Sea-Band – Anti-Übelkeits-Akupressur-Armbänder für Virtual Reality im Test

Die sogenannten Sea-Bands wurden mir in schwarz und grau zur Verfügung gestellt

Thomas Weber und sea-band.de haben mir im Rahmen einer Produkttest-Ausschreibung freundlicherweise ein ziemlich interessantes Mittel gegen Übelkeit zur Verfügung gestellt, das mir bis dahin gänzlich unbekannt war.

Dieser Beitrag ist für mich etwas Besonderes, da dies mein erster Test für ein Produkt ist, das ich durch den direkten Kontakt mit einem Hersteller/Händler bekam. Allerdings werde ich deswegen nichts beschönigen! Maximal könnte meine ehrliche Meinung etwas kritischer ausfallen, da möglicherweise etwas übermotiviert sein könnte, besagte Ehrlichkeit hervorzuheben.

Sea-Bands heißen die kleinen Armbänder, welche mit einer Plastik-Akupressur-Noppe ausgestattet sind und per Druck auf den Nei-Kuan-Punkt beider Unterarme Reise-, Schwangerschafts-, (Chemo-/Post-OP-)Behandlungs-Übelkeit und die sich durch VR-Brillen rasant verbreitende Simulatorkrankheit in den Griff bekommen sollen. Genau für letzteres existieren allerdings noch wenig repräsentative Studien, weshalb ich mich über einen Zeitraum von mehreren Wochen immer wieder in die Sphären immersiver VR-Medien begeben habe. Mit und ohne Sea-Band.


Zunächst einmal zum Produkt selbst:

Es gibt sie in schwarz und grau für Erwachsene, rosa (…) für Schwangere und blau für Kinder oder Personen mit weniger als 14 cm Handgelenkumfang. Bis auf die Farbe und die Bandgröße sind mir keine Unterschiede in den Produktbeschreibungen aufgefallen. Der anvisierte Punkt ist immer der gleiche, ebenso das Vorgehen beim Anlegen der Bänder. Wer Wert darauf legt, die verwendeten Materialien zu kennen, muss allerdings die rosafarbene Variante wählen, denn anscheinend stehen nur bei dem Produkt für Schwangere entsprechende Hinweise auf der Verpackung.

Mir persönlich gefallen die schwarze und graue Version ganz gut, auch wenn ich auf den Akzent der weißen Noppe verzichten kann. Am Ende ist ein Sea-Band auch nur ein Funktions-Armband. Wenn die Psyche nicht zum Erfolg der Behandlung beiträgt, dann muss ich den Punkt nicht immer auf den ersten Blick sehen können.

Der Tragekomfort lässt leider eher zu wünschen übrig. Meinungen aus meinem Umfeld gehen von “recht eng, aber in Ordnung” bis zu “nach einer Weile tun sie schon weh”. Im Falle eines Heilmittels stelle ich gern die Wirkung über die Behaglichkeit, solange die Grenzen des alltäglich Erträglichen eingehalten werden und das wurden sie in meinem Fall auch.


Wie steht es um die Wirksamkeit?

Ganz ehrlich? – Ich halte den Einsatz von Sea-Bands zur Minderung der Übelkeit aufgrund der Simulatorkrankheit für möglicherweise hilfreich. Das klingt ziemlich schwammig, aber ich kann mich tatsächlich nicht festlegen. Schon bei meinem ersten Einsatz hatte ich das Gefühl, durch die Bändern zumindest länger durchhalten zu können, bevor ich und mein geschundener Gleichgewichtssinn wieder in die Wirklichkeit flüchteten. Nach diesem ersten Test stand auch fest, dass die gesamte Aktion einen längeren Zeitraum erfordern würde.

Ich habe festgestellt, dass mir schlussendlich zwar immer übel wird, wenn ich mich visuell mit virtuellen Realitäten abgebe, doch wann es soweit ist, hängt stark von meiner Tagesform ab. Zeiten habe ich keine gemessen und auch nicht Buch geführt. Ein Blick auf die Uhr und mein Bauchgefühl waren mir Vergleich genug. Unter Einsatz der Akupressur-Bänder konnte ich – denke ich – den Countdown bis zum üblen Ende verlängern, doch konnte dieser bei schlechter Tagesform immer noch kleiner sein, als bei einem Sea-Band-losen guten Tag.

Müsste ich mich festlegen würde ich sagen, die Bänder funktionieren nicht immer und nicht bei jedem (was der Einsatz bei einer Schwangeren zeigte, bei der sich keinerlei Änderung der akuten körperlichen Verfassung ergab). Positiv formuliert wirkt es als ab und zu bei einigen.


Mit dieser Sichtweise möchte ich meinen Testbericht auch abschließen. Ich kann das Sea-Band weder uneingeschränkt empfehlen noch von ihm abraten. Wer aber immer wieder mit Übelkeit zu kämpfen hat und einmal eine arzneimittelfreie Option zur klassischen Medizin sucht, dem möchte ich sagen: Es gibt solche Alternativen und die Sea-Bands sind eine davon. Probiert sie aus und schaut, was sie bei euch ausrichten. Für rund 15€ kann man im Hinblick auf regelmäßige Tablettenkäufe nur wenig falsch machen.


Wer sich noch einmal schlau lesen möchte oder fragen hat, kann sich auf der Website des Herstellers umschauen: