I was looking for Freedom!

Am Ende jeden Semesters steht die erste Projektarbeit an. Vor wenigen Wochen habe ich sie abgegeben und möchte dir hier mal berichten, wie man gaaaanz easy, seine Zeit neben dem Beruf strukturiert ;-).

Die letzte wissenschaftliche Arbeit ist bei mir rund sieben Jahre her. Die Bachelorarbeit. Und da mir diese rückblickend natürlich einfach von der Hand ging, sollte so eine Projektarbeit auch nicht das Thema werden. Dass einem so rückwirkend natürlich nur die guten Sachen im Kopf bleiben, verdrängt man. Ich zumindest.

Das Thema meiner Projektarbeit stand frühzeitig fest. Irgendwann Mitte Dezember, schätze ich. Die zu konsultierende Literatur auch. In unserem Projektmanagement-Seminar an der FH JOANNEUM haben wir die Projektarbeit sogar als echtes Projekt aufgesetzt und 250 Stunden auf Projektphasen und Meilensteine verteilt. An und für sich eine top Vorbereitung. Das wird easy.

Mein geplantes Projekt sah vom Fortschritt her ungefähr so aus:

  1. 6-7 Mann-Tage Literatur wälzen und Stoff sammeln
  2. 8-9 Tage den theoretischen Rahmen schreiben
  3. ca. 12 Tage die benötigten Daten eruieren
  4. ca. 5 Tage lang fertig schreiben und schön machen
  5. ca. 1 Tag Korrigieren

250 Stunden wunderbar verteilt auf grob 32 Tage plus Puffer.

Ich fand’s gut. Die Wochenenden hatte ich nicht verplant, man muss sich ja auch mal Auszeiten nehmen. Dann kamen die Weihnachtsferien. Aber Lesen geht immer. Ich bin heute noch böse, dass mich meine Familie mit Mama’s Braten gekidnapped hat. Außerdem ist es ja überhaupt kein Problem — ist man erst erholt — die bis dato fehlende Zeit an Wochenenden nachzuholen und am Ende etwas mehr zu machen, schließlich werden dann die Webinare weniger und diese Zeit kann man gut verplanen.

Also änderte sich der Projektplan ungefähr so.

Ich arbeite in einer Marketingabteilung. Und in solch einer geht’s im Januar naturgemäß ab. Webinare gab’s auch wieder regelmäßig. Zudem war’s kalt, das zehrt, man wird müde.

Habt ihr gewusst, dass man mit Google Earth bis auf den Grazer Hauptplatz zoomen kann? Auch Lissabon ist soooo schön.

Am Ende war mein Projektplan also dieser:

Plötzlich hat’s geknirscht. Aber Augen zu und durch!

Tatsächlich hat’s am Ende geklappt, meine Projektarbeit abzugeben. Aber es gab einige große Learning aus dieser Phase.

  1. Andere brauchen länger, den Erguss deines Gehirns zu lesen als du selbst
  2. Jeder macht Rcehstchriebfheler und verbuchselt ab und an mal Wechstaben
  3. Manche Sätze in solchen Projektarbeiten kein Verb
  4. Und mancher Satz nur ein Hilfsverb hat
  5. Ausbessern dauert
  6. Formatieren auch
  7. Streicht während der Arbeit neu aufkommende Ideen, auch wenn sie noch so glorreich erscheinen
  8. Einleitung nach dem Fazit schreiben
  9. Gehe nicht von deinem eigenen Verständnis aus: Erkläre [schwaches Verb — 1a. deutlich machen; [in allen Einzelheiten] …1b. begründen, deuten; 1c. seine Begründung in etwas finden] jedes [Pronomen und Zahlwort — 1a. bezeichnet alle Einzelnen einer Gesamtheit] Wort [kleinste selbstständige sprachliche Einheit von Lautung und Inhalt bzw. Bedeutung]. Im Ernst: Frage dich genau, welche Begrifflichkeiten du erklären solltest und welche tatsächlich als bekannt vorausgesetzt werden können.
  10. Strukturier’ Dich! Ehrlich, tu es.

Finally it was done. Was mir durch geholfen hat? Eine gute Btereuung, Leidensfähigkeit, tatsächlich jede Menge Spaß dabei, Musik und die Aussicht auf Freiheit danach! :-)

https://www.youtube.com/watch?v=OwAr6MVl8hQ