Hungerlöhne waren schon immer sittenwidrig

Seitdem das Mindestlohngesetz in Kraft getreten ist, liegen Zahlen auf dem Tisch, sind Sicherheiten und Klarheiten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer geschaffen. Doch bereits vor seiner Einführung waren “Hungerlöhne” sittenwidrig und damit unwirksam.

Das machte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg deutlich, als es einen Arbeitgeber zur Nachzahlung für die Jahre 2011 bis 2014 verurteilte. Die Richter gingen dabei von mindestens zu vergütenden Stundenlöhnen von 6,77 Euro für 2011 aus, die bis 2014 auf 9,75 Euro zu steigern gewesen wären. Das Unternehmen hatte 3,40 Euro bezahlt (Az.: 15 Sa 2258/15).