Kommunikationswissenschaft
Gestern hab ich meinen Magister in Philosophie bekommen, Studium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Jetzt bin ich ein ausgebildeter Denker.
Wieder viele Ideen. Meine Magisterarbeit als Aufsatz in einer medienhistorischen Zeitschrift publizieren. Oder generell zu Kommunikationswissenschaft schreiben und in einigen Jahren mit Essays & Büchern beginnen. Vornehmen, überlegen, durchziehen.
Meine Magisterarbeit handelte im Übrigen von der Finanzierbarkeit vom Journalismus. Wie kann Journalismus heute noch genügend Knete scheffeln, um am Leben zu bleiben & seine Aufgaben erfüllen zu können? Antwort: Er hat viel zu tun. Sein Verhältnis zu Staat, Politik, Wirtschaft und vor allem der Werbewirtschaft wird sich dramatisch ändern müssen. Anders gesagt: Diese Änderung ist bereits jetzt erkennbar.
Werbeeinnahmen sinken. Neue Erlösquellen mit Unternehmen, der Privatwirtschaft, werden gesucht, teils getestet. Werbung? Paywall: Weniger Sichtkontakte, mehr Einnahmen durch Vertriebserlöse. Die Lösung? Gibt es eine Lösung? Nein.
So sehr wir uns als Menschen, als Gesellschaft und als Menschheit verändern, so sehr wandeln sich Medien, und der Journalismus ist das Urgestein der systemtheoretischen Selbstbeobachtung durch die Medien. Demnach gibt es keine Lösung für etwas, dass nie fertig sein wird. Wie der Mensch ja auch nie fertig sein wird. Die Bestimmung des Menschen nach Hegel? Eine kurze Konstante im nicht vorhandenen Raum-Zeit-Gefüge, ein Augenblick in der Unendlichkeit. Das ist Existenz. Der Journalismus erzählt uns etwas darüber.
Aber dafür zahlen? Aber das iPhone! Das kostet € 1.000, der Laptop noch mehr, etc. Und Journalismus & angrenzende Regionen unternehmen viel, um Zeitung & Co. als Witz darzustellen, als unangenehme Notwendigkeit auf Produktionsseite. Business ist nicht immer Neutralität. Journalismus ist schützenswert, auch im Geschäftsleben, das unterscheidet einen Geschäftsmann mit Ehre und einen Scharlatan aus Hintertupfing. Haha.