#MyFirstContent: Since 1996…

Eine Blog-Parade vom Pr-Stunt.de zu dem ersten Content: Was hat euch dazu bewegt, Content-Produzent zu werden? Wann war die Zeit reif für „MyFirstContent“? Welche Erinnerungen habt ihr daran? Haben sich eure Ansprüche an die Qualität der Inhalte verändert?

Eigentlich begann das Web-Zeitalter bei mir schon im FIDO.net und in Usegroups. Und mit LaTeX. Aber erste HTML-Zeiten müssen aus dem Jahr 1996 stammen. Damals war der Umstieg von LaTeX zu HTML 1.0 ein Klacks. Es folgten Zeiten in Fun-City. Damals war ich mit dem Netscape Navigator am Surfen, Mailen und Coden.

Leider sind die ersten Texte nicht mehr Online. Genauer, die Texte sind nicht in der WayBackMachine erfasst. Ältester Snapshot ist vom 4. Mai 2000. Dort bin ich unter dem Zocker-Namen Jera bei Zocks.de erfasst. Ich fand diese Artikelübersicht. War damals in der Web-Agentur OWL-Online. Damals (TM) haben gefühlt ALLE Agenturen einen Gaming-Blog betrieben. Jedenfalls die Techniker… und Grafiker. Die Leute aus dem Maschinenraum. ;)

Es waren zwei tolle Jahre in der Agentur, mit den Leuten… Gemeinsam an diesem Blog (der Name kam erst später in Mode) zu schreiben… Sich um die Vermarktung (Banner!) zu kümmern etc. Aber 2001 war das Internet dann vorerst aus der Mode gekommen.

Keiner der alten Texte passt zu mir heute. Aber da eigentlich JEDER diese alten Sachen finden kann meinte ich zu mir… Ach komm. Mach mit!

Ein alter Text aus dem Jahr 2000:

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Jera’s geheimes RPG-Tagebuch - Episode 1

Da lacht des Herz eines Paranoiaspielers — und jedes Psi-Corpsfans! M59, UO, EQ, AC oder doch P&P;? Mein erstes Computerrollenspiel war Ultima II, mein erstes Pen & Paper AD&D.; Viel hat sich seit dem getan, oder? Die Grafik wurde aus umeditierten Zeichensätzen zu 2D-Grafik (z.B. Bards Tale oder Dungeon Master) und dann kam bald die ersten 3-D Rollenspiele. Aber hat sich an den On-/Offlinerollenspielprinzipen viel geändert? Welche Fehler (aus meiner subjektiven Sichtweise) werden noch heute bei Onlinerollenspielen begangen? Ist Besserung in Sicht? AnarchyOnline etwa?

Mit 11 Jahren begann ich mein erstes Spiel zu programmieren — auf einem Texas Instruments Taschenrechner. Mit 16 Jahren schrieb ich die letzte Programmzeile in Turbo Pascal, ich glaub es war Version 3.0. Danach nutzte ich nur noch die Programme anderer Leute — nutzte? Ich zockte was das Zeug hergab und schrieb Fantasykurzgeschichten. Spiele… auch X-Com oder Civi gehörten dazu. Aber wieviele Spiele habe ich durchgespielt? Welche Spielprinzipien fesselten mich? Selten waren es die Spiele mit der WAHNSINNINGEN Grafik. Oft fehlt diesen Spielen die geniale Spielidee, bisher genannte Spiele und ein paar andere Ausgenommen. Ok, auch ich hab viele Stunden Doom 1 gespielt, aber ist es eine tolle Spielidee? Nö!

So ist es auch im Rollenspielsektor. Ich bin im P&P-Bereich; als Spieler und Spielleiter viel freier als im Computerrollenspiel. Nur wenige Computerrollenspiele erlauben mir als Spieler einen große Optionsvielfalt. Für mich ist überigens die Wahl der Waffe oder Flucht keine Optionsvielfalt! Wo ist die Nische in der Wand, wo das Seil um sich in Sicherheit zu schwingen? Erst mit den 3-D Welten kommt so etwas in Sicht! Doch weit gefehlt…

Noch immer bestimmen Engines ausgelegt auf Ego-Shooting (Duke läßt Grüßen!) meine Optionsvielfalt. Die Polygonemodelle können sich sogar mal hinhocken. Hurra!

