Erreichen Sie mit Online-PR auch Journalisten

Journalisten und Redakteure sind die Entscheider für Veröffentlichungen in den Printmedien und Online-Magazinen. Ein gut gepflegter Presseverteiler mit persönlichen Kontakten ist der erste Weg, um Kontakt zu den entsprechenden Medien aufzubauen. Doch besonders kleine und mittelständige Unternehmen oder auch Startups fehlen meist die Kapazitäten für Aufbau und Pflege eines Presseverteilers und direkter Journalistenkontakte. Sie sind jedoch besonders auf Veröffentlichungen angewiesen, um sich bekannt zu machen. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen zwei Wege, wie Sie mit Online-PR Journalisten erreichen und gleichzeitig die Reichweite und Sichtbarkeit mit Ihren PR-Botschaften insgesamt steigern können.

Der klassische Weg, über Presseverteiler Journalisten zu erreichen, ist für viele Unternehmen nur schwer realisierbar
Ein Presseverteiler ist eine Datensammlung von Print-Redaktionen und Online-Medien für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen. Presseverteiler sind ein wesentlicher Bestandteil der PR, um Journalisten und Redakteure zu erreichen. Inzwischen genügt es aber nicht mehr, Mitteilungen einfach per Mail an Redaktionen zu versenden und auf eine Veröffentlichung zu hoffen: In der schnelllebigen Medienwelt ändern sich häufig die Kontaktdaten einzelner Redakteure und so erfordert ein Presseverteiler intensive Pflege und Überarbeitung.
Neben der Aktualität benötigt der Ersteller eines Presseverteilers zusätzlich auch noch Know-how über das jeweilige Medium: Ist es besser, den Redakteur direkt anzuschreiben oder möchte der Ressortleiter das Thema persönlich auf den Tisch bekommen? Ist es günstiger eine E-Mail-Adresse zu verwenden, die in der Fachredaktion zentral ankommt, um unabhängig von Urlaub oder Krankheit des Redakteurs zu sein?
Ein guter Presseverteiler erfordert also eine gründliche Recherche, regelmäßiges Monitoring und Datenbereinigung sowie der Aufbau von persönlichen Kontakten.
Für diese Aufbau- und Pflegearbeit haben gerade kleine und mittelständige Unternehmen, Selbstständige, Einzelunternehmer und Startups zu wenig Kapazitäten.
Wie ist es auch ohne einen eigenen Presseverteiler möglich, Journalisten zu erreichen sowie Sichtbarkeit und Reichweite zu erlangen? Hier finden Sie 2 Wege:
Weg Nr. 1: Nutzen Sie fertige Fachverteiler, um Journalisten zu erreichen
Statt einen Presseverteiler selbst aufwändig zu pflegen, können Sie den Service externer Dienstleister in Anspruch nehmen, die Ihnen spezielle Verteiler für Ihre Branche, Ihr Thema oder Ihre Zielgruppe anbieten und auch direkt den Versand Ihrer Pressemitteilung an diese Verteiler übernehmen.
Externe Fachverteiler werden aktuell gepflegt und stehen Ihnen dann zur Verfügung, wenn Sie diese benötigen.

