Die Probleme im Problem

„With first principles you boil things down to the most fundamental truths…and then reason up from there.“
– Elon Musk –

Das Problem #1 jedes Entrepreneurs ist: Dass sicher jeder in seine Lösung verliebt ist! Love the Problem, Not Your Solution!

Sie als Entrepreneur lösen immer ein Problem. Ein Problem, das Sie genau definiert haben aufgrund Ihrer Zielgruppe. Da wir immer von einem Problem ausgehen, müssen Sie sich sechs fundamentale Fragen stellen:

#1 Ist Ihr Problem beschreibbar?

Das ist ein super wichtiger Punkt! Können Sie sich noch an Ihren Mathematiklehrer erinnern und seine Goldene Regel: „Wenn Sie die Aufgabestellung verstanden haben, dann haben Sie die Aufgabe schon halb gelöst — denn es ist unglaublich, wie schnell man falsch liegen kann“. Das gleiche gilt auch bei den Entrepreneurs, nur mit einer höheren Schwierigkeitsstufe! Sie müssen selber die Aufgabestellung definieren, die Sie lösen möchten. Und genau dieser Fakt macht das Unternehmertum so unheimlich schwierig!

„Love the Problem, Not Your Solution“

“Engineers and business people are trained to solve problems. Why would anyone ever give them the wrong problem? “Where do you think the problems come from?” I ask. The real world is not like the university. In the university, professors make up artificial problems. In the real world, the problems do not come in nice, neat packages. They have to be discovered. It is all too easy to see only the surface problems and never dig deeper to address the real issues.

Engineers and businesspeople are trained to solve problems. Entrepreneurs are trained to discover the problems. A brilliant solution to the wrong problem can be worse than no solution at all: solve the correct problem. Good entrepreneurs never start by trying to solve the problem given to them: they start by trying to understand „the secret“ what the real issues are.” — Yannick feat. D. Norma.

“Understanding the problem!! It is foolish to answer a question that you do not understand. It is sad to work for an end that you do not desire:
First of all, we have to understand the problem; we have to see clearly what is required. Secondly, we have to see how the various items are connected, how the unknown is linked to the data, in order to obtain the idea of the solution, to make a plan. Thirdly, we carry out our plan. In the fourth place, we look back at the completed solution, we review and discuss it.” — Yannick feat. G.Polya –

Sein Problem gut zu beschreiben bis in die Tiefe und es in wenige, einfache Worte zu fassen, ist eine essenzielle Aufgabe jedes Entrepreneurs. Dieses Spiel braucht Zeit und ist eine Detektivarbeit. Eine richtige Denk- sowie Experimentierübung.

Alle Entrepreneurs, die eine Firma in 3 Monaten bilden wollen, sind verloren. Alle, die daran geglaubt haben, existieren heute nicht mehr. Wenn Sie an overnight success Fabeln glauben, dann sind Sie von den Medien reingelegt worden! Oder von den Gründern, die eifrig Storytelling-Kurse belegen. :-)

Die lustigste Fabelgeschichte aus den Medien ist Snapchat.

Storytelling Medien: Es war einmal … zwei Studenten an der Standford Uni. Sie saßen gemeinsam in Ihrem Campuszimmer und einer hatte die Idee „… es wäre doch genial, wenn ich Nacktfotos von mir schicken würde und die Fotos nach ein paar Sekunden verschwinden würden!“ Denn das „Sexding“ hat so seine Risiken und kann sehr schnell die Runde machen in der Uni — Ein Uni-Skandal ist immer gut und sorgt für Unterhaltung, ist jedoch nicht optimal für die Beteiligten. Aufgrund dieser Schnapsidee programmieren sie 3 Wochen lang und lancieren es. Der Erfolg bleibt aus und sie verstehen nicht, wieso …
Darum gammeln sie während 4 Wochen herum — und eines Tages wacht einer der beiden auf und hat plötzlich eine Idee: „Hey Dude, Dude! Wake up! Wake up! Warum lancieren wir die App nicht in einem College?? Dann zeigen sie die App einem College Studenten und der College Student zeigt es einem anderen College Student und Booom! kurze Zeit später sind sie milliardenschwer :- )

Doch nun die wahre Geschichte von Snapchat: Es sind 3 Studenten an der Standford Uni und studieren Computer Sience! Sie sagen sich, in der heutigen Welt ist die Kommunikation nicht sicher genug. Es ist ein super komplexes Problem zu lösen und deshalb sicherlich extrem wertvoll! Genial wäre, wenn man aus der Entfernung wichtige oder sensible Dokumente löschen könnte. Sie beginnen, einen Prototyp zu erstellen, welcher einem ermöglicht, sensible Daten aus der Distanz zu löschen. Ihre Zielgruppe: Business mit sehr heiklen Daten sowie solche Anwender, die viel Auskunft geben müssen und wo die Informationen, die sie verbreiten, schnell „out of date“ sind. 
Sie entwickeln das Ganze ein Jahr lang, bis sie den ersten Prototyp fertig haben. Ein weiteres Jahr später merken sie, dass der Markt für heikle Daten nicht so der Hammer ist!
Sie kommen nicht weiter und gammeln herum. Des Weiteren ist einer der drei nicht so cool und hat weniger Swagg … und möchte unbedingt den Markt mit den heiklen Daten erobern! Die anderen zwei verlieren langsam die Geduld und wollen pivotier und den B2C-Markt austesten. Die zwei berufen ein Meeting ein: „Wir haben diesen B2B-Markt satt, wir möchten etwas B2C machen“. Der dritte ist nicht einverstanden und sagt „Macht, was ihr wollt! Der B2C-Markt ist so oder so reine Zeitverschwendung! Ich bleibe B2B und ihr könnt machen was ihr wollt mit der Technologie — jeder hat ein Benutzerrecht, da wir die Technologie zusammen entwickelt haben.“ Alle sind sich einig! Handschlag! Das sollte reichen — das Geld haben sie eh nicht für einen Anwalt, zudem sind sie ja Freunde … der „Swagglose“ denkt sich: Jaja — geht nur mit eurem Consumer Ding, das wird eh nicht funktionieren!

Und sechs Monate später, Snapchat Version 25 — Sie haben 17 mal den Namen gewechselt — Boom! Sie haben die App im College vorgestellt und ja, am Ende des Tages benutzt es jeder im College und ja, Ende des Monats benutzt es jedes College in den USA! Sehen Sie die Zeit, die vergangen ist? Nur so als Randnotiz: Der „Swagglose“ kann sich nicht mehr an den Handschlag erinnern und verklagte die zwei B2C-Kollegen vor Gericht für X Millionen Schadenersatz — sie haben sich außergerichtlich geeinigt :-)

Sie sehen, dass ein Business nicht nur eine Frage der Idee ist!? Und auch wenn man das Problem korrekt definiert hat — in diesem Fall „das löschen von heiklen Daten auf Distanz“ — war die Aufgabestellung falsch bei der Snapchat-Urversion! Sehen Sie den Fehler in der Aufgabenstellung? Der Fehler war bei der Aufgabenstellung, dass sie annahmen, dass die Großunternehmen Sicherheitssoftware kaufen würden von jungen Studies! Anstatt von IBM Anzugsmännern — sehen Sie die versteckte Prämisse! Was ihnen anfangs nicht klar war und sie erst mit der Zeit realisiert haben! Nach 100 Meetings, wenn die Leute Ihnen immer sagten“ Hmm… interessant, kommen Sie doch in drei Monaten wieder zurück… etc.“, dann merkten sie, dass die Leute lieber Accentur und Co. haben möchten als Snapchat :- ) Denn der Sicherheits-IT-Dude [2] muss seinen Kauf rechtfertigen, und wenn etwas schief läuft, kann er die Big Corporates verklagen.

Zusammenfassung: Wir werden nicht über Lösungen nachdenken, wenn die Probleme noch nicht klar beschrieben sind.

#2 Ist ihr Problem real oder nicht?

Die zweite Frage ist, ist das Problem, das ich lösen möchte real oder nicht. Diese Frage zu beantworten ist mega kompliziert! Sehr tricky! Weil zwei widersprüchliche Kräfte in dieser Geschichte existieren.Die erste widersprüchliche Kraft ist: 
#1 Die Opportunität ist in der Schnittmenge zwischen den guten und schlechten Ideen! Es sind viele brauchbare Ideen, die scheinbar schlecht sind! [3] Der Sweet Spot liegt genau in der Intersektion — warum?
Weil alle Ideen, die gut sind, schon von allen in Angriff genommen wurden. Aber wenn Sie ein Problem in Angriff nehmen, welches niemanden interessiert, dann werden Sie mit etwas konfrontiert:#2 die Zukunft! Wie stark leben Sie die Zukunft in der Gegenwart?
Die Zukunft ist per Definition mega schwierig oder unmöglich zu berechnen! [4] Wie ist Ihr Verhältnis zur Zukunft? Ich erkläre das am besten mit einem Beispiel.

Beispiel Google: Welches Problem löst Google? Google löst das Problem, alle Informationen auf dieser Welt zu verknüpfen und zugänglich zu machen — das ist Google heute! Der Zweck im ersten Jahr? Konnte dieser genau gleich sein? Hat dieser Zweck damals Sinn ergeben? War das Problem real? Nein! Denn zum Zeitpunkt, als sich Google lanciert hat, gab es nur 50’000 Webseiten! Das Ganze hätte viel einfacher gelöst werden können: eine Anthologie erstellen und eine Rangliste erstellen. Punkt. Sehen Sie ein Problem? Das Problem bei diesem Investoren-Pitch aus der Sicht der Außenwelt und der Segen von Google war, dass sie in der Gegenwart die Zukunft lebten! Die Google Initial Hypothese, um das Problem real zu machen, war, dass sich die Anzahl Webseiten auf dieser Welt exponentiell vermehren würde — was locker übertroffen wurde! Das produzierte Wissen im Internet verdoppelt sich mindestens alle Jahre seit 17 Jahren — was enorm ist, darum braucht es eine Monster-Suchmaschine!

Für die nicht-Geeks unter uns eine visuelle Erklärung: Googles Suchalgorithmus für 50 Millionen ist so, als würde man ein Atomkraftwerk bauen für ein Zeltlein. J Jedoch sah und verstand Google, dass aus diesem Zeltlein bald eine Gigametropole entstehen wird. Wer ist verrückt genug, diese Wette einzugehen?

Und genau da liegt das große Problem, wenn man Ihnen sagt, dass Sie reale Probleme lösen sollten! Wenn Sie jetzt wie im Google-Fall mit den Leuten sprechen, dann werden die Leute Ihnen kein Feedback geben können! Und das Geplapper: wie groß ist der Markt? etc. ist irrelevant und das haben wir in meinem Blogpost „Wie man ein Startup Unicorn bildet“ [5] besprochen. Jedenfalls fühle ich mich mega geniert, wenn die Leute mich fragen, ob sie eine gute oder schlechte Idee haben. Weil sie denken, dass ich evaluieren kann, ob eine Idee gut ist oder nicht! Ich bin der schlimmste dafür :-) Und jeder ist per Definition miserabel darin! Alle die denken, sie seien Visionäre der Zukunft und dass sie sich nie täuschen etc., das sind Lügner. Anders kann ich das nicht formulieren! Denn per Definition kann die Zukunft nicht vorhergesehen werden!
Daher müssen Sie sich nicht fragen, ob das Business realistisch ist oder nicht, sondern, ob Sie eine Information haben, die Ihnen eine Chance gibt, zu sehen, was für andere unsichtbar ist. Weil Sie eine spezielle Geschichte, Background, Willen, Handicap oder Geheimnis haben!

