Arbeitnehmer “haften” nicht für ihre Partner

In kleineren Unternehmen kennt man nicht nur die Kollegen, sondern meist auch deren Familien. Da kann es vorkommen, dass die Partner von Arbeitnehmern mitreden — und das nicht nur zu Hause, sondern auch gegenüber dessen Vorgesetzten. Der Grat zwischen vermittelndem Engagement und Fehlverhalten ist schmal. Kann das Überschreiten von Grenzen jedoch zur Kündigung des Mitarbeiters führen?

Nein!, urteilte das Arbeitsgericht Aachen (Az.: 2 Ca 1170/15) und machte deutlich, dass eine arbeitsrechtliche “Haftung” des Arbeitnehmers für seinen Partner nicht infrage kommt. Ob das Kündigungsschutzgesetz greife oder nicht, spiele dabei keine Rolle, führte das Gericht aus. Zwar war im verhandelten Fall von Ehegatten die Rede, das Urteil kann jedoch auf Lebenspartner übertragen werden.