ELSTER schafft das Papier ab

Für Unternehmen ist die elektronische Abgabe von Steuererklärungen bereits seit 2011 verpflichtend. Bislang konnten die Daten im Rahmen von ELSTER entweder mittels komprimierter Erklärung übermittelt werden oder mittels elektronischem Authentifizierungsverfahren. Bei der komprimierten Steuererklärung ist dem Finanzamt zusätzlich zum Datensatz eine vom Steuerpflichtigen zu unterzeichnende Erklärung in Papierform zur Verfügung zu stellen. Dieses Verfahren ist für alle Beteiligten aufwändig und soll ab 1.1.2018 abgeschafft werden. Das bedeutet, dass von Unternehmen abzugebende Erklärungen für den Veranlagungszeitraum 2017 nur noch elektronisch und authentifiziert übermittelt werden dürfen.

Privatpersonen genießen Sonderrechte

Bei den Einkommensteuererklärungen — die häufig Privatpersonen betreffen — ist eine Übergangsphase geplant. Zum 1.1.2018 entfällt die komprimierte Steuererklärung zunächst nur für Steuerpflichtige, deren Erklärungen vom Steuerberater erstellt werden. Eine Abgabe in Papierform ist jedoch weiterhin möglich, sofern keine steuerliche Beratung erfolgt oder keine Gewinneinkünfte vorliegen.

Das PDF, das sowohl für die komprimierte als auch für die authentifizierte Übermittlung erzeugt werden kann und den elektronisch übermittelten Datensatz in übersichtlicher Form abbildet, sollte in diesem Zuge eigentlich auch abgeschafft werden. Davon sieht die Finanzverwaltung zunächst ab, um Mandanten und Selbstübermittlern einen Ausdruck für ihre Akten zu ermöglichen.

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