Working out Loud — Verständnis für den Wandel in Unternehmen

Was ist das größte Hindernis das einer Veränderung im Wege steht? Vorbehalte, Abstraktionen und daraus resultierende Ängste bei den Menschen, die diese Veränderung erleben, mitmachen und mit diesen umgehen müssen. Wie steuert man diesem Hindernis im Change Management entgegen? Man gestaltet den Wandel als positives, praktisches und erfahrungsbezogenes Erlebnis für alle Mitarbeiter zusammen. Und hier kommt Working out Loud ins Spiel. Es ist die ideale Herangehensweise jeden Menschen persönlich abzuholen, für jeden erfahrbar zu machen, wie das Neue funktioniert und welchen individuellen Vorteile entstehen und aus dieser individuellen, positiven Erfahrung dennoch das wir gemeinsam und zusammen herauszustellen. Wir haben hier eine Zugang, der die subjektive Ebene nutzt, um die Gruppen- und Teamebene positiv darzustellen.

Wenn man Working out Loud (WoL) betrachtet, dann stellt man schnell zwei Ausprägungen dieser Methode fest. Zum einen, dass der einzelne dazu angehalten ist, das Wie und Was seiner Arbeit transparent und offen zu machen sowie ihre bzw. seine Arbeit in Auszügen, Phasen oder sogar in ganzen Projekten bewusst offen und für jeden zugänglich zu gestalten. Dadurch nimmt jeder an den Ideen, Gedankengängen, Prozessen und Entscheidungen teil und kann sie nachvollziehen.

Die zweite Ausprägung von Working out Loud ist die Methode der WoL Circle. Hier werden Menschen über einen festen Zeitraum zusammengebracht und erproben, gestalten und agieren zusammen bezogen auf Vernetzung, Netzwerk, Kommunikation, Austausch und Zusammenarbeit. Die Circle stellen bis zu einer gewissen Zahl Menschen unabhängig von Position, Karriere, Aufgabe oder Verantwortung zusammen. Sie geben diesen Menschen ein geschlossenen, privaten und sicheren Rahmen und Raum für das Erlernen von Working out Loud und den Aspekten der vernetzten Zusammenarbeit. Durch eine feste Struktur, strikte Agenda und methodische Übungen werden in den Circlen, den Teilnehmern Berührungsängste genommen, das Verständnis vermittelt und vor allem die Erfahrung der Wirkung und Wirklichkeit der vernetzten und offenen Zusammenarbeit dargestellt. Am Ende der zumeist 12 Circle trennen sich die Teilnehmer und starten als Circle Moderatoren wiederum neue Circle.

Individuell begeistern und das Wir positiv rausstellen

Der Aufbau eines Circles gibt seinen Teilnehmern Vertrauen und Sicherheit. Er ist ein privater Raum, in dem die Teilnehmer besonders auf der egoistischen Ebene die Vorteile von Vernetzung, Zusammenarbeit und Teilen kennenlernen. Jeder Agendapunkt zu jedem Circle treffen holt die Teilnehmer immer auf ihrer Ebene, ihren Erfahrungen und ihren Fortschritten ab. Jede Aufgabe, jeden Übung zielt immer auf die Erfüllung der eigenen Ziele ab. Dennoch werden diese eigenen Ziele ganz nach der ersten Ausprägung immer mit allen anderen Teilnehmer des Circles geteilt. Hier findet also der erste wichtige Schritt für Offenheit und Teilen statt. Die Teilnehmer machen sich zwar auf der Ich-Ebene Gedanken zu den Aufgaben und Herausforderungen, werden aber durch den Circle angehalten die eigenen Ideen und Lösungen mit den anderen zu teilen. Sie lernen somit die Vorteile des offenen Arbeitens kennen. Am Ende des Circles habe ich also bei den Teilnehmern ein subjektives, egoistisches Verständnis für die Inhalte aber habe sie auch dazu gebracht durch Vernetzung und Zusammenarbeit das Team und das Wir zu stärken und positiv zu entwickeln. Working out Loud schafft somit die grundlegende Basis für die neuen Formen der Zusammenarbeit und Organisation.

Basis für den digitalen Wandel

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass die Methode des WoL in den zwei Ausprägungen ja gut und schön ist, wenn man sich zum Beispiel für ein Social Intranet oder ein Enterprise Social Network entscheidet aber das der digitale Wandel weit mehr ist als eben diese neuen Formen der Zusammenarbeit bzw. Arbeit im allgemeinen. Es gehören eben weit mehr Dinge als nur der digitale Arbeitsplatz zu dieser Transformation: Internet of Things, Automation, Connected Devices, Big Data, Cloud, Intelligent Agents, Wearables oder Mobility um nur ein paar zu nennen. Dennoch sage ich hier, dass WoL und der vernetzte Arbeitsplatz die Grundvoraussetzungen sind, dass die angestoßene Umwandlung nicht nur die rein technische Komponente umfasst, sondern eben auch die Menschen mitnimmt, motiviert und vor allem befähigt.

Working out Loud ist eine Verständnis Methode

Wenn man den digitalen Wandel aus der Sicht des notwendigen Change Management betrachtet, dann schafft sich durch den vernetzten Arbeitsplatz, durch das Verständnis von Vernetzung, Zusammenarbeit und Teilen eben eine notwendige und vor allem tiefgreifende Plattform für einen unternehmensweiten und auch erfolgreichen Wandel. Grundlegende sind die Netzwerke als Werkzeug für das Change Management ideal.

  • Schnelle Informationsverbreitung
  • Kommunikation
  • Kampagnen
  • Große Reichweite
  • Von 1:1 bis n:n nutzbar
  • Das Engagement betrifft die Mitarbeiter direkt
  • Feedback
  • Erfolgsmessung

Dies sind nur einige der Punkte, die sich für das Change Management anbieten auf der Ebene der vernetzten Arbeitsplattform. Working out Loud bildet sich hierin eben als Methode an, dass sowohl für die Nutzung aber auch für weitere Aspekte eines digitalen Wandels das entsprechende Verständnis abbildet.

Working out Loud und neue Formen der Unternehmensorganisation

Und noch ein Argument für Working out Loud als eine Basismethode. Durch die vielen neuen Technologien entstehen natürlich auch viele neue Denkansätze, die bestehende Organisationsformen in ihren Grundfesten erschüttern. Der Ansatz von Enterprise 2.0 macht den Anfang und führt sich über die Entwicklung des Social Business weiter. Vor allem entstanden hier aber auch fundamentale Ansätze wie das Prinzip der Wirearchy oder Holacracy. (Als kleine Anmerkung: Diese Formen unabhängig zu betrachten und isoliert, wäre fatal. Man muss sie miteinander verbinden)

Diese neuen Organisationsformen und -Prinzipien setzen eindeutig darauf, dass die Menschen verstanden haben, wie Vernetzung untereinander funktioniert, wie die Zusammenarbeit in einem Netzwerk sich gestaltet und dass das Teilen von Wissen, Erfahrungen und Erkenntnissen immanente Komponenten sind, dass diese Ideen funktionieren.

Hierfür muss dieses Verständnis geschaffen werden. Somit ist die Methode des Working out Loud eine Basiskomponente für den Wandel hin zu den neuen Organisationsformen. Wenn der einzelne für sich versteht warum, wie und wozu, dann wird der Wandel auch durch alle getragen. WoL schafft diese Voraussetzung auf der Ich Ebene und gestaltet diese um zu Wir Ebene. Dies ist die Voraussetzung um sich im Neuen zurechtzufinden.

  • Nutzen Sie Working out Loud als Basis Change Methode für die digitale Transformation
  • Schaffen Sie durch Erleben und Erkenntnis individuelle Fähigkeiten, die sich auch im Team und der gesamten Belegschaft der Mitarbeiter auswirken
  • Neue Arbeitsformen sind nicht nur Ursache für das Change Management, sondern können vor allem effektiver Teil des selbigen werden
  • Working out Loud erschließt für alle Mitarbeiter die positive Erfahrung von Teilen, Offenheit und Zusammenarbeit
  • Sie schaffen mit Working out Loud Grundfertigkeiten, die für die kommenden Jahre der digitalen Transformation notwendig sind

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