Wie ich als Schüler über 30 Musikvideos für internationale Kunden erstellt habe

Mein Name ist Maxim Buz, ich bin in Russland geboren und in Deutschland aufgewachsen. Ich verdiene seit dem 15. Lebensjahr mein Geld im Internet und möchte meine Erfahrungen zum Thema Als Schüler Geld im Internet verdienen teilen.

Grundsätzlich gibt es mittlerweile Unmengen an verschiedenen Möglichkeiten Geld im Internet zu verdienen. Es gibt Freelancing, Blogging, YouTubing, SAAS, E-Commerce, Affiliate Marketing und und und… Mit einer dieser vielen Strategien habe ich es mit gerade einmal 15 jungen Jahren geschafft mein erstes selbst verdientes Geld zu erarbeiten — und das auch noch im Internet.

WIE ALLES ANFING

Schon mit sehr jungen Jahren habe ich mit meiner damaligen Freundesgruppe (die glücklicherweise größtenteils bis heute hält) Freerunning trainiert. Nicht jeder wird diese Sportart kennen, doch damals hat es vorallem bei den Jungs einen besonderen Freerunning „Boom“ gegeben, wenn man es so nennen kann. Es geht vor allem darum so cool wie möglich über Hindernisse zu kommen indem man z.B. Saltos o.ä. macht.

In YouTube und Myvideo gab es damals bereits schon eine Community, die ständig neue Freerunning Videos veröffentlicht hat. Wir, mit unseren zarten 10 Jahren wollten natürlich, ganz wie die großen Kids, unsere eigenen Videos drehen und auf YouTube hochladen.

Es fing damals alles mit den ersten Sony Ericsson Handys mit Kameras an: Einer filmt mit dem Telefon die anderen bei deren Sprüngen. Das wurde dann alles gleich auf dem Handy zusammengeschnitten, mit pumpender Musik unterlegt und auf YouTube oder MyVideo hochgeladen.

Ich (links) und meine Crew mit ca. 15 Jahren

Wir wurden älter, unsere Freerunning Skills verbesserten sich und genauso stieg auch die Qualität unserer kleinen “Produktionen”. Irgendwann habe ich angefangen die Video auf den PC hochzuladen und im Windows Movie Maker zu bearbeiten. Es kam immer bessere und modernere Schnittsoftware zum Einsatz und ich stand eines Tages plötzlich vor der Aufgabe unser „Team-Logo“ zu animieren. Von Video zu Video wurden die Animationen immer besser und ich fing an das animieren für mich zu entdecken.

Mit 15 Jahren war es dann soweit und ich konnte tatsächlich jemandem meinen Service als Videogestalter verkaufen. Es war ein privat Kunde, der mich übers Internet gefunden hatte und es ging um ein 4 minütiges Video für welches ich damals lediglich 50€ verlangt habe.

Einige Monate nach diesem Auftrag kam dann auch der erste größere Auftrag, mit dem ich in wenigen Wochen 1000€ verdienen konnte. Ich war 16 Jahre und aus einem Hobby wurde plötzlich mehr oder weniger ein Beruf. Es kamen bestimmte Aufgaben und Pflichten auf mich zu, die niemand in meiner näheren Umgebung jemals erforschen konnte — ich war plötzlich selbständig und das alles während ich noch zu Schule ging.

Eine kleine Animation die ich damals erstellt habe

Mit so jungen Jahren kennt man sich in der Thematik natürlich sehr wenig aus, aber Probieren geht über Studieren und somit musste ich mich wohl oder übel damit auseinandersetzen. Es bot sich mir die Chance ein eigenes Gewerbe zu eröffnen, doch dafür müsste ich mit meine Eltern zu einem Gericht fahren, bestimmte Prüfungen ablegen, Formulare ausfüllen und, und und.. Zu viel Aufwand für mich — verstärkt dadurch, dass ich gerade mit meinem Abitur anfing.

