Rechtslexikon: Gesellschaftereinlage

Das Gründungskapital einer Gesellschaft müssen die Anteilseigner persönlich aufbringen und auf das Gesellschaftskonto einbezahlen. Wann das zu erfolgen hat, hängt von der Satzung oder den Vereinbarungen ab beziehungsweise von den gesetzlichen Bestimmungen (z.B. dem GmbH-Gesetz, das eine dem Notar nachgewiesene Mindesteinlage zur Eintragung ins Handelsregister fordert).

Darüber hinaus ist der Geschäftsführer respektive Vorstand nach gemäß unternehmerischem Ermessen verpflichtet die Einlage einzufordern, wenn dies zur Sicherstellung des Haftungs- und Eigenkapitals erforderlich ist oder werden könnte. Dieses Recht haben auch Insolvenzverwalter und Liquidatoren. Sie sind berechtigt, alle Forderungen einzutreiben, egal, ob sie für die Liquidation erforderlich sind, oder nicht. Den Beweis, dass die Einlage nicht für die Auflösung der Gesellschaft entscheidend ist, muss der Gesellschafter und damit Anteilsschuldner erbringen (OLG München, Az.: 7 U 1115/15).