PR-Gateway bietet einen IT-Fachverteiler an, mit dem Sie Redaktionen aus dem IT-Umfeld direkt erreichen.
PR-Gateway bietet außerdem den Zugang zu allgemeinen Medienverteilern, wie z.B. pressrelations, die Ihre Pressemitteilungen themenspezifisch an Medienschaffende, Nachrichtenagenturen, TV-, Hörfunk-, Online-Redaktionen, Zeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften sowie freiberufliche Journalisten distribuieren.
Die Nutzung eines Dienstleisters kann auch deshalb interessant sein, weil Fachmedien genauer hinsehen, wenn die PR-Botschaft über einen bekannten Service kommt.
Für einige Fachverteiler haben sich Journalisten und Medienvertreter selbst akkreditiert, so dass Sie davon ausgehen können, die richtigen Personen mit aktuellen Kontaktdaten zu erreichen.
Weg Nr. 2: Lassen Sie sich von Journalisten finden
Der Medienwandel bedingt eine Verlagerung von den klassischen Medien hin auf das Internet und mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets, Internet der Dinge etc.). Blogs und die sozialen Netzwerke haben eine wichtige Rolle als Medienmittler und News-Aggregatoren übernommen. Zahlreiche Content-, News- und Fachportale (Presseportale) transportieren PR-Botschaften und jedes Print-Medium hat in der Regel auch ein Online-Portal.
Grund genug also, Ihre PR ins Internet zu bringen. Als Basis verwenden Sie dafür zuerst Ihre eigene Website, Ihren Blog und Ihre eigenen Social-Media-Kanäle. Doch das reicht nicht aus, denn damit erreichen Sie nur Ihre eigene Zielgruppe. Für eine wirkliche Erhöhung der Sichtbarkeit müssen Sie Ihre Themen auch in fremde Online-Medien bringen. Hierzu eignen sich Portale, auf denen Sie selbst veröffentlichen können. Auf einigen dieser Medien können Sie Ihre News einfach selbst “hochladen”, bei anderen können Sie sogar ein eigenes Pressefach oder einen Account anlegen.
Zu Online-Portalen zählen:
Reichweitenstarke Online Presseportale und Nachrichtenportale (z. B. Firmenpresse, Inar, Fair News)
nationale, internationale oder regionale Presseportale
Fachportale und Themenportale, wie Internet World Business, Business-Wissen
Branchen- und Medienblogs (z.B. E-Commerce-Blog, Finanzen.net)
Experten-Netzwerke (z.B. Absatzwirtschaft-Biznet, Kompetenznetz-Mittelstand oder Marketing-Börse)
Dokumentenportale (z.B. Slideshare, Yumpuu, Issuu)
Content-Netzwerke (z.B. Medium, Tumblr, Torial)
RSS-Portale (z.B. Blog-Feed, RSS-Nachrichten)
Veranstaltungsportale (z.B. Eventfinder, Openeventnetwork)
Online-Medien, auf denen Sie selbst veröffentlichen können, nennen wir im Marketingjargon “Owned Media”.
Owned Media Portale sind für Google sehr interessant, denn sie transportieren aktuelle Themen und abwechslungsreichen Content. Owned Media werden außerdem in den Google News gelistet und sorgen dort für eine besonders prominente Auffindbarkeit.

Beispiel einer Pressemitteilung auf dem Presseportal unternehmen-heute.de, die auf Position 1 in den Google News sichtbar ist.
Bei der Selbstveröffentlichung ist also die Erreichbarkeit und Freigabe von Journalisten nicht erforderlich. Sie selbst entscheiden, was veröffentlicht werden soll.
Neben Online-Portalen bieten Social-Media-Kanäle die Möglichkeit, Ihre PR-Themen online “zu publizieren”. Es ist deshalb empfehlenswert, sich nicht nur auf ein oder zwei soziale Netzwerke zu beschränken, sondern ein umfangreiches Social-Media-Portfolio abzudecken. Denn jedes Netzwerk hat unterschiedliche Schwerpunkte, technische Möglichkeiten und Zielgruppen. Ein kleiner Überblick über wichtige Social Media:
Soziale Netzwerke: Facebook, Google+, VK
Micro-Blogs: Twitter
Business-Netzwerke: XING, LinkedIn, Google My Business
Bilder-Netzwerke: Pinterest, Instagram, Flickr
Video-Portale: YouTube, Vimeo
Content-Portale: Tumblr, Torial, Medium, Bloglovin’
Präsentations-Plattformen: Slideshare, Whitepapercentral, Issuu, Yumpu
Frage-Plattformen: wer-weiss-was, gutefrage.net
Social Bookmark-Portale: Diigo, Digg
Journalisten recherchieren im Internet
Interessante Ergebnisse zur digitalen Journalistenrecherche liefert die Studie “Journalistische Recherche im Netz” vom Verlag Rommerskirchen in Kooperation mit der Media School am Campus Köln der Hochschule Macromedia. Insgesamt haben 2.329 Journalisten an der Umfrage teilgenommen.1.428 von ihnen haben angegeben, hauptberuflich journalistisch tätig zu sein.
Das sind die Keyfacts der Studie:
83,7 % der Journalisten recherchieren an einem gewöhnlichen Arbeitstag häufig bis sehr häufig — damit ist die Recherche Tätigkeit Nummer eins.
85 % der Befragten nennen das Internet als wichtigste Quelle. Persönliche Gespräche rangieren aber dicht dahinter.
55,5 % der Journalisten nutzen das Netz zur gründlichen Recherche. Die meisten suchen dort nach Zusatzinformationen.