Also musste es noch eine andere Alternative geben. Es stellte sich heraus, dass ich die gewinnorientierte Tätigkeit des Animierens theoretisch als eine Freiberufliche Tätigkeit anmelden konnte, um somit die ganzen Gewerbeanmeldungen und Gerichtsprüfungen etc. zu umgehen.

Ich habe mich allerdings auch hiergegen entschieden, da ich trotzdem noch bestimmte Steuerfragen und Buchführung etc. übernehmen müsste, was mich lediglich von meiner eigentlichen Tätigkeit ablenken würde. Außerdem wollte ich das Risiko nicht eingehen etwas falsch zu machen, weil dadurch nicht nur meine Existenz auf dem Spiel stehen würde, sondern auch noch die meiner Eltern, denn wir haben damals Sozialhilfen vom Staat bekommen und die Prüfung aller Geschäftsunterlagen würde somit um eine ganze Stufe ausführlicher ablaufen.

Die beste Lösung für mich war es dann schlussendlich entweder die Tätigkeit auf einen volljährigen Bekannten anzumelden oder die Rechnungen über die Firma eines Bekannten auszustellen.

Ich habe Glück gehabt, dass ich damals einen Bekannten gefunden hatte, der Tatsächlich eine Firma besaß, die dazu noch den Gegenstand einer Online Unternehmung zu Grunde liegen hatte.

Ich konnte somit alle steuerlichen Aspekte auf die Firma outsourcen und hatte keinerlei Sorgen mehr mein Geld selbständig im Internet zu verdienen — dafür bekam die Firma damals 10% meines Umsatzes.

Mittlerweile 17 Jahre alt, habe ich eines Tages ausprobiert ein „Lyric“-Musikvideo zu animieren. Mein Ergebnis war dann so überzeugend, dass ich anfing ausschließlich solche Musikvideos für Künstler aus der ganzen Welt herzustellen. Das gute daran war, dass ich nicht mehr zu einem Stundensatz bezahlt wurde und somit riesige Stundenlöhne erwirtschaften konnte - Außerdem hat es mir viel mehr Spaß bereitet Musikvideos für Kreative Leute anstatt Erklärvideos für langweilige Unternehmen zu erstellen.

Ein Ausschnitt von einem meiner Lyric Videos

Mittlerweile bin ich 18 Jahre alt und habe bereits über 30 Projekte für die unterschiedlichsten Bands, Rapper, Musiker und Labels abschließen können.

Jetzt, vor ca. einer Woche, kam dann der, wie soll ich sagen… “Durchbruch” (?!). Ein Drum and Bass Duo aus London namens Matrix & Futurebound hat mich im Internet gefunden und mit einem Lyric-Video beauftragt. Klingt erstmal nicht wirklich besonders. Dann habe ich allerdings mal in YouTube nachgeschaut und bemerkt, dass jedes einzelne Lied mit den beiden mehrere Millionen Views hat!

Das Lied mit dem ich beauftragt wurde heißt “Fire” und konnte innerhalb von einer Woche nach Release bereits eine halbe Millionen Streams auf Spotify erreichen. In den nächsten Wochen sollte mein Musikvideo für die beiden nun auch auf YouTube erscheinen: Ich erhoffe mir natürlich auch eine Millionen Views!

Wie es weitergehen soll? Ich bin mir nicht sicher.

Auf der einen Seite wollte ich schon immer ein duales Studium in einem großen Unternehmen machen. Ich bin nächste Woche sogar wieder auf einem Bewerbungsgespräch. Auf der anderen Seite will ich aber auch in den nächsten 5–10 Jahren zur erfolgreichsten Lyric-Video Agentur Deutschlands oder sogar der Welt skalieren.

Jetzt die Frage: Was denkt ihr? Wofür soll ich mich entscheiden?

Wer mehr über mich, mein Unternehmen und meine Erfahrungen lesen möchte geht am besten auf meinen neuen Blog: www.digital-capitalist.de
Dort könnt ihr auch viele Takeaways und Tipps für Online-/ bzw. Social Marketing nachlesen und mich auf meinem Weg begleiten.

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Danke für Eure Zeit!