SEO: Schneewittchen und die sieben Keywords

Zahllose Mythen und Sagen ranken sich rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung. Doch viele davon sind schlichtweg Humbug.


Viele Aussagen über die Suchmaschinenoptimierung sind entweder überholt, haben nie gestimmt oder ziehen im schlimmsten Falle sogar extreme Konsequenzen nach sich. Hier sind die drei bekanntesten SEO-Mythen:

  1. Meta-Tags
    Ein Bestandteil einer jeden HTML-Seite sind die sogenannten Meta-Tags. Sie befinden sich im <head> des HTML-Codes. Der Meta-Tag “keywords” wurde früher dazu benutzt, um große Mengen an Schlagwörtern auf einer Seite unterzubringen. So, zumindest in der Theorie, sollte die eigene Webseite in den Suchergebnissen besser gefunden werden. Doch schon 2009 gab Google eine Erklärung ab, die besagt, dass die “keywords” keinerlei Einfluss auf die Suchergebnisse haben. Selbiges gilt demnach auch für die Tags “description” und “audience”. Der vielleicht wichtigste Tag, der genaugenommen nicht mal ein Meta-Tag ist, ist der <title>. Denn er zeigt nicht nur den Titel der Webseite im Reiter des Browsers an, sondern sein Inhalt ist auch der Text, unter welchem die Seite bei der Suchmaschine gelistet ist. Auch die Description ist nicht völlig unwichtig. Denn Sie beinhaltet den Text, der bei den Suchmaschinen unterhalb des Links angezeigt wird. Eine aussagekräftige “description” kann den Kunden dazu bewegen, den eigenen Link anzuklicken. Das erhöht die Klickrate, was zumindest einen indirekten Einfluss auf den Rankingfaktor hat.
  2. PageRank
    Weitverbreitet ist der Irrglaube, dass der Pagerank die Wertigkeit einer Seite zeigt und enorm wichtig für den Rankingfaktor ist. Ursprünglich war der PageRank tatsächlich eingeführt worden um die Relevanz von Webseiten festzulegen. Auf einer Skala von unranked bis 10 sollte eine Seite dann benotet werden. Doch wegen des Verkaufs von Domains mit gutem Pagerank an Anbieter mit schlechterem Content hat Google die Bedeutung nach und nach immer mehr abgeschwächt. Als Faktor wird der PageRank heute nur noch in ganz geringem Umfang gewertet.
  3. Hidden Content
    Man sollte nicht an dem Ast sägen, auf dem man sitzt. Der Spruch ist alt. Fast genau so alt ist die Idee Suchmaschinen, wie z.B. Google, für Dumm zu verkaufen. Denn Hidden Content beschreibt Inhalt, welche für den bloßen Betrachter einer Webseite nicht zu sehen ist. Da wird der Content um einige tausend Pixel aus dem sichtbaren Bereich herausgeschoben oder direkt mit weißer Schrift auf weißem Grund angezeigt. Dies stellt einen direkten Verstoß gegen die Google Webmaster Richtlinien dar und kann sehr schnell entlarvt werden. Das kann, im schlimmsten Fall, zum Ausschluss aus den Suchergebnissen führen. Die Webseite wird nicht mehr indiziert und ist bei Google nicht mehr auffindbar.

Das klingt hart, aber wer sauber und ehrlich arbeitet und seinen Nutzern eine gute Erfahrung auf seiner Webseite bietet, wird mit einem guten Ranking dafür belohnt werden. Weitere Informationen zum Thema SEO-Mythen gibt es in den Arikeln von Christoph Baur und Björn Tantau.

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