Journalisten nutzen das Internet und die Social Media zum Einholen von Zusatzinformationen, Beobachten der Nachrichtenlage, Ermitteln zusätzlicher Quellen, Kontrolle von Akten, gründliche Recherche, Bewerten eines Themas, Suchen von Zusatzmaterial und zum Überprüfen von Quellen. Bildquelle: Studie “Journalistische Recherche im Netz” vom Verlag Rommerskirchen in Kooperation mit der Media School am Campus Köln der Hochschule Macromedia.
Wenn es um ihre Recherchen geht, bewegen sich Journalisten in den sozialen Netzwerken anders als gewöhnliche Internetnutzer: Twitter und Blogs nutzen sie etwa dreimal so häufig wie die Gesamtbevölkerung, Facebook und YouTube rufen sie hingegen deutlich seltener auf.

Bildquelle: Studie “Journalistische Recherche im Netz” vom Verlag Rommerskirchen in Kooperation mit der Media School am Campus Köln der Hochschule Macromedia.
Die Macromedia-Studie hat auch die Bewertung der Onlinerecherche beleuchtet und kommt zu dem Ergebnis: “Die Möglichkeiten der Onlinerecherche sehen die befragten Journalisten insgesamt positiv: Vor allem jüngere Journalisten glauben, dass Journalisten durch die Möglichkeiten der Onlinerecherche heute besser und schneller recherchieren können — eine Meinung die von der großen Mehrheit der befragten Journalisten geteilt wird.”
Die Studie verdeutlicht, warum auch eine weitreichende Verbreitung der Meldungen im Internet wichtig ist. Denn nur so erzeugen Sie ausreichend “Touchpoints” im Netz, auf die Journalisten und die eigene Zielgruppe bei ihren stoßen. Denn jeder User hat unterschiedliche Wege und Methoden, um nach Informationen zu suchen.
So werden Ihre PR-Botschaften im Internet gefunden
Die Suchalgorithmen von Google und Co. sind mittlerweile so intelligent, dass sie nicht nur einzelne Wörter, sondern auch Wortkombinationen und Fragen verstehen und zugehörige relevante Ergebnisse ausspielen.
Am häufigsten wird Google (67,2 %) von Journalisten für den Rechercheeinstieg genutzt.

Bildquelle: Studie “Journalistische Recherche im Netz” vom Verlag Rommerskirchen in Kooperation mit der Media School am Campus Köln der Hochschule Macromedia.
Besonders gut sichtbar in der Google-Suche sind:
Beiträge und News auf den ersten Plätzen der ersten Seite
Google My Business News (rechter Bereich)
Google AdWords
Google News
Es sollte also Ihr Ziel sein, Ihre PR-Botschaften auf diesen Plätzen bei Google zu positionieren. Dies kann beispielsweise über Online-Pressemitteilungen auf Online-Presseportalen oder durch Blogbeiträge gelingen.
Besonders wirksam sind die gut sichtbaren Beiträge in Ihrem Google My Business Brancheneintrag. Lesen Sie dazu Google My Business: Mit aktuellen News mehr Sichtbarkeit für Ihr Unternehmen.
Online-Pressemitteilung als fertiges Leseformat für Journalisten
Das Format der Online-Pressemitteilung bietet eine gute Möglichkeit, um relevante Inhalte zu kommunizieren und effektiv weitreichend zu verbreiten. Online-Pressemitteilungen wirken außerdem nachhaltig, weil sie in den Archiven der Presseportale dauerhaft gespeichert bleiben. Eine nachhaltig erfolgreiche Online-PR-Strategie lässt sich allerdings nicht mit einer einzigen Online-Pressemitteilung erreichen, sondern nur durch die regelmäßige Veröffentlichung aktueller Informationen.
Tipps, wie Ihre Pressemitteilungen besser im Internet gefunden werden
Nicht die Kanäle, sondern die Inhalte entscheiden über die Sichtbarkeit
Nicht die Kanäle, sondern die Inhalte sind entscheidend dafür, dass Ihre Themen bei Google gut positioniert sind.
Die Kunst ist es, die Leser bei ihren aktuellen Interessen, Problemen und Herausforderungen abzuholen. Diese Form von PR setzt also auf Inhalte statt Werbung. Nützliche Tipps und hilfreiche Informationen vermitteln Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Kompetenz. Denn was für Ihre Zielgruppe interessant ist, ist auch für die Medien interessant.
Mit relevanten Keywords sind Online-Pressemitteilungen im Internet besser zu finden
Keywords in Online-Pressemitteilungen sind die Basis für die Auffindbarkeit der Meldungen im Internet. Voraussetzung ist, dass Sie Keywords nutzen, die Ihre Zielgruppe als Suchbegriffe oder -phrasen verwendet. Sie können die Reichweite und Sichtbarkeit Ihrer Online-Pressemitteilungen mit dem richtigen Einsatz von Keywords erheblich verbessern.
An diesen 5 Positionen sollten Ihre Keywords vorkommen:
1. Setzen Sie relevante Keywords im Titel ein
Verwenden Sie themenrelevante Keywords und Keyword-Phrasen in den Überschriften. Setzen Sie die Schlagwörter zu Beginn des Titels, damit die Suchmaschinen die Headline richtig indexieren. Überschriften mit einer Länge von 53–57 Zeichen sind optimal, um den Titel vollständig auf der Google SERP (search engine result page = Ergebnisliste) anzuzeigen.
2. Platzieren Sie Keywords im Leadtext
Für die Indexierung der Webinhalte durch die Suchmaschinen sind der Leadtext oder Aufmacher (Teaser) und die ersten beiden Abschnitte der Pressemitteilung besonders wichtig. Platzieren Sie daher relevante Keywords im Teaser und den nachfolgenden zwei Abschnitten, um die Auffindbarkeit Ihrer Inhalte weiter zu verbessern.
3. Verteilung der Keywords im Text
Auch im Haupttext sollten Ihre Keywords vorkommen. Gliedern Sie Ihre Pressemitteilung in verschiedene Absätze und fügen Sie Ihre Keywords in jedem Absatz ein. Achten Sie darauf, dass der Text noch gut lesbar ist und Sie kein “Keywordstuffing” betreiben. Tipp: Prüfen Sie Ihren Text vor der Veröffentlichung mithilfe eines Textanalysetools.
4. Optimieren Sie Bild- und Videobeschreibungen mit Keywords
Neben dem Meldungsinhalt indexieren Google und Co. auch Bild- und Videobeschreibungen. Ergänzen Sie daher Ihre multimedialen Elemente mit einer aussagekräftigen Beschreibung und entsprechenden Keywords. So erleichtern Sie nicht nur das Verständnis für Ihre Bilder und Videos, sondern verbessern auch die Auffindbarkeit Ihrer Online-Pressemitteilungen in den Suchmaschinen.
5. Keywords auch als Ankertext in Ihren Links
Auch Ihre Links sollten Sie für Ihre Keywords optimieren. Schreiben Sie:
Beispiel Keyword “Arbeitszeugnis”:
Statt: Weitere Infos finden Sie hier.
Besser: Lesen Sie unser Whitepaper 5 Tipps für ein besseres Arbeitszeugnis.
Mit Online-Pressemitteilungen werden Sie auch von Ihrer Zielgruppe direkt gefunden
Natürlich recherchieren nicht nur Journalisten im Internet. Auch Ihre Zielgruppe ist auf Blogs, bei Google und in den Social Media unterwegs. Zielgruppenorientierter Content spricht deshalb auch Internetnutzer, Interessenten und Kunden an, die nach Informationen, Tipps oder Problemlösungen suchen.
Diese gelangen von Ihren Pressemitteilungen durch Links zur Ihrer Website, Ihrem Blog, Ihrem Onlineshop oder auf Ihre Veranstaltungsseite und werden dort zu Leads oder sogar Käufern.
Online-Pressemitteilungen sind deshalb ein wichtiges Medienformat für Themen, die nicht nur Journalisten interessant sind, sondern für eine umfassende Unternehmenskommunikation genutzt werden können.
Veröffentlichungen und weitreichende Verbreitungen im Internet machen deshalb — unabhängig von Journalisten — auf jeden Fall Sinn und sorgen für Reichweite und Sichtbarkeit.
Lesetipps:
Online-PR — Grundlagen & Techniken
10 Tipps für Online-Pressemitteilungen
Leitfaden Google-Ranking mit Pressemitteilung, Fachartikel und Social Media
Leitfaden: Leadgenerierung mit Online-Pressemitteilungen
Sichtbarkeitsstudie zu Online-Pressemitteilungen auf Presseportalen