Wo ist denn da noch Platz für Computerrollenspiele? Tja, seit ich mir vor 3 1/2 Jahren Meridian 59 auf Maui kaufte… wenig. Aber schon bald stellte ich fest, daß ich hier eine Optionsvielfalt ala FantasyQuake habe. Und wenn der Hintergrund und das Spielsystem nur ein PvP (Player vs. Player) erlaubt und viele Spieler damit ein Problem haben, dann gehen die Spielprinzipen an dem wirlichen Zockfun für die Konsumenten vorbei. Und man zahlt ja für ein Onlinerollenspiel nicht schlecht: 100 DM für die Spiellizenz (Raubkopien ohne Lizenzschlüssel keine Chance!) 10–20 DM im Monat für die Nutzungsgebühr PLUS Telefonkosten. Nach einem halben Jahr sind dann locker mal 800 DM verzockt… Manchmal auch schneller…

Darf ich dafür nicht ein bischen mehr erwarten an Optionsvielfalt? Rollenspiel ist für mich nicht nur das bei Onlinerollenspiel auch oft vernachlässigte Charakter ausspielen, sondern auch Freiheitsgrade des “Machenkönnens”. M59 war von daher für mich wirklich nur ein Heretic für viele Spieler — blasse Hintergrundwelt, dafür aber erste Treffen (Cons) mit anderen Spielern aus dem deutschsprachigen Raum (M59-Lanpartys) wie ich Sie bisher nur von P&P; kannte. UO sah ich bei einem Freund, sah zwar eine 2-D Sichtweise, aber auch mehr Freiheitsgrade: Brotbacken, Angeln — also mehr Skills. Wenigstens etwas mehr…

Dann kam für mich bald die ersten Betatests von EQ, mailen mit den Entwicklern, die ersten Sites entstanden. Noch heute kann ich eq.mystics.de empfehlen. Dann die ersten Screenshots, erstes Testplay. Wow — was für eine Grafik, wieviele Spells, Waffen äh…. und sonst? Wieso — mal logisch betrachtet — sterb ich und entstehe dann einfach an den Startpunkt neu — ohne Waffen, nur ein paar Erfahrungpunkte ärmer? Warum ist das so? Wieso kann ich eigentlich nicht wirklich verlieren? So kommt es dann auch das in 8 Tagen Powergamer schon Level 50 geworden sein sollen. Max-Lvl. erreicht, neue Figur… Nicht meine Vorstellung von unltimativen Spielspass, ´tschuldigung…

Zwei Spiele versuchen einige der klassichen Freiheitsgradprobleme zu lösen: NeverWinterNights und Vampire: The Masquerade. Ich bin gespannt ob diese neue Genreation an On-/Offlinerollenspielen uns alle weiterbringt. Ich hoffe es, speziell bei NWN, wo man nicht in ein Korsett von Vampiren gezwängt wird. 8-) Bis dahin werde ich weiter meine Ars Magica und SF-Kampange (B5) laufen lassen. Hier eine Erklärung was mich so an den Onlinerollenspielen im ALLGEMEINEN stört:

Wieso kann ich nicht verlieren/wirklich sterben?
Wo bleibt mein PC, wenn ich auslogge?
Wie löse ich das PvP-Problem?
(Manche Leute mögen es, andere nicht…)
Wieso hat z.B. in EQ jede Rasse nur eine Stadt?
Wieso gibt es Paralellwelten / mehrere Server?
Wie kommt der PC in die Welt? / Wieso zieht er los?

…TO BE CONTINUED! 8-)

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Diese alte Zeilen habe ich für diese Aktion aus dem Netz gesucht:

Hiermit rufe ich die Blogparade zu MyFirstContent aus! An der Blogparade kann jeder teilnehmen, der bis zum Redaktionsschluss am 18.01.18, 23:59 Uhr entweder einen neuen Beitrag zum Thema oder die ursprüngliche, gegebenenfalls modifizierte Original-Quelle beisteuert und auf diesen Aufruf hier verlinkt. Als Plattformen dienen sämtliche Social Media. Ein Hinweis auf die Blogparade gehört standesgemäß dazu und vereinfacht die Kommunikation. Schreibt mir bitte einen Kommentar hier im Blog. Nutzt den #MyFirstContent und/oder haut ein ein Feedback per E-Mail an stefan@pr-stunt.de raus.