignovski (750.000 Euro)
  • Constant Djakpa (Vertragsende)
  • Änis Ben-Hatira (Vertragsende)
  • Sonny Kittel (Vertragsende)
  • Kaan Ayhan (Leihende)
  • Emil Balayev (Vertragsende)
  • Yannick Zummack (Vertragsende)

Für folgende Positionen wird noch Verstärkung gesucht

  • Innenverteidigung
  • Rechtsverteidigung
  • Defensives Mittelfeld

Wer käme für die Vakanzen in Frage?

  • Felipe Santana (Innenverteidigung, ablösefrei) — spekulativ
  • Georg Niedermeier (Innenverteidigung, ablösefrei) — spekulativ
  • Daniel Schwaab (IV, Rechtsverteidigung, ablösefrei) — spekulativ

Soweit der aktuelle Stand. Auf den ersten Blick liest sich das schon recht abenteuerlich, aber ich bin gespannt, wie die Neuzugänge, insbesondere Ante Rebic und Taleb Tawatha, aufspielen werden. Rebic kennt Trainer Kovac aus seiner Zeit im kroatischen Verband, er kann ihn mithin ausreichend einschätzen. Auf einen Namen wie Tawatha kommt man ebenfalls nicht ohne Hintergrundwissen. Hier machte Kovac deutlich, dass er den Spieler offensichtlich schon länger genauer im Blick hat. Allein aufgrund seiner Schnelligkeit sollte der junge Israeli dazu in der Lage sein, Bastian Oczipka Druck zu machen. Insgesamt eine Personalie, die ich nur schwer bewerten kann, dafür jedoch für umso interessanter halte. Auch die kolportierten 1,5 Millionen Euro Ablöse sprechen dafür, dass es sich hier keineswegs nur um einen Verlegenheitstransfer handelt. Ganz ehrlich: Ich freue mich riesig auf Tawatha und bin aufgrund seiner Anlagen sehr optimistisch, dass er für Oczipka die Konkurrenzsituation erhöht.

Inwiefern Omar Mascarell, über dessen Ablösesumme stillschweigen vereinbart wurde, für die Anfangsformation eingeplant ist, wird man abwarten müssen. Talent bringt er mit, aber die vergangene Saison in Gijon lief nicht optimal, zuletzt spielte er keine Rolle mehr. Aus diesem Grund wäre es vonnöten, noch mindestens zwei weitere Spieler zu holen: Einen erfahrenen defensiven Mittelfeldspieler und einen Zambrano-Nachfolger für die Innenverteidigung. Diese beiden Positionen müssen mit hochklassigen Leuten besetzt werden, will man in der kommenden Runde nicht wieder um die Erstligazugehörigkeit zittern müssen. Vielleicht ergibt sich sogar die Chance einer Rückholaktion von Pirmin Schwegler, der in Hoffenheim unter Nagelsmann zuletzt kaum noch spielte. Wäre der Fußballzirkus ein Wunschkonzert, könnte man auch über Neven Subotic nachdenken, der offensichtlich den BVB verlässt. Aber bei solchen Gedankenspielen holt uns die Realität schon bald wieder knallhart ein.

Wer noch gehen könnte

  • Heinz Lindner
  • Joel Gerezgiher (Leihe)
  • Haris Seferovic
  • Luc Castaignos
  • Enis Bunjaki

Es ist fest davon auszugehen, dass uns bis zum ersten Pflichtspiel noch weitere Spieler verlassen werden. Heinz Lindner war zuletzt mit seiner Reservistenrolle unzufrieden, spielte dadurch bei der Euro 2016 keine Minute. Die beiden Jungen Gerezgiher und Bunjaki dürften nur geringe Chancen haben, sich dauerhaft im Kader festzusetzen. Eine Leihe könnte hilfreich sein, dafür müsste der Kontrakt von Bunjaki allerdings erst verlängert werden.

Allein zwei Spitzen hat die SGE in den letzten Tagen verpflichtet. Ein deutliches Zeichen dafür, dass uns eine andere verlässt. Am wahrscheinlichsten ist hier ein Transfer von Haris Seferovic, der schon während der Euro 2016 andeutete, den Verein verlassen zu wollen, um weiter oben zu spielen. Bobic und Hübner setzen nun alles daran, baldmöglichst einen Deal festzuzurren, auch um den Schweizer 2017 nicht ablösefrei ziehen zu lassen.

Sollte diese Unternehmung scheitern, könnte die Personalie Castaignos noch mal heiß werden. Der Grund: Es muss noch etwas Geld in die leeren Kassen gespült werden.

Heute Abend (Mittwoch, 6.7.) sprechen wir gegen 19:30 Uhr im Eintracht-Podcast über diese und viele weitere Themen. Schaltet ein!

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