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Nachdem ich direkt zu Beginn des Covid-19 Ausbruchs den Text “COVID-19, der Anfang vom Neuanfang?” veröffentlicht habe, ist einige Zeit vergangen. Viele Gespräche und Gedanken später versuche ich in dieser Fortsetzung, konkreter zu werden.

Was passiert da gerade um uns herum? Die Kanzlerin sprach “von der größten Herausforderung seit dem Ende des 2. Weltkriegs”, Regierungen schnüren unlimitierte Unterstützungspakete, und an den großen Finanzplätzen der Erde unterbrechen sogenannte “Circuit Breaker” den Handel, weil die Verluste zu groß sind. Und wir? Sitzen zu Hause und schauen zum Fenster raus, wie in einem schlechten Film.
Ein Versuch der Einordnung.

Covid-19 ist Symptom, nicht Ursache

Schon vor dem Virus hat sich eine globale Rezession abgezeichnet. Mit den “Hilfspaketen” und dem massiven Gelddrucken der Zentralbanken blähen sich jetzt die Staats- und Unternehmensverschuldungen weiter auf, hinzu kommen die Kosten absehbarer “Bailouts”. Die USA sind mit rund 13 Billionen € Spitzenreiter der weitweiten Staatsversschuldung, aber auch die EU-Staaten sind aktuell mit insgesamt ca.10.6 Billionen € verschuldet. Die deutschen Schulden entsprechen dabei über 70% des BIPs, andere europäische Länder wie Spanien, Irland, Italien und Griechenland sind mit weit über 100% ihrer jährlichen Gesamtwirtschaftsleistung verschuldet. Die Lufthansa wurde in den “Ramschbereich” herabgestuft, die ganze Branche steht still, am Rande des Zusammenbruchs. Der Automotivbereich samt Zulieferindustrien kämpft mit Umsatzeinbrüchen von bis zu 80%, denn wer mit Zukunftsangst Zuhause sitzt, kauft erstmal kein Auto mehr. Und in den USA haben sich in den letzten zwei Wochen mehr als 11 Millionen U.S. Amerikaner arbeitslos gemeldet, absoluter Höchsstand seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Folgen von dem, was sich im Moment entwickelt, sind völlig unabsehbar und wurzeln lange vor dem…


Hamsterkäufe, Sterilium-Diebstähle, Sterbequoten per Altersgruppe, Mutationsspekulationen. Ein Virus legt die Welt lahm, Fluggesellschaften lassen ihre Flotten am Boden, Länder schließen Kigas und Schulen, Großveranstaltungen werden abgesagt und der Handschlag zur Begrüßung ist auch nicht mehr. “Social Distancing”, die Welt kommt zum Stillstand.

Bild veröffentlicht unter Creative Commons Zero — CC0 Lizenz.

Als hoffnungsloser Optimist frage ich mich gerade in solchen Momenten umso mehr: hat das Ganze vielleicht auch etwas Gutes? Angesichts von fast 5000 Toten weltweit klingt diese Frage vielleicht erst einmal etwas zynisch, aber ich will sie trotzdem stellen, denn die Situation ist nun einmal da und fragt nicht, ob sie bleiben darf. …


Wie wollen wir selbst in unserer täglichen Arbeit darauf achten, das zu tun und vorzuleben, was wir unseren Kunden predigen? Welche Regeln geben wir uns selbst als Unternehmen? Verwunderlicherweise gibts dazu noch relativ wenig im Netz, daher hier unsere Regeln, so konkret wie möglich, gerne zum Nachmachen und weiter verbessern.

MOBILITÄT

Für die An- und Abreise zu Kunden gilt grundsätzlich: keine Flüge.
Wir machen alles mit der Bahn und alle Mitarbeiter bekommen dafür eine BC50. Ausnahmen bestätigen die Regel: Sehr selten entscheiden wir in Rücksprache miteinander, dass der erhoffte Nutzen eines Termins den durch den Flug verursachten Schaden rechtfertigt und es zeitlich nicht anders zu machen wäre. …

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