Nehmen wir wieder unsere Kollegen Larry und Sergei! Warum waren sie so überzeugt, dass Google so ein Erfolg sein wird? Nebst dass sie wussten, dass die Webseiten sich alle Jahre verdoppeln würden? Sie lebten, sahen, fühlten es tief in sich, dass sie Recht hatten! [6]
Das ist das Wichtigste — haben Sie eine Wahrheit, Peter Thiel spricht von einem Geheimnis, das die anderen Leute nicht verstehen können.

Das heisst, dass Sie als Entrepreneur niemals Ihre Idee/Lösung infrage stellen sollten — das Fundament. Wenn Sie als Entrepreneur das Fundament Ihrer Idee/Lösung infrage stellen, sind Sie ein verlorener Entrepreneur — man kann über die Ausführung diskutieren, die Hypothesen, aber nicht das Herzstück!

Ich kann Ihnen helfen, den kürzesten Weg zu gehen — aber entscheiden, ob es sich lohnt, dieses Problem zu lösen oder nicht, das kann Ihnen niemand sagen! Das ist Humbug! Sonst werdet Ihr euch und eure Idee immer der Meinung anderer unterstellen! Es gibt nichts Schlimmeres als das!

Legen Sie niemals Ihren Erfolg in die Hände von anderen. Das erste, was Sie als Entrepreneur machen müssen, ist sicherzugehen, dass Sie Ihren Erfolg selbst besitzen! Heisst das jetzt, dass man nicht scheitern kann, wenn man ein reales Problem löst? Oder ein Geheimnis hat? Nee, man kann scheitern, viele Entrepreneurs scheitern!

Das beweisen zwei Sachen: a) Egal wie viele Leute Sie fragen, es reduziert nicht unbedingt die Anzahl der Fehler, die Sie begehen werden. b) Es ist super schwer zu sagen, was nicht realistisch ist.

Zusammenfassung: a) Alle Entrepreneurs sind verliebt in ihre Lösung, jedoch ist das Verständnis der Aufgabenstellung und das Geheimnis das Wichtigste, um zu sehen, ob eine Idee gut oder schlecht ist. b) Am Ende entscheiden nur Sie, ob Sie crazy sind oder nicht ;-) Sie sind der einzige der sagen kann, ob ein Problem real ist oder nicht! [7] c) Haben Sie Mut, wenn alle in eine Richtung gehen die andere zu wählen — wenn Sie ankommen, dann haben Sie den Giga-Jackpot für sich alleine :-)

#3 Ist das Problem BIG?

Ein großes Unternehmen zu bauen oder ein kleines Unternehmen zu bauen bedeutet die gleiche Schwierigkeit! [8] Es ist unabhängig, ob das Problem klein oder gross ist, welches Sie angehen. Unabhängig, ob Sie etwas Ambitiöses oder nicht machen, die Troubles bleiben die gleichen. Daher müssen Sie diese Fragen indirekt beantworten:

Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit zum Erfolg?
Denn die wenigsten Entrepreneurs, welche sich lancieren, erhalten einen positiven Outcome! 50% der Entrepreneurs im Silicon Valley haben bei Ihrem Exit weniger erhalten als die tausend ersten Facebook Angestellten! Wenn Sie der tausendste Mitarbeiter sind, dann ist das Risiko ist ziemlich klein. Dieser Mitarbeiter hat mehr verdient als 50% der „Elite“ im Silicon Valley! (Elite, weil dort jeder 10te ein Exit erreicht) Wenn Sie dort ihre Finanzierungsrunde A erfolgreich abgeschlossen haben, dann ist es meistens leicht, Ihre Firma wieder zu verkaufen, denn das ist die Spezialität der VC’s dort. Des Weiteren hat das Valley ein riesen Rekrutierungsproblem bzw. es herrscht ein Krieg um die besten Talente. Deshalb bewertete Google zum Beispiel jeden IT-Mitarbeiter mit einer Million USD. Was ich sagen will, ist, dass der tausendste Programmierer bei Facebook finanziell erfolgreicher ist / war als 50% der Elite im Valley. Daher ist die einzige Bedingung, dass Sie Ihr Risiko maximieren! Und es ja nicht limitieren. Denn je grösser das Risiko, desto grösser die Wahrscheinlichkeit auf den Jackpot am Ende Ihres Abenteuers. 
Die zweite Frage, was macht Ihnen Spaß? Was ist für Sie wichtig? Was sind ihre Werte? Warum? Overnight success gibt es nicht. Ein gutes Unternehmen zu bauen dauert 10 Jahre im Durchschnitt, daher müssen Sie schauen, dass Sie Ihr wertvollstes Gut: die Zeit! nicht verschwenden. (Wählen Sie den Unternehmenstyp richtig [8]) Denn auch wenn Ihr Startup nicht funktioniert, dann haben Sie Zeit verbracht mit etwas, das Sie lieben. Denn wenn Sie am Morgen aufstehen und etwas Ambitiöses machen, dann ist der Tag automatisch viel besser, als wenn man die Ambitionen runterschraubt und realistisch bleibt! Das werdet ihr Non-Stopp von den Investoren und Accelerators hören: Dein Businessplan ist nicht realistisch etc., aber bei allen Unternehmen, die florieren, sind die Gewinnkurven unverständlich: schauen Sie alle Big Companies der letzten 20 Jahre an, keine einzige hat lineare Gewinne, jedoch exponentielle.
(P.S. machen Sie nie einen Businessplan! Ist für Nichts… Kaufen Sie sich einen realistischen Businessplan in Indien für 5 Euro und machen Sie etwas Sinnvolleres mit ihrer Zeit. Das einzige, was Sie brauchen, ist ein Lean Canvas, ab jetzt [9])

4) Ist es ein schwieriges Problem oder nicht?

#1 Wenn Sie Ihre Zeit mit einem easy Problem verbringen, dann müssen Sie sich fragen, bin ich der Einzige? Wenn, ja — wieso bin ich der Einzige?

#2 Wenn Sie ein schwieriges Problem lösen, dann müssen Sie wissen, je schwieriger das Problem ist, desto grösser ist die Chance (opportunity)! Das ist mathematisch. Wenn Sie gegen das Schwierige tendieren, desto geringer ist die Chance, dass Sie es schaffen und vor allem, dass es andere schaffen, aber wenn es jemand schafft, dann ist der Jackpot riesig — daher zögern Sie nicht, schwierige Problem anzugreifen!

Machen wir ein Beispiel mit etwas ganz Einfachem, ein Restaurant. Wenn Sie ein Restaurant aufmachen und daraus sollte eine Restaurantkette werden, dann ist die Skalierung das größte Problem und vor allem, die Qualität des ersten Restaurants beizubehalten. Sie wissen ganz genau, dass die ersten MC Hamburger besser waren als der 100’000 MC Hamburger. Weil wenn Sie 1'000 Burger-Filialen eröffnen, dann brauchen Sie x tausend Kühe mehr! Daher müssen Sie bei der Qualität der Kühe optimieren! Es ist ein rein mathematisches Problem! Darum finde ich das immer witzig, wenn die großen Ketten mit hoher Qualität werben. Wenn Sie jetzt diese Probleme lösen, dass Sie über tausende Restaurants wirklich sehr hohe Qualität liefern können, dann ist es evident, dass es funktioniert! Aber Sie werden sich den Kopf zerbrechen, bis Sie eine Lösung (zum Bespiel: Genmanipulation) gefunden haben.

Das Gleiche gilt bei den Hotels! Es ist mega easy, ein Boutique Hotel auf die Beine zu stellen, jedoch eine Hotelkette? Von 40 Zimmer auf 400'000 Zimmer pro Nacht mit dem gleichen Qualitätsniveau? Das ist ein schwieriges Problem! Wenn Sie eine Geheimmethode haben, wie Sie das meistern können, dann sind Sie auf eine Goldgrube gestoßen.

Best Leading Hotels of the World hat mind. 5 % des Gewinns aller Boutique Hotels dieser Welt — Wieso? Weil sie herausgefunden haben, wie sie jedermann in einen exzellenten 5 Stern Boutique Hotelier verwandeln können. Wenn sie ein 5 Stern Boutique Hotel aufmachen wollen, dann haben sie das Geld, und der Preis fürs Lernen spielt dabei keine Rolle, um das Resort ihrer Träume zu erstellen! Wieder war das Problem big und evident, aber kompliziert!

Der Fall WhatsApp! Ein schwieriges und evidentes Problem. Was ist WhatsApp? Es ist ein Messenger, ein Kommunikationstool, welches einem ermöglicht, via Internet zu kommunizieren! Was ist das spezielle bei WhatsApp? WhatsApp ist das einzige Team auf der Welt, welches eines Tages aufgestanden ist und sich gesagt hat, wir werden 197 Softwares gleichzeitig/parallel verwalten! Denn für jedes Betriebssystem gibt es spezifische „Auflagen“, die sie einhalten mussten! Und kein Ingenieur dieser Welt mochte sich den Kopf zerbrechen über diese Auflagen. Daher haben sich alle auf die geschlossenen Systeme wie OS von Apple und Android fokussiert. WhatsApp nicht, sie haben sich gesagt, auch das Handy irgendwo in Kenia mit diesem dubiosen Betriebssystem interessiert mich… Das Problem, es ist sehr schwierig und gleichzeitig evident! Niemand, der ein anders Handy hatte, konnte sich sagen: „Nee, es interessiert mich nicht, ich will mehr bezahlen für die Kommunikation, es interessiert mich nicht mit anderen Handys, Telekomanbietern oder der Familien im Ausland günstig zu kommunizieren, lass mich zahlen!“

Die meisten Entrepreneurs machen diesen Fehler, immer wieder: Sie greifen Märkte an, die ein tiefes Produktrisiko, Designrisiko, legales Risiko, Umsetzungsrisiko etc. haben. Jedoch haben sie auch ein Riesenmarkt-Risiko! Gute Entrepreneurs machen komplizierte Sachen, wenn sie sehen, dass sie wirklich zählen für andere Leute.

#5 Nächster Punkt! Ist das Problem komplett gelöst oder nicht?

Dieses Kriterium ist nicht so komplex zu verstehen — wenn Sie sich lancieren wollen, dann machen die meisten eine Internet Recherche und sehen die Firma xy, „Ohhh… die Firma xy macht ja das Gleiche“. Das ist nicht die richtige Frage, welche Sie beantworten müssen. Die richtige Frage lautet in dieser Situation: ist das Problem komplett gelöst oder nicht? Hat die Firma xy das gleiche Geheimnis gelüftet?

Wer denkt, dass es sich lohnt, eine Suchmaschine zu starten? Und mit Google zu konkurrieren? Wer hat schon mal etwas auf Google gesucht und nichts gefunden? Wir alle — daher lohnt es sich, eine Suchmaschine zu starten — warum? Denn die nächste Billion Company, die sich Google kaufen wird, ist eine bessere Google Suchmaschine: Evident. Warum? Es gibt ein schwieriges, wertvolles Problem, das nicht komplett gelöst worden ist. Google weiß es und Google weiß, dass Sie jetzt zu Big geworden sind, um in diesem Bereich radikal zu innovieren. 
P.S. Ich habe nicht gesagt, dass es einfach ist! Ich habe gesagt, dass sie das Problem zu 70% gelöst haben.

Social Media ist ein großes Thema! Viele denken, dass es vorbei ist. Ich denke, noch lange nicht — denn die Guten können ko-existieren. Beispiel Snapchat ist die Facebook Antithese in Bezug auf Fotos! Die Leute, die Snapchat verwenden, surfen nicht weniger auf Facebook herum und umgekehrt! Weil es den Namen hat „Social Media“ heißt das noch lange nichts! So lange das Problem nicht komplett gelöst ist, gibt es immer Platz.

Manchmal ist es geographisch, fragen Sie Rocket Internet. Während die Amis ihren 360 Millionen Leuten erklären, was sie machen und wer sie sind, hat Rocket Internet die restlichen Märkte schon lange übernommen. Der Punkt ist, wenn die Lösung in der Startposition ist, dann haben Sie Platz und wenn der Markt seine Maturität erreicht hat, dann gibt es noch genug Gelegenheit, um das Paradigma zu wechseln! [10]

#6 Ein Problem wird schlimmer mit jedem Tag, der verstreicht?

Beispiele: die Umweltverschmutzung, die Allergien gegen Blütenstaub, etc. Wenn Sie ein Problem lösen, das täglich schlimmer wird, da stehen Sie vor einer riesen Chance!

Für weiter Blogpost: Qimbera.ch

[1]Atlantik revenue schreibt über Wunderkinder in Standford, wenn Sie es nachlesen wollen!

[2]

[3] CHRIS DIXON: Startup School (Video — 23min)

[4] Hmmm… Jetzt kollidieren zwei große Denkmodelle: Determinismus vs. Indeterminismus; lineare vs. exponentielle Zukunft.., http://www.argumentarium.ch/philosophie/willensfreiheit/60-willensfreiheit-determinismus-oder-indeterminismus

[5] https://www.linkedin.com/pulse/wie-man-ein-start-up-unicorn-bildet-yannick-sayangi?trk=hp-feed-article-title-share

[6] Es gab da einen Investor, der bei ihrer ersten Runde dabei war und er erzählt diese Anekdote: Das einzige Mal, dass er vom Stuhl gefallen ist, war beim Google Investor-Pitch! Weil er gerne auf dem Stuhl schaukelt und mega überrascht war von der Antwort! Er fragt Larry: „Wie viel, denkst du, wird Google in fünf Jahren wert sein?“
Larry antwortet: „1 Milliarde“. Überrascht und langsam fragte der Investor nach:“, DENKST DU WIRKLICH dass Google 1 Milliarde Wert sein wird?“ „Nee nee… Google wird 1 Milliarde Umsatz generieren“! Bammm! Er fällt vom Stuhl.. Und denkt sich nur, diese Jungs sind Idioten und steht auf und erklärt ihnen, das 1 Milliarde Umsatz mega schwierig sei und dass der Himmel nicht immer blau ist, etc.,
Larry Page lässt sich nicht beeindrucken und sagt ihm „Nee nee.. Google wird 1 Mrd. machen in 5 Jahren!“ Hat Google es nach 5 Jahren geschaft? — nee, aber nach 8 Jahren, um die erste Milliarde zu verdienen!
Egal ob sie sich jetzt mit den Jahren verrechnet hatten, wichtig ist, dass sie es zu einem Zeitpunkt T in ihrem Leben für absurd hielten, dass es nicht funktionieren könnte!

[7] You know shit — I know shit: let’s figure it out: 
http://waitbutwhy.com/2015/11/the-cook-and-the-chef-musks-secret-sauce.html

[8] Blogpost: „Wer bin ich“

[9] Ash Maurya: Running Lean
https://danielpandza.files.wordpress.com/2013/01/running-lean.pdf

[10] Blogpost: Wie man ein Startup Unicorn bildet.
Für weiter Blogpost: Qimbera.ch