Warum wir als erstes deutsches Medienunternehmen eine “Progressive Web App” auf den Markt bringen

Apps sind tot! Lang leben die Apps!

In den letzten Monaten wurden wir häufig gefragt, warum wir die Resi-App für das iPhone als native App entwickelt und nicht z.B. direkt in den Facebook Messenger integriert haben. Mal ganz davon abgesehen, dass es, als wir mit der Entwicklung der App begonnen haben, weder eine offizielle Messenger-Schnittstelle für Entwickler, noch einen Bot Store gab, war der Grund für uns immer klar: Wir wollten, aller Kosten zum Trotz, als unseren ersten Anker ein Produkt entwickeln, das uns selbst gehört. Ein Produkt, bei dem wir die Spielregeln festlegen und verändern können, ohne auf die Entscheidungen eines amerikanischen Tech-Konzerns angewiesen zu sein. Ein Produkt, das sich dadurch viel einfacher auch an andere sublizenzieren lässt.

Und wir sind nach wie vor fest davon überzeugt, dass das für die Plattform iOS auch die absolut richtige Wahl war.

Vor ein paar Monaten stand dann die Entscheidung an, welchen Weg wir für unsere Android-Nutzer einschlagen sollen. Wollten wir wirklich wieder den Aufwand betreiben und eine native App entwickeln lassen? Sollten wir uns mit einer einfachen Website zufrieden geben? Oder gar ganz auf den Sprung zu Android verzichten, obwohl dort der große Teil unserer jungen Zielgruppe ist? Wie es der Zufall manchmal so will, ergab sich nach längerem Hin und Her die Lösung (fast) von alleine.

In dem Fall half uns eine neue Technologie, die vor allem von Google ziemlich massiv gepusht wird und für viele die Zukunft der Apps ist: Progressive Web Apps.

Kaum Unterschiede erkennbar: Links die PWA, rechts die iOS-App

Diese Web-Applikation verheiraten die Vorteile einer nativen App mit denen einer Website. Man kann damit Push-Mitteilungen verschicken und Inhalte offline verfügbar machen, die Ladezeiten sind spätestens ab dem zweiten Besuch herausragend gut — und das Ganze ist trotzdem eine Webtechnologie, die in jedem neuen Browser außer Safari einwandfrei funktioniert und sich extrem smooth anfühlt.

Wir haben uns darum entschlossen, den Versuch zu wagen und eine PWA zu programmieren. Seit ein paar Wochen sind wir damit in einer offenen Beta — und die ersten Zahlen, die wir haben, sind mehr als vielversprechend. Das liegt wohl vor allem daran, dass sich die Nutzer nicht extra in irgendeinem Store eine App herunterladen müssen, sondern die PWA direkt über einen Link im Browser öffnen können. Wenn sie das Icon dann noch zum Homescreen hinzufügen, unterscheidet die PWA nichts mehr von ihrem nativen Pendant.

Sieht aus wie eine stinknormale App — und verhält sich auch so: die Resi-PWA.

International sorgte letztes Jahr vor allem die PWA der Washington Post für Aufsehen. Twitter hat eine PWA namens “Twitter Light”, auch die Financial Times experimentiert damit und hat unter anderem eine PWA für Audio-Dateien am Start. Und auch die Sportzeitung “L´Equipe” in Frankreich hat das Potenzial erkannt und testet aktuell eine Progressive Web App als Ersatz für die mobile Website. Wir befinden uns also in ziemlich guter Gesellschaft und sind schon ein bisschen stolz darauf, das erste Medienunternehmen in Deutschland zu sein, das wirklich voll auf eine PWA setzt.

Wer unsere Resi-PWA selbst ausprobieren will, geht einfach im Browser auf https://app.resiapp.io.

Der Rest müsste sich dann eigentlich von selbst erklären. Wir sind gespannt auf das Feedback